Ratgeber für Gelassenheit: Das Lotusblütenprinzip

„Das Lotusblütenprinzip“ von Thomas Augspurger ist ein Ratgeberbuch für gestresste Berufstätige, die Lösungsstrategien für mehr Gelassenheit suchen und den Ärger im Büro so gering halten wollen wie möglich. Dabei soll das Prinzip der Lotusblüte helfen: Ärger abperlen lassen, aber auch Wichtiges aufnehmen.

Der Titel des Buches mag manchen Leser in die Irre führen. Nein, es geht nicht um einen auf asiatische Methoden aufbauenden Gelassenheitsratgeber, sondern um ein Kompendium an wissenschaftlichen Erkenntnissen der westlichen Welt, die das Lotusblütenprinzip als Ausgangpunkt für verschiedene mentalen und rhetorische Methoden ansetzt. Wie bei der Lotuspflanze sollen gute externe Einflüsse zum (beruflichen Überleben) durchgelassen und aufgenommen werden – schädliche Informationen hingegen sollen „abperlen“ wie auf der Oberfläche eines grünen Lotusblatts.

Der Leser erfährt nicht nur verschiedene Lösungen für Konfliktsituationen, sondern auch wie (Meta-)Kommunikation funktioniert, wie man gelassen verhandelt, Zeitfallen analysiert und sogar wie ein gelassener Umgang in Beziehungen gelingen kann. Wichtig sei es beispielsweise, Emotionen zu äußern, aktiv zuzuhören und zu überdenken, ob eine Konfontration überhaupt sinnvoll ist oder nur noch mehr Ärger hervorruft. Eventuell ist Zurückhaltung angebracht und ein Kompromiss „zieldienlicher“.

Der Autor erläutert seine Methoden mit vielen Beispielen, die jeder mit Sicherheit schon einmal im eigenen Büro selbst erfahren oder zumindest beobachtet hat. Ein im flüssigen Schreibstil verfasstes Buch, das für den Alltag einige nützliche Hinweise bietet.

Das Lotusblütenprinzip. Gelassenheit im Job durch den Abperl-Effekt, Haufe-Lexware, 2010, 2. Auflage, 192 Seiten

6 Linktipps: Kantonesisch lernen auf Youtube

Wer mehr über die kantonesische Sprache erfahren will, findet auf Youtube ein Sammelsurium an interessanten (aber zumeist englischsprachigen) Videos – von witzig aufbereiteten Sprachkursen  bis hin zu kleinen Infotainmentshows. Einige interessante Kanäle bzw. Videos möchte ich Euch heute vorstellen. Viel Spaß beim Lernen!

1. Learn Cantonese with CantoneseClass101.com
CantoneseClass101.com ist ein Kanal, der kostenlose Lernvideos im Abo anbietet. Die Kurztutorials kann man sich aber auch einfach auf Youtube anschauen. Zum Beispiel stellt Olivia jede Woche ein neues Thema vor und erklärt neue Vokabeln mit einfachen, alltagstauglichen Sätzen.

Weekly Cantonese Words with Olivia – Hobbies
https://www.youtube.com/watch?v=GJ5BNZuiV8I

Learn the Top 25 Must-Know Cantonese Phrases!
https://www.youtube.com/watch?v=rnq5LStlZPE

Eine weitere Reihe stellt Begriffe zu bestimmten Themen mit Bildern vor. Bild sehen, Vokabel hören und nachsprechen. Ganz nach dem chinesischen Sprichwort: Einmal sehen ist besser als tausendmal hören. Probiert es aus!

Learn Cantonese with Pictures – Get your fruits!
https://www.youtube.com/watch?v=b9qEgM_dCGA

2. Carlos Douh

Carlos lebt in Hongkong und bringt den Usern die kantonesische Umgangssprache mit schauspielerischen Einlagen und Erklärungen bei. Zusätzlich gibt es englische Untertitel.
https://www.youtube.com/user/carlosdouh

3. LearnCantoneseFast
LearnCantonesefast wird von freehongkong.net angeboten. Ein Sprecher erklärt am Monitor ausführlich die Aussprache und Grammatik.
https://www.youtube.com/watch?v=mUr6t3qKF7k

4. Off The Great Wall
In einem Video werden die Unterschiede zwischen Mandarin und Kantonesisch erklärt.
https://www.youtube.com/watch?v=e73btaVo868

In einem anderen Video geht es  um Cantonese Slang.
https://www.youtube.com/watch?v=GcRzyTLjVoY

5. The WingShantsui Channel

Cantonese Words That Are Actually English
https://www.youtube.com/watch?v=b1fc7NXdZ7g

6. Young Post

Können Chinesen Ausländer, die Kantonesisch sprechen, verstehen? Hier ein lustiges Video zu dieser Frage.
Say what now? Cantonese speakers guess what English speakers are saying in Cantonese
https://www.youtube.com/watch?v=qb5uW5kotNQ

Buchtipp für Manager: Die China-Strategie – Erfolgreiches Networking im Reich der Mitte

China-Strategie, be.braWer mit chinesischen Unternehmen erfolgreich Geschäfte abschließen will, muss nicht nur die wirtschaftlichen Aspekte im Blick haben, sondern auch die kulturellen Gepflogen- und Eigenheiten der Chinesen kennen. Wodurch zeichnet sich das Business in China aus? Wie ticken chinesische Geschäftspartner? Wie funktioniert Networking im Reich der Mitte und wie vermeidet man, in berufliche Fettnäpfchen zu treten? Professorin Yu Zhang, Unternehmerin und Beraterin, beschreibt die Grundlagen der chinesischen Network-Philosophie in ihrem Buch Die China-Strategie – Erfolgreiches Networking im Reich der Mitte.

Bei Besuchen, Verhandlungen oder Geschäftsessen mit Chinesen kann es bei westlichen Geschäftsleuten zu Irritationen und Missverständnissen kommen, wenn ein Verständnis für die asiatische Mentalität gänzlich fehlt. Um den Zugang zu dieser zu vereinfachen, hat Yu Zhang die wichtigsten Tipps zusammengefasst und in einer Art Handbuch erläutert, wie man bessere Geschäftsbeziehungen zu chinesischen Kunden, Partnern und Mitarbeitern pflegt und sich ein berufliches Netzwerk aufbaut.

Chinesen besser verstehen

Das erste Kapitel gibt Aufschluss über die „Basics“  von China: von Zahlen und Fakten und den aktuellen Wirtschaftstrends über die drei Lehren Konfuzianismus, Buddhismus und Daoismus bis hin zu chinesischen Feiertagen und Trinksprüchen. Chinesen, insbesondere die junge Generation, zeigen sich zunehmend selbstbewusster gegenüber dem Westen, sind technologievernarrt und kopieren auch den westlichen Lifestyle mit Luxusartikeln aus dem Westen. Chinesische private Unternehmer sind angesehen und gelten mittlerweile als Motor für den wirtschaftlichen Erfolg. Bezeichnender Weise hat sich die Abschiedsfloske bei Besuchen von chinesischen Gästen geändert. So heißt es nicht mehr „Vielen Dank, dass wir von Ihnen lernen durften“, sondern „Vielen Dank, dass wir uns austauschen konnten“, wie Zhang erläutert. Doch nicht nur deutsche Unternehmer knüpfen Beziehungen nach China, auch chinesische Manager zieht es nach Europa, um zu investieren, Zugang zu modernen Technologien aus dem Westen zu erhalten und neue Märkte zu erschließen.

Networking in China: Business-Knigge

Chinesische Verhaltensweisen und Networking unterscheiden sich grundlegend von denen der westlichen Kultur. Die Autorin verweist auf eine Managementkultur, die geprägt ist durch die traditionellen gesellschaftlichen und kulturellen Voraussetzungen. Hierarchische Strukturen sind bestimmend – der Arbeiter befolgt die Anweisungen des Vorgesetzten ohne Wenn und Aber. Hier spielt der Einfluss des Konfuzianismus eine Rolle. Darüber hinaus ist Pragmatismus wichtig, wichtiger als eine rigide Planung. So sind Chinesen oft flexibler bei der Lösungsfindung und schlagen auch gerne ohne Absprache plötzlich eine andere Richtung ein, wenn es mehr Erfolg verspricht. Das „Gesicht wahren“ und „Gesicht geben“ ist ein weiterer Aspekt, der für das berufliche Miteinander entscheidend ist. Die Autorin empfiehlt, andere zu loben, nicht mit eigenen Triumpfen anzugeben und Kritik nur im Einzelgespräch zu äußern, damit der andere nicht sein Gesicht verliert. Harmonie statt Konfrontation heißt das Gebot – selbtstverständlich auch im Business.

Besonders wichtig ist für chinesische Geschäftsleute die zwischenmenschliche Beziehung – anders als im Westen ist die Verknüpfung von Beruf und Privatem, das Vitamin-B, die persönliche Empfehlung durch Freunde und einflussreiche Personen ein entscheidendes Mittel für den beruflichen Erfolg – sei es auch nur für die Erlangung eines Praktikumsplatzes. Durch das Beziehungsgeflecht wird ein Netz aufgebaut, das gepflegt werden muss, um beispielsweise spätere Entscheidungen für Kooperationen, Geschäftsabschlüsse, Jobs o.ä. in der Zukunft positiv zu beeinflussen und durch das Investieren in Freundlichkeiten und gegenseitige Unterstützung späteren Nutzen zu ziehen.

Praktische Beispiele

So kann es nicht schaden, zu wissen, dass man nach dem Geschäftsessen gemeinsam eine Karaokebar aufsucht oder zur Fußmassage geht oder dass man asiatische Gäste nicht mit seinem bescheidenen Privatauto selbst abholen sollte, wenn man als Führungskraft eine hohe Position einnimmt und als solche auch wahrgenommen werden möchte. Auffällig ist, dass sich chinesische Firmen gerne in Imagebroschüren überschwänglich darstellen und sich Manager gern mit hohen Politikern ablichten lassen. Hier gilt, Protzen ist erlaubt!

Who is Who der VIP-Chinesen

Im Anhang findet der Leser eine Auflistung der 100 wichtigsten Persönlichkeiten in Chinas Wirtschaft, Politik und Kultur, die teilweise auch hierzulande bekannt sind wie der Pianist Lang Lang oder der Künstler Ai Weiwei. Mittlerweile ist Hu Jintao nicht mehr Staatspräsident, sondern Xi Jinping, der im Buch als Nachfolger bereits benannt ist.

„Die China-Strategie“ ist ein interessant zusammengestellter Leitfaden durch die Business-Mentalität in China. Das Buch ist leicht verständlich geschrieben und mit vielen chinesischen Sprichwörtern und Beispielen aus dem Berufsalltag, die häufig auftretende Verständnisprobleme aufzeigen und diese erklären. Lesenswert für Manager und alle China-Interessierten, die mehr über den chinesischen Business-Knigge erfahren wollen.

Yu Zhang: Die China-Strategie. Erfolgreiches Networking im Reich der Mitte, be.bra verlag 2012, 192 Seiten

Yu ZhangDie Autorin Yu Zhang wurde in der südchinesischen Provinzhauptstadt Nanchang geboren und wuchs in China auf. Sie gründete ihre eigene Firma China Communications Consulting. Seit Anfang der 1990er Jahre lebt sie in Berlin.

 

Buchtipps: Qigong als Heilmethode

Qigong ist nicht nur gymnastische Bewegungsübung, sondern beinhaltet auch einen medizinischen Aspekt. Denn als Heilmethode ist es eine Alternative oder Ergänzung zur westlichen Medizin. Bereits im ältesten medizinischen Lehrbuch, dem Huang Di Nei Jing (Klassiker des Gelben Kaisers zur Inneren Medizin), werden Qigong-Übungen vorgestellt, die der Gesundheitspflege dienen. Qigong vereint Bewegungsübungen, Atmung und Meditation – Übungen, die die Lebensenergie Qi stärken, regulieren, harmonisieren. Zwei Bücher zum Thema Qigong als Heimethode möchte ich im Folgenden vorstellen.

Tao_Selbstheilung_CoverDr. med. Josephine Zöller beschreibt in ihrem Buch „Das Tao der SelbstheilungQi als Naturkraft, die empirisch erfahrbar sei und ohne die Leben nicht sein könne. Qi zu definieren, ist nicht einfach. Denn Qi ist mehr als Lebensenergie. Es wird auch übersetzt als Atem, Dampf, universelle Kraft. Laut Laotse ist Qi „Materie, die man nicht sieht, wie auch Luft Materie ist, die man nicht sieht.“ Ohne Qi gibt es kein Leben, keine Bewegung, kein Wachstum. Skeptikern hält Zöller entgegen, dass auch Gravitation oder das menschliche Bewusstsein nicht sichtbar seien und ihr Wesen wissenschaftlich nicht erfassbar wäre. Hierin würden sich die Denkmodelle der westlich-naturwissenschaftlichen und der fernöstlichen Gesellschaften massiv unterscheiden. Die Autorin erklärt in einer kurzen Einführung die theoretischen Grundlagen des Qigong, die Bedeutung des Qi, den Bezug zur Tageszeit, die Meridiane (Energieleitbahnen im Körper) und den kleinen  und großen Energiekreislauf, die drei Dantian (Regenerationsorte bzw. Sammelpunkte des Qi). Zöller unterscheidet zudem die verschiedenen Arten des Atmens. Die natürliche Atmung erfolge „rund, weich, langsam und tief“  und außschließlich durch die Nase. Bei der Qi-Atmung wird durch die Nase ein- und durch den Mund ausgeatmet. Beim sogenannten Windatmen zieht man die Luft in zwei bis drei Luftzügen ein und atmet anschließend mit  tiefer Absenkung der Bauchdecke wieder aus. Schwerpunkt des Buches sind die traditonell überlieferten Qigong-Übungen, die systematisch aufbereitet und gut illustriert sind.

Die Übungen, die im Stehen oder Liegen oder im Gehen praktiziert werden, sind bekannte Formen wie „den Himmel stützen, die Erde stemmen“ oder „mit Pfeil und Bogen schießen“, aber auch Meditationen wie „der Tiger reckt sich“  oder „das Qi durch das Jadekissen lenken“. Zudem gibt sie Tipps für Massagen von Akupressurpunkten beispielsweise zur Linderung von Kreuz- und Rückenschmerzen oder Kopfschmerzen. Die vorgestellten Übungen umfassen im Wesentlichen das in der chinesischen Heilkunst praktizierte weiche Qigong. Das Buch von Zöller bietet eine übersichtliche Darstellung der Thematik. Die Übungen sind geeignet für Qigong-Anfänger und Fortgeschrittene. Insgesamt ein gutes Einführungsbuch in die Praxis des Qigong.

Therapeutsches Qi Gong_CoverQigong als Therapie bei Krankheiten und als Mittel zur Regeneration ist auch Schwerpunkt des Buches „Therapeutisches Qi Gong“ von Alexandra Gusetti, Jumin Chen und Wolfgang Seiringer. In diesem Buch geht es um den therapeutischen Ansatz, den Prinzipien des Qigong von seinen Anfängen bis zur therapeutischen Arbeit und um die Komplexität des Heilwissens „hinter den Übungen“. Laut Gusetti soll es aber kein Lehrbuch der chinesischen Medizin sein. Die Übungen sind an Praktiker gerichtet, die aber meines Erachtens schon einen gewissen Hintergrund an Erfahrungen mitbringen sollten. Erläutert werden Bewegungsübungen, Meridianmeditationen und Massagen, auch im Bezug zu den Funktionskreisen Magen-Milz, Niere-Blase, Leber/Galle, Herz-Dünndarm, Lunge-Dickdarm. Symptome wie Müdigkeit, Blässe, Kurzatmigkeit deuten beispielsweise auf ein Herz-Qi-Mangel hin. Im therapeutischen Qigong muss das Herz-Qi durch Meditation und Bewegung ernährt und reguliert werden. Entsprechende Übungen sind nachzulesen. Meridiantafeln finiden sich zusätzich im Anhang.

Eine Besonderheit bietet ein philosophischer Ausflug der Autorin in die Naturwissenschaft: Im Kapitel zur kulturübergreifenden Betrachtung wagt sie die außergewöhnliche Verknüpfung von Qi und Quantenphysik. „Als Quantenlogik gilt: Liegt ein Zustand vor, so kann bei einer Überprüfung ein anderer erhalten werden. Es gilt nicht mehr Ja oder Nein.“ Diese quantenphysikalische Denkweise habe mehr mit dem Denk- und Wahrnehmungsmodell östlicher Kulturkreise zu tun als das Konzept der klassischen westlichen Naturwissenschaft. Es ist kein Einsteigerbuch, sondern eher ein Fachbuch mit wissenschaftllichem Schreibstil und wenig Bebilderung. Wer sich jedoch mit Qigong im Kontext chinesischer Medizin und Energetik intensiver beschäftigen will, kann das Buch von Gusetti als hilfreiches Nachschlagewerk nutzen. Beide Bücher sind im Bacopa Verlag erschienen.

Links:

Dr.  med. Josephine Zöller, Das Tao der Selbstheilung, Bacopa Verlag

Alexandra Gusetti, Therapeutisches Qi Gong, Bacopa Verlag

 

 

Ginseng – Heilmittel der Traditionellen Chinesischen Medizin

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Ginseng PulverRoter Ginseng soll die Lebensenergie (Qi) stärken und hilft vielleicht auch gegen meine Frühjahrsmüdgkeit, die mich seit Tagen plagt. Zeit für einen Selbstversuch. Ich übergieße das Ginseng-Pulver mit heißem Wasser und trinke das gelbliche (und nicht rötliche) Getränk. Das Ergebnis: Ich fühle mich tatsächlich weniger schlapp.

Wirkung von Ginseng

Ginseng ist eine Heilwurzel, die in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gegen viele gesundheitliche Beschwerden angewendet wird. Daher stammt wohl auch die lateinische Bezeichnung Panax (pànax, griechisch) , deren Bedeutung Allheilmittel ist. Ginseng soll laut TCM unter anderem das Immunsystem stärken, gegen Konzentrationsschwäche, Stresssymptome und Müdigkeit helfen und sogar dem Alterungsprozess entgegenwirken. In mehreren medizinischen Untersuchungen wurde die Wirksamkeit erforscht. In einem Laborversuch mit Mäusen und menschlichen Lungenzellen hemmte der rote Ginseng Entzündungen und verlangsamte das Wachstum von Grippeviren. 2006 und 2007 wurden Studien an Krebspatienten durchgeführt, die weniger an Müdigkeit litten und eine bessere Lebensqualität aufwiesen. Allerdings sind die westlichen Mediziner sich uneins über die Effekte der Pflanze. Ginseng könne bei Infektionskrankheiten und Konzentrationsschwäche positiv wirken, aber keine Effekte bei Diabetes oder Herzproblemen aufzeigen. Ginseng ist kein Wundermittel für alle Krankheiten, aber es kann zur Vorbeugung und Linderung bestimmter Krankheiten durchaus seinen Beitrag leisten. Es kommt hierbei aber auf die Dosierung und der Anwendung an, denn zu viel Ginseng kann laut Versuchen auch Kopfschmerzen oder Bluthochdruck erzeugen, gerade bei älteren Menschen.

Weißer und roter Ginseng – Was sind die Unterschiede?

Man unterscheidet weißen und roten Ginseng, wobei die rote Färbung auf eine Konservierungsmethode durch Wasserdampf mit anschließender Trocknung des ursprünglich weißen Ginseng zurückzuführen ist. Der rote Ginseng hat eine längere Anbauzeit von mindestens sechs Jahren (daher rühren auch die hohen Preise für das Gewächs), ist länger haltbar und gilt als hochwertiger, da er mehr Ginsenoside, mehr Mineralien, Spurenelemente und Vitamine als der weiße unbehandelte Ginseng enthält. Bis zu 85 % des Ginseng wird in China angebaut, der Rest in Korea oder Japan. Mittlerweile wird er auch in Deutschland angepflanzt.

Die Ginseng-Wurzel, die optisch wie eine menschliche Gestalt aussieht, lässt sich vielseitig verarbeiten: als Tee, Pulver, Kapseln, in Suppe, als Seife oder als Ginseng-Schnaps.

Links über Ginseng:
http://www.journals.elsevier.com/journal-of-ginseng-research/recent-articles
http://www.koreatimes.co.kr/www/news/world/2016/03/182_201063.html
http://www.medizin-transparent.at/ginseng-die-wurzel-geistiger-fitness
http://www.br.de/radio/bayern2/wissen/radiowissen/ginseng-heilwurzel-pflanzenheilkunde-100.html

Chinesische Hühnersuppe mit Heilkräutern

Chinesische SuppeChinesen lieben Suppen. Neben der Reissuppe, die ich Euch bereits in einem anderen Blogpost vorgestellt habe, möchte ich nun eine chinesische Hühnersuppe präsentieren, die mit verschiedenen Kräutern zubereitet ist. Ein Rezept meiner Mutter, die nach Gusto verschiedene Zutaten, die auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin Anwendung finden, zu einem köstlichen Mix zusammenstellt und dabei natürlich betont, dass alles wahnsinnig gesund sei.

Sie bereitete eine Hühnersuppe vor, die angereichert war mit Lotuskernen, Buchweizenschrot, Graupen, getrockneten roten Goji-Beeren, frischen Lilienzwiebeln (ansonsten kann man auch getrocknete verwenden) und weißen, rindenähnlichen Plättchen (gespr. Wei Saan – die deutsche Übersetzung habe ich hierfür leider nicht gefunden). Wasser hinzugeben und alle Zutaten aufkochen lassen. Anschließend bei niedriger Hitze zwei Stunden köcheln lassen. Der Geschmack der Suppe ist sehr eigen, schwer zu beschreiben, nicht süß, eher herzhaft. Die Brühe schmeckte durch die frischen Lilienzwiebeln besonders fein.

Außerdem gab es gebratene chinesische Stangenbohnen mit Hühnchen, was ich Euch auch nicht optisch vorenthalten möchte. Die grünen Bohnen, die an Bambusstangen hochgezogen werden, schmecken weniger süß als die deutschen Bohnen und haben einen etwas herberen Geschmack. Sie sind zudem extrem lang, wie das Foto unten beweist.

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Tipps für einen Kurztrip nach Peking

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Peking, auch bekannt als Beijing, ist eines der interessantesten Reiseziele in China mit vielen großartigen Highlights: ein Spaziergang auf der Chinesischen Mauer, die zum Schutz gegen die Mongolen aus dem Norden ab dem 7. Jahrhundert v. Chr. erbaut wurde, der obligate Besuch der Verbotenen Stadt und des Alten und Neuen Sommerpalastes, die Parks, Tempel und die traditionellen Pekinger Wohnviertel (Hutongs), wo es Gelegenheit gibt, sich eine original zubereitete Peking-Ente servieren zu lassen. Auf einem Hügel im Park hinter der Verbotenen Stadt befindet sich eine kleine Pagode mt einem goldenen Buddha – ein besonders reizvoller Aussichtspunkt, von dem man einen grandiosen Blick (auch bei Smog) über ganz Peking hat. Wer will, der kann sich am Abend die Abflaggung vor dem Regierungsgebäude anschauen.

Im Folgenden nun einige eindrucksvolle Impressionen von Miriam S., die vor einigen Tagen die Hauptstadt Chinas während eines Kurztrips erkundete, dabei zu einem spontanen Foto-Shooting mit einem kleinen Mädchen auf der Chinesischen Mauer eingeladen wurde, die kulinarischen Köstlichkeiten Pekings erlebte (und liebte) und mir freundlicherweise ihre Foto-Schnappschüsse für diesen Blogpost zur Verfügung stellte – herzlichen Dank dafür!

Der Platz des Himmlischen Friedens, die Straße zwischen dem Platz und dem Kaiserpalast und der Bürgersteig vor dem Kaiserpalast waren übrigens abgesperrt. Die Soldaten kamen aus dem Palast, liefen über die Straße auf den Platz und nahmen die Flagge ab. Diese wurde dann in den Palast getragen. Auf den Brücken vor dem Palast, in dem Fußgängertunnel und auf dem Platz des Himmlischen Friedens nahmen Wachsoldaten ihre Position ein. Der Platz des Himmlischen Friedens blieb dann bis zum nächsten Morgen abgesperrt. Dies wiederholte sich jeden Abend. Und abgesehen vom Smog war Miriam von Peking sehr begeistert.

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China auf der ITB Berlin 2016: Digitalisierung und Trends im China-Tourismus

Logo_itb_mit_claim_deutsch_jpgChina als Reisedestination und chinesischer Tourismus – spannende Themen rund um den Wachstumsmarkt China werden auf der ITB Berlin 2016 im Fokus stehen. Vom 9. bis 13. März präsentieren sich Aussteller aus über 180 Ländern und Regionen in den Hallen auf dem Berliner Messegelände, darunter auch aus China in den Hallen 25 und 26.

Im Rahmen des Kongressprogramms gibt es Vorträge und Podiumsdiskussionen zum Thema Digitalisierung und Tourismus sowie zu den aktuellen Entwicklungen im Chinatourismus. Am ersten Messeabend veranstaltet die ITB außerdem einen Networkingabend im Felix Club Restaurant: die ITB Chinese Night 2016.

China-Vorträge auf der ITB Berlin

Wie Baidu Moblie chinesische Reisende erreicht
9. März, 12.30 Uhr, Halle 6.1 eTravel Stage

Die Zukunft des China-Outgoing-Tourismus in Zeiten wirtschaftlicher Abkühlung
9. März, 14.30 Uhr, Halle 7.1a, Saal New York 1

Entwicklungen und Trends im China-Tourismus
9. März, 15.45 Uhr, Halle 7.1a, Saal New York 1

ITB CEO-Interview: Total digital?
10. März, 13.30 Uhr, Halle 7.1b, Saal London

Vom Wachstumsmarkt China profitieren
10. März, 15.30 Uhr, Halle 6.1, eTravel Lab

Wie Big Data und Mobile Technologien den chinesischen Reisemarkt verändern
11. März, 12.30 Uhr, Halle 6.1, eTravel Stage

In diesem Jahr feiert die ITB Berlin übrigens ihr 50-jähriges Jubiläum. Sie ist heute die führende Messe der initernationalen Reiseindustrie.

Weitere Infos auf www.itb-berlin.de