Buchtipp: „Die schönen Dinge siehst du nur, wenn du langsam gehst“

Das Buch „Die schönen Dinge siehst du nur, wenn du langsam gehst“ vom Zen-Mönch Haemin Sunim ist kein Ratgeber im klassischen Sinn. Vielmehr ist es ein Philosophiebuch, das angereichert ist mit Anekdoten und buddhistischen Weisheiten, die der Autor auf Alltagsituationen treffend anwendet. Ich musste geduldig sein und die Langsamkeit zelebrieren, bis ich es selbst in den Händen halten konnte – aber das Warten hat sich gelohnt.

Haemin Sunims Sprache ist einfach, aber in jedem Satz steckt eine tiefe Bedeutung. Seine Thesen und Schlussfolgerungen sind für jedermann verständlich formuliert. Philosophie ist nicht kompliziert, wenn Haenim Sunim sie erklärt.

„Wenn du willst, dass deine Kinder weniger fernsehen, schalte zuerst deinen eigenen Fernseher aus“, so der Autor. Es ist zunächst der Blick auf das eigene Ich, bevor man von anderen etwas verlangt oder andere für etwas beurteilt. Selbst wenn der Chef einen bittet, eine Arbeit zu erledigen, die einem zu banal erscheint, sollte man dies akzeptieren statt seine Energie damitzu verschwenden, indem man sich ärgert und auflehnt. Man kann sich das Leben selbst schwer machen. Wer Neid empfindet, für den hat er auch eine plausible Antwort parat: „Das Leben ist wie ein Stück Pizza. In einer Anzeige sieht es köstlich aus, aber wenn wir es essen, ist es nicht so gut, wie wir es uns vorgestellt haben. Wenn du jemanden um sein Leben beneidest, denk an die Pizza in der Anzeige. Es sieht immer besser aus, als es ist.“

Haemin Sunim, © Jo Sehyen

Haemin Sunim empfiehlt, jedes Kapitel zu lesen und anschließend in Ruhe über das Gelesene nachzudenken, bevor man das nächste Kapitel aufschlägt. Tatsächlich sollte man sich genügend Zeit nehmen, die scheinbar einfachen Sinnsprüche auf sich wirken zu lassen. Jeder wird sich dabei ertappen, die eine oder andere beschriebene Situation selbst schon einmal erlebt zu haben. Die Wahrheit in seinen Worten ist teilweise berührend und oftmals inspirierend.

Auch die Illustrationen sind poetisch und schlicht. Sie zeigen dabei zumeist das gleiche Motiv: Menschen, die alleine oder gemeinsam in einer Landschaft wie Miniaturen dargestellt sind und über ihen steht der überdimensionale Mond am Himmel. Vielleicht ein Sinnbild für Bescheidenheit? Der Mensch lediglich als ein Teil eines großen Ganzen?

Die außergewöhnliche Art, zenbuddhistische Weisheiten in diesem neuen Format zu präsentieren – mit Leichtigkeit und Sinnhaftigkeit – ist eine Herangehensweise, die mir gut gefallen hat. Ein empfehlenswertes Buch, in dem man viele Weisheiten zu unterschiedlichen Lebenssituationen findet. Für alle, die sich für Buddhismus und Achtsamkeit interessieren, eine wichtige Lektüre.

Haemin Sunim: Die schönen Dinge siehst du nur, wenn du langsam gehst, Scorpio Verlag, 272 Seiten

https://www.scorpio-verlag.de/Buecher/259/DieschnenDingesiehstdunurwenndulangsamgehst.html

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Buchtipp: „Glücksrezepte“ – Lebensfreude und Genuss nach den fünf Elementen

Glücksrezepte Drachenhaus VerlagDas  neue Buch „Glücksrezepte“ von TCM-Expertin Isabella M. Obrist zeigt, wie man die fernöstliche 5-Elemente-Ernährungstheorie mit westliche Essgewohnheiten kombinieren kann. Das Besondere: Die Rezepte sind jeweils einer Jahreszeit angepasst und rein vegetarisch.

Oft fragt man sich: Was soll ich heute wieder essen? Das Buch Glücksrezepte verrät, wie man seine Ernährung kreativ und genussvoll auf die wechselnden Jahreszeiten umstellen kann. Im Winter tut dem Körper beispielsweise Sellerie-Suppe mit Birne und Zimt gut, im Frühsommer ein Aufstrich aus grünen Bohnen mit Salbei-Brötchen oder im Herbst ein leckeres Blumenkohl-Curry mit Kokosmilch.

Gemäß der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) wird jeder Jahreszeit eines der fünf Elemente zugeordnet:

Frühling = Holz

Frühsommer = Feuer

Spätsommer = Erde

Herbst = Metall

Winter = Wasser

Der Titel des Buchs deutet auf die Intention der Autorin: Es geht nicht nur um leckeres, gesundes Essen, sondern auch um die Erfahrung von Glück und Lebensfreude, zu dem eine bewusste und gute Ernährungsweise beitragen kann. Diese wird nur allzuoft vernachlässigt. „Wir wollen den Zusammenhang zwischen Essen und Gesundheit begreifen, ein Zusammenhang, der den Menschen im Fernen Osten seit Jahrtausenden bewusst ist“, so Obrist. 1992 kam sie im Kloster von Tian Tai Shan mit der Fünf-Elemente-Küche zum ersten Mal in Berührung. Die Mönche luden sie zu einem Essen ein, das fleischlos war. Sie beschäftigte sich mit dieser „anderen“ Art zu kochen, und interessierte sich für die chinesische Medizin, die Lebensmittel gezielt nach den Naturgesetzen einsetzt, um die Gesundheit zu stärken und zu erhalten.

Nach einer kurzen Einführung in die Fünf-Elemente-Theorie und Grundprinzipien der chinesischen Medizin folgen 40 Rezepte passend zu den Jahresabschnitten. Jedes einzelne Kapitel endet mit einer Analyse der Zutaten – zum Beispiel der Wirkungsbeschreibung von Brokkoli oder Kichererbsen. Im Anhang findet man dann abschließend einen Saison-Kalender sowie eine Tabelle, die diverse Lebensmittel den Elementen zuordnet.

Mein Fazit: Kochen im Kreislauf mit der Natur macht Appetit und das Buch überzeugt durch außergewöhnliche Rezepte und eine schöne Bebilderung. Es macht Lust auf gesunde Ernährung und ist nicht nur ein Tipp für Vegetarier.

Isabella M. Obrist: Glücksrezepte. Lebensfreude und Genuss nach den Fünf Elementen, Oktober 2017, Drachenhaus Verlag

 

Bo Sun: Finde dich selbst durch innere Kraft

Als Bo Sun von China nach Deutschland kam, waren seine Hoffnungen geprägt von Freiheit und Wohlstand in einem für ihn kulturell neuen Land. Doch Sprachschwierigkeiten, Leistungsdruck und Heimweh ersetzten den anfänglichen Optimismus. Sein seelisches Gleichgewicht war nicht mehr vorhanden. Er begann daher die Suche nach seinem eigenen Selbst und seinen Wurzeln. In seinem Buch „Finde dich selbst durch innere Kraft“  hat der Experte der chinesischen Medizin seine Gedanken zusammengefasst und lädt seine Leserschaft ein zu einer philosophischen Reise.

 

Viele Menschen kommen in die Situation, sich zu fragen, worin der Sinn des Lebens liegt und wie sie Hindernisse, Herausforderungen und Krisen im Leben bewältigen sollen. All jene will Bo Sun mit seinem Buch ansprechen und begleiten, Harmonie und Zufriedenheit zurückzugewinnen.  In 100 Lebensweisheiten erklärt der Autor seine Erkenntnisse auf dem Weg zu mehr Glück und Lebensfreude. So plädiert er beispielsweise für wahre Freundschaft. Liebe, Verständnis und ein klares Herz:

Unser Herz bleibt meistens in Dunkelheit und macht
unseren Körper schwer. Das passiert, weil wir zu hohe Ansprüche
haben, zu viel erwarten, verlangen und wünschen. Diese Wünsche
sollten wir gar nicht erst annehmen, da wir die Dinge nicht
wirklich brauchen. Außerdem machen sie unser Herz schwer,
dunkel und unklar. Wir müssen lernen, so einfach wie möglich zu
leben und uns gut überlegen, was wir brauchen und was nicht.

Das Buch wird durch kunstvolle Kalligrafien seines Vaters Hai Yun Sun ergänzt. Ein liebevoll gestaltetes, sehr persönliches Werk, das zum Nachdenken anregt und vielleicht auch nicht nur ein Geschenk an sich selbst ist, sondern auch für andere.

Bo Sun: „Finde dich selbst durch innere Kraft, Sun Verlag 2015, 168 Seiten

http://www.sun-verlag.de/buecher/#!

Workshop von Meister Zhuang JianShen in Wien

ZHUANG JianShen und Awai CheungDie Taiji Schule Bai in Wien hat Meister Zhuang JianShen eingeladen, die 18fache Methode des Lian Gong Shi Ba Fa zu unterrichten. Awai Cheung (rechts im Bild) hatte Gelegenheit, ihn zu treffen.

Meister Zhuang JianShen ist der Sohn von Zhuang Yuanming, der Begründer der „18fachen Übungsmethodik“ und renommierter chinesischer Orthopäde. 2009 wurde dessen Methodik als „Immaterielles Kulturerbe-Schutz-Projekt“ in Shanghai aufgenommen. Zhuangs Patienten litten insbesondere unter Hals-und Schulter- und Kreuzschmerzen. Außerdem entwickelte er eine „Tuina-Plus-Übung-Therapie“, die seine Patienten auch zu Hause ausüben konnten. Dies führte zu einer Reihe von effektiven Übungen, die im Gesundheitswesen angewendet werden.

ZHUANG JianShen und Awai CheungJianShen führt nun die Tradition seines Vaters fort und ist Präsident und Cheftrainer von Shanghai Gesellschaft für 18fache Übungsmethodik. Er übernahm und erweiterte viele Forschungsprojekte und vermittelt sein Wissen heutzutage auch in Übersee.

Qigong-Experte Awai Cheung traf Zhuang JianShen nun kürzlich bei einem Workshop in Österreich. „Als ich vor einigen Jahren in Shanghai beruflich unterwegs war, lehrte Meister Zhuang gerade in Europa. Umso mehr habe ich mich jetzt darüber gefreut, ihn in Wien zu treffen und mit ihm gemeinsam zu üben. Es war eine großartige Begegnung, die von Harmonie und positiver Energie geprägt war. Er ist nicht nur ein Meister seines Fachs, sondern auch eine Persönlichkeit mit besonderer Ausstrahlung und Authentizität“, so Awai Cheung.

Vortrag Haemin Sunim: „Buddha nature is within us“

Urania Berlin und Haemin SunimEntspannung durch Entschleunigung – das Leben mit Achtsamkeit erleben. Der Koreaner und buddhistischer Mönch Haemin Sunim vermittelt die Weisheiten des Zen auf ganz praktische Weise seinen Mitmenschen mit guten Ratschlägen und Analysen der indivuellen Lebenssituationen. Dabei hat er – ganz modern und aufgeschlossen – die sozialen Medien genutzt, um in Kontakt mit anderen zu treten. Er selbst war überrascht, wie viele Menschen ihm ihre persönlichen Probleme offenbarten und nach Lösungsvorschlägen fragten. Heute tourt er durch Deutschland und Österreich, stellt seine Thesen vor und beantwortet die Fragen des Publikums wie beispielsweise in der Berliner Urania. Ich war gestern live dabei.

Bescheiden und die Hände übereinander gelegt sitzt Haemin Sunim auf dem ungepolsterten Stuhl auf der Bühne. Neben ihm der Leiter des Scorpio Verlages Michael Görden, der als Übersetzer fungiert. Es braucht nicht viel – keine Präsentation, keine Bilder, kaum Musik, damit das Publikum aufmerksam bleibt. Haemin erzählt davon, wie man die Buddha Natur erreichen kann. Wesentliche Aspekte sind Achtsamkeit, Entspannung, Verbundenheit mit Menschen und Objekten, die uns positiv überraschen und für einen Moment staunen lassen, wie z.B. ein Sonnenuntergang. Plötzlich bleibt man stehen und ist völlig in der Gegenwart. Fokussiert auf den Moment. „My mind becomes Buddha mind. My mind is relaxed and connected“, sagt Haemin. Die „Buddha-Natur“ habe man bereits, ergänzt er, jeder trage sie bei sich, man verliert sie nicht. Der Weg der Erleuchtung sei demnach nicht am Ende einer Strecke. Es ist eher der Weg nach innen. „Buddha mind is within us.“ Nach seiner Auffassung, ist jenes, das wir erwachen lassen wollen, unsere „true nature“, die wir bereits in uns haben.

Wie kann man die Buddha-Natur erfahren? Wie wird man glücklich? Wie erlernt man Gelassenheit? Beispielsweise mit Dankbarkeit, Mitgefühl, Liebe, Freude, einer neuen positiven Einstellung gegenüber den Dingen und vor allem Langsamkeit. Beispielsweise beim Essen, das man genießen kann, wenn man sich darauf konzentriert. „The attention to the activity makes us happy, not the activity.“ Für Entspannung sorgt auch Humor. Diesen zeigt er immer wieder durch kleine Anekdoten und durch Zen-Witze. Selbstverständlich lässt er auch kurze Übungen zur Achtsamkeit in seinen Vortrag einfließen. Atemübungen, Mantras (ähnlich dem autogenen Training im Westen), die positive Energien verströmen sollen. Das Publikum macht mit und die Ruhe und positive Energie überlagert den Saal.

Im zweiten Teil beantwortet er Fragen aus dem Publikum. Er überlegt eine Weile, findet weise Antworten, die plausibel sind und zum Nachdenken anregen. Wichtig sei es, seinen „mind“ zu ändern, Wut kann man umlenken durch kreative Aktivitäten wie Tanzen oder Singen. Für Probleme muss man Lösungen finden. Kann man die Stuation ändern? Wenn nicht, dann ändere deine Einstellung. Es funktioniert. Seine Gestik ist reduziert, nur einmal holt er weit mit den Armen aus. Er überzeugt durch seine klugen, einfachen Worte, seine Ausstrahlung und Gelassenheit. Was ihn auszeichnet, ist eine Leichtigkeit in seinen Worten, die in ihrer Einfachheit und Klarheit eine Tiefe vermitteln, ohne belehrend zu sein. Haemin spricht wie ein guter Freund, den man um Rat fragt. Der Abend war kurzweilig und aufschlussreich. Ich mache mich mit einem guten Gefühl auf den Weg und der Erkenntnis, dass ich ihn stets bei mir habe – den inneren Buddha.

Wer Haemin Sunim in Berlin verpasst hat, kann ihn noch am 11. Oktober 2017 um 19 Uhr im Dussmann Kulturkaufhaus sehen. Der Eintritt ist frei.

Demnächst folgt noch eine Rezension des Buchs „Die schönen Dinge siehst du nur, wenn du langsam gehst“ von Haemin Sunim.

Vortrag Urania Berlin 28.09. 2017: Die schönen Dinge siehst du nur, wenn du langsam gehst

Stress und Hektik sind bei vielen Berufstätigen an der Tagesordnung. Schnelligkeit, präzises Arbeiten und dabei immer den Erfolg vor Augen – wie kann man trotzallem auch mal innehalten und den mentalen Stopp-Button drücken? Der Südkoreaner Professor Haemin Sunim ist  Meditations- und Zen-Lehrer in New York und widmet sich genau dieser Problematik.

Sunims Weg für ein gelassenes Leben liegt in der Betonung der Achtsamkeit und der Fokussierung auf das Wesentliche wie Glück, Zufriedenheit, Ausgeglichenheit und Ruhe. Der Mönch vermittelt auf poetische Weise die Aspekte des Buddhismus und des Zen, die sinnvoll in den westlichen Liefestyle integriert werden können, um den Alltagssituationen mit mehr Lebensfreue zu begegnen. Mit seinen asiatische Wurzeln und seinen Erfahrungen in den USA führt er so die unterschiedlichen Lebenswelten zusammen. Ein besonderes Highlight: Haemin Sunim hat mit dem amerikanischen Schauspieler Richard Gere, der bekennender Buddhist ist, ein interessantes Interview zum Buddhismus geführt.

Haemin Sunim, © Jo Sehyen

Am 28. September 2017 ist Sunim live in der Berliner Urania bei seiner Buchvorstellung mit dem Titel „Die schönen Dinge siehst du nur, wenn du langsam gehst“ (Scorpio Verlag) zu erleben. Der Vortrag findet in englischer Sprache mit Übersetzung statt.

Tickets und weitere Informationen  unter:

http://www.urania.de/die-schoenen-dinge-siehst-du-nur-wenn-du-langsam-gehst

http://scorpio-verlag.de/Buecher/259/DieschnenDingesiehstdunurwenndulangsamgehst.html

„Best of Hong Kong Film“ in Berlin vom 17.-31. August

Babylon Berlin Best of Hong Kong FilmHongkongs Filmindustrie bietet mehr als Martial-Arts-Blockbuster: Das Spektrum chinesischer Kinokunst reicht von Arthouse bis Action. Vom 17.-31. August zeigt nun das Kino Babylon in Berlin knapp 40 Hongkong-Filme aus fünf Jahrzehnten – ein Festival unter dem Motto „Best of Hong Kong Film“.

Sie waren und sind die Helden der Kinoleinwand: Kungfu-Legende Bruce Lee, der Schauspieler, Philosoph und Filmproduzent war,  Jackie Chan, der auf Kantonesisch Sing Lung genannt wird und seit 1994 auch in zahlreichen westlichen Produktionen mitgewirkt hat wie Rumble in the Bronx, Shanghai Noon. Ich selbst bin Fan von ihm, Andy Lau, Chow-Yun-Fat und Sammo Hung und habe natürlich so manchen Martial-Arts-Film gesehen, die ersten mit Bruce Lee.

Das Babylon hat für sein Festival eine bunte Mischung an Action-, Romantik- und Arthouse-Filmen ausgewählt. Cineasten können zwei Wochen lang Produktionen mit asiatischem Flair im Original sehen. Dabei stehen sowohl echte Klassiker als auch neuere Produktionen auf dem Spielplan wie zum Beispiel Drunken Master (1978) und Police Story (1985) mit Jackie Chan, Die Todeskralle schlägt wieder zu (1972) mit Bruce Lee oder The Grandmaster (2013)  und In the mood of love (2000) von Star-Regisseur Wong-Kar-Wai. Alle Filme werden mit – teils englischen – Untertiteln gezeigt. Das Festival im Babylon in Berlin-Mitte verspricht also Kinospaß sowohl für Nostalgiker als auch für Neuentdecker alter und moderner Hongkong-Filme.

Das vollständige Kinoprogramm des Babylon findet ihr unter: http://www.babylonberlin.de/hongkongfilm.htm#FILMLISTE_ALPHABETISCH

Buchtipp: Das TCM-Kochbuch – gesunde Ernährung nach den Fünf Elementen

TCM-KochbuchWer sich nach der Theorie der Fünf Elemente ernährt, bleibt länger gesund, schlank und fit bis ins hohe Alter. Davon überzeugt sind Bo Sun, der chinesische Medizin studiert hat, und Theresia Wilhelms, die in ihrem „TCM-Kochbuch“ Rezepte für ein gesundes und langes Leben vorstellen.

Gemäß der Traditonellen Chinesischen Medizin (TCM) wirken Nahrungsmittel wie „Medizin“: Sie verleihen Energie, beeinflussen das Immunsystem und können sogar gezielt eingesetzt Krankheiten vorbeugen. Das TCM-Kochbuch ist ein gutes Einsteiger-Kochbuch, das die Fünf-Elemente-Küche auf verständliche Weise erklärt und Lust auf gesunde Kost macht. Ergänzt werden die Rezepte mit einer kurzen Einführung in die Ernährungslehre, einer Erklärung der Organuhr und einer hilfreichen Lebensmitteltabelle.  Mit Bo Sun habe ich über sein Konzept einer gesunden Ernährung gesprochen.

Lachende Buddhas, Löwenzahn-Maultaschen

Das TCM-Kochbuch vereint kulinarische Spezialitäten vom Mungbohnen-Pfannkuchen über gedämpfte Löwenzahn-Maultaschen bis zu Energiesuppen und nahrhaften Powerdrinks wie dem sommerlichen TCM-Cocktail ohne Alkohol. Die verwendeten Zutaten werden jeweils einem der Fünf Elemente – Erde, Metall, Wasser, Holz und Feuer – zugeordnet. Was ist das Besondere an der Fünf-Elemente-Ernährung?

Die Zutaten werden nach Energie, Aroma, den fünf Geschmäckern sowie den Jahreszeiten zusammengestellt und zubereitet. Das macht die Speisen ausgewogen, wohltuend und sehr bekömmlich. Die Rezepte sind klar strukturiert und die Balance zwischen gesundem Essen und kulinarischem Schlemmen gehen Hand in Hand. Energie aufzubauen und zu erhalten ist das Ziel einer ganzheitlichen Ernährung nach den fünf Elementen. Die Ernährung ist neben der Atmung die wichtigste Energiequelle, um unsere angeborene Lebensenergie zu pflegen und zu schützen. Das TCM-Kochbuch enthält auch viele vegetarische und vegane Rezepte. Mit der umfangreichen Tabelle zum Nachschlagen über die Wirkungsweise und Eigenschaften vieler Nahrungsmittel bereichert das TCM-Kochbuch jede gesunde Küche.

Sie empfehlen, den Speiseplan nach der jeweiligen Jahreszeit auszurichten. Was sollte man beispielsweise im Sommer oder Winter essen?

Der Gurkensalat mit Glasnudeln erfrischt bei Sommerhitze und stärkt das Yin, und die scharfsaure

Gurkensalat mit Glasnudeln auf Omlett

Gemüsesuppe wärmt bei winterlicher Kälte, stärkt Nieren und Yang. Jedes Rezept schließt mit einer Beschreibung seiner Wirkung ab.

Sie verwenden asiatische Zutaten, aber auch westliche wie Müsli, Spaghetti oder Joghurt. Alle Rezepte haben Sie selbst zusammengestellt und erprobt. Welches ist Ihr Lieblingsgericht?

Mein Lieblingsgericht ist die leckere Klößchensuppe aus Dinkel- und Buchweizenflocken, abgeschmeckt mit frischem Ingwer und Anis. Aber auch die Pfannkuchen mit Möhren-Zucchini-Füllung mit Zimt aromatisiert und der gedämpfte Fisch an der Hirse-Reis-Mischung sind meine Favoriten.

Zu den Autoren: Bo Sun absolvierte das Studium der chinesischen Medizin und lernte den Beruf des Kochs. Theresia Wilhelms ist Heilpraktikerin und studierte in Deutschland und China chinesische Medizin mit Puls- und Zungendiagnose, Akupunktur und Ernährungslehre.

Fotos: Sun Verlag

Bo Sun / Theresia Wilhelms: Das TCM-Kochbuch, Sun Verlag, 2017, 4. Auflage, 168 Seiten

www.sun-verlag.de