Gute Vorsätze mit chinesischen Weisheiten

Buddha im GrünenMit dem neuen Jahr verbinden viele Menschen gute Vorsätze, die sie mit aller Zuversicht und gutem Willen in die Tat umsetzen wollen. Wer sich alte chinesische Weisheiten anschaut, findet viel Kluges und Nützliches für den stressigen Lebensalltag. Es schadet daher nicht, sich den einen oder anderen weisen Spruch, der so aktuell wie eh  und je erscheint, für 2017 zu Herzen zu nehmen. Im Folgenden habe ich meine persönlichen Highlights für Euch zusammengestellt:

  1. Ist man in kleinen Dingen nicht geduldig, bringt man die großen Vorhaben zum Scheitern. (Konfuzius)

  2. Wer ständig glücklich sein möchte, muss sich oft verändern.  (Konfuzius)

  3. Es ist  nicht wichtig, wie langsam du gehst, sofern du nicht stehen bleibst. (Konfuzius)

  4. Zieh dich zurück, wenn die Arbeit getan ist. Das ist der Weg des Himmels. (Laotse)

  5. Mach größer, was klein ist, und vermehre das Wenige; tu Gutes dem, der dir ein Unrecht getan hat. Plane das Schwierige, solange es noch einfach ist. Tu das Große, solange es noch klein ist, denn die schwierigen Dinge auf der Welt fangen stets einfach an, und die großen Dinge fangen stets klein an. (Laotse)

  6. Ein Augenblick Geduld kann viel Unheil verhüten. (aus China)

  7. Das Leben meistert man lächelnd oder überhaupt nicht. (aus China)

  8. Über Vergangenes mach dir keine Sorgen, dem Kommenden wende dich zu.  (Tseng-Kuang)

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Ausflugstipp China in Berlin: Dampfbrot im „Garten des wiedergewonnenen Mondes“ in den Gärten der Welt

Teehaus Chinesischer Garten Gärten der Welt

Wo erlebt man China in Berlin? In der Kantstraße – und natürlich in den „Gärten der Welt“ am Berliner Stadtrand in Marzahn-Hellersdorf. Der „Garten deos wiedergewonnenen Mondes“ ist der größte Garten im chinesischen Baustil in ganz Europa. Am 1. Mai bin ich auf Entdeckungstour gegangen – in ferne Gartenwelten.

Vom Zoologischen Garten aus steige ich in die S 7 und fahre bis zur Station „Marzahn“. Anschließend geht es mit dem Bus 195 bis zur Haltestelle „Gärten der Welt“. Nach ungefähr einer Stunde komme ich an meinem Reiseziel an. Der Wettergott hat es heute wirklich gut gemeint – die Sonne scheint, trotz düsterer Wettervorhersagen für den Feiertag. Die Gärten der Welt sind eigentlich ein riesiges Parkgelände. Eine grüne Oase in der Großstadt, die das verspricht, was der Webeslogan auf dem Flyer vorgibt: Ferne Gartenwelten laden ein.

Wandelgang Chinesischer Garten Marzahn Berlin

Mich erwartet ein Kurztripp nach Fernost: Exotische Gartenanlagen, die nach originaler Handwerkskunst erbaut wurden, kein Disneyland oder Rummelpark. Hier findet man tatsächlich Entspannung und viel Grün. Keine Menschenmassen. Zumindest heute nicht.

Der Chinesische Garten als Symbol für die Einheit

Der „Chinesische Garten des wiedergewonnenen Mondes“ wurde am 15. Oktober 2000 als Zeichen der Städtepartnerschaft von Berlin und Peking eröffnet. Sein Name steht für die Freude über die wiedergewonnene Einheit Berlins – symbolisiert durch den Mond, der für die Chinesen harmonische Einigkeit bedeutet. Harmonisch ist auch die Gestaltung: eine aufeinander abgestimmte Komposition von Gebäuden, Steinen, Wasser und Gewächsen – typisch für chinesische Gartenkunst.

Steinerne Löwensttatue Chinesischer Garten Berlin-Marzahn

Steinlöwe am Eingang des Chinesischen Gartens

Am Eingang des Gelehrtengartens, der von Pekinger Spezialisten entworfen wurde, werde ich von zwei steinernen chinesischen Löwen begrüßt, die eine bewegliche Kugel im Maul tragen. Danach schlendere ich eine Allee von Bäumen entlang, deren rosa Blüten den Boden wie ein Teppich bedecken, bis ich zu einem kleinen Pavillon gelange.

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Chinesischer Pavillon

Chinesisches Teehaus mit Seeblick

Einige Meter entfernt liegt das rote Teehaus mit dem poetischen Namen „Berghaus zum Osmanthussaft“. Das Teehaus liegt direkt an dem 4.500 qm großen See und ist über eine Zickzack-Brücke zu erreichen. Da böse Geister nur geradeaus laufen können, kann man also in Ruhe eine der über 30 Teesorten genießen. Wer möchte, kann auch eine Teezeremonie buchen. Neben süßen Kleinigkeiten stehen auch „Dampfbrote“ (Baozi) mit Fleischklößchen oder vegetarischer Füllung auf der Speisenkarte.

Teehaus Chinesischer Garten Berlin

Teehaus „Berghaus zum Osmanthussaft“

Dampfbrot

Dampfbrot

 

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Torbogen Chinesisches Teehaus

Chinesischer Garten Pavillon des ruhigen Mondes Marzahn

Pavillon des ruhigen Mondes

 

kleiner Wasserfall

Wasserspiel

Gestärkt geht es dann weiter den Wandelgang entlang, zum Terrakotta-Krieger, zur Konfuziusstatue und schließlich zum großen Wasserfall.

 

Wandelgang

Wandelgang

 

Terrakotta-Krieger

Terrakotta-Krieger

Konfuziusstatue

Konfuziusstatue

Wasserfall

Großer Wasserfall

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Entlang des Sees spaziere ich zum Steinboot, das idyllisch am See direkt gegenüber dem Teehaus gelegen ist und als offizielle Außenstelle des Standesamtes von Marzahn-Hellersdorf seine Pforten öffnet. Wer jedoch keiner Hochzeitsgesellschaft angehört, dem bleiben die Türen leider verschlossen.

 

Chinesischer Garten Marzahn

Pagode und Steinboot

Standesamt Chinesischer Garten

Steinboot – Offizielle Außenstelle des Standesamtes von Marzahn-Hellersdorf

 

Steinboot groß

 

Pagode
Pagode

 

Im Frühjahr lohnt sich ein Besuch besonders:
Der Chinesische Garten fasziniert durch eine üppige Blütenpracht.

Wasserfall Chinesischer Garten Berlin-Marzahn-gärten der welt

Pfingstrose Chinesischer Garten Berlin

 

Pfingtsrosen

Pfingstrosen

Pfingsrosen weiß

rote Blätter

Die ca. 2,7 Hektar große Anlage des Chinesische Gartens hat mich beeindruckt. Der Garten ist ein harmonisches Refugium, das einem die Illusion bietet, fernab in China zu sein. Und sei es auch nur für ein paar Stunden.

Weitere Gärten laden ein

Neben dem Chinesischen Garten kann der Besucher auch weitere spektakuläre Gärten entdecken wie den Japanischen Garten, den Balinesischen Garten, den Koreanischen Garten, den Orientalischen Garten, den Italienischen Renaissancegarten und den 2011 eröffneten Christlichen Garten.  Das Gelände ist weitläufig, die verschiedenen Gärten liegen verstreut und sind miteinander über gepflegte Wege, Wiesen und farbenprächtige Blumeninseln miteinander verbunden. Vereinzelt gibt es Spielplätze für Kinder; für die Erwachsenen Sonnenliegen, Bänke und Gartenstühle zum Pausieren.

Für einen Besuch der Gärten sollte man ausreichend Zeit mitbringen, denn für den Aufenthalt sind mehrere Stunden notwendig – sofern man jeden Winkel entdecken will (ich war ca. 7 Stunden unterwegs). Gutes Schuhwerk ist bei einem Tagesbesuch ein absolutes Muss. Derzeit entsteht übrigens ein englischer Rosengarten mit einem typischen Cottage. Also ein guter Grund, um die Gärten der Welt erneut zu bereisen.

Der Chinesische Garten in den Gärten der Welt ist ganzjährig täglich ab 9 Uhr geöffnet.

Gärten der Welt
Eisenacher Str. 99
12685 Berlin
www.gaerten-der-welt.de

Mehr Infos: Chinesischer Garten in den Gärten der Welt

 

 

Konfuzius – Weisheitslehren für die moderne Berufswelt

Der chinesische Philosoph Konfuzius (551 – 479 v. Chr.) war nicht nur Lehrmeister seiner Zeit – seine Lehren wirken sogar bis in unsere Gegenwart hinein.

Mit seinen Weisheiten auf Grundlage seiner fünf Tugenden – Aufrichtigkeit, Rechtschaffenheit, Weisheit, Sittlichkeit und Liebe – liefert er uns viele inspirierende Gedanken und Ideen für die komplexe Arbeitswelt von heute. Seine Zitate sind selbst nach Jahrtausenden noch überraschend aktuell und sinnstiftend.

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Wer sich dem Stress der modernen Arbeitswelt entziehen will, findet in den Worten des großen Lehrmeisters wertvolle Ratschläge und Lebensweisheiten, um den alltäglichen Herausforderungen mit mehr Gelassenheit zu begegnen.

Hier eine kleine Auswahl der besten Sprüche von Konfuzius für den Berufsalltag:

„Wähle einen Beruf, den du liebst,
und du brauchst keinen Tag in
deinem Leben mehr zu arbeiten.“

„Die höchste Stufe menschlicher Bildung
ist die vollkommene Ausgeglichenheit der Seele
und der maßvolle Lebenswandel.“

„Fordere viel von dir selbst
und erwarte wenig von anderen.
So wird dir viel Ärger erspart bleiben.“

„Zu viel zu tun, ist nicht unbedingt besser, als zu wenig zu tun.“

„Über das Ziel hinausschießen ist ebenso schlimm, wie nicht ans Ziel kommen.

„Wer das Ziel kennt, kann entscheiden.
Wer entscheidet, findet Ruhe.
Wer Ruhe findet, ist sicher.
Wer sicher ist, kann überlegen.
Wer überlegt, kann verbessern.“

Konfuzius als Vorreiter des Neuromarketings

Konfuzius kannte noch nicht die Möglichkeiten der kundenorientierten Werbung – aber er beschreibt bereits vor Jahrtausenden die Grundlagen des Neuromarketings, das heute für die Kundengewinnung und Marktforschung eine bedeutende Rolle einnimmt. Das Neuromarketing basiert auf der These des „Multisensory Enhancement“, der multisensorischen Verstärkung.

Diese besagt, dass das Erinnerungsvermögen steigt, je mehr Sinne angeregt werden, beispielsweise durch Lesen, Hören oder Sehen. Das heißt: Je mehr Sinne aktiviert werden, desto größer ist die emotionale Aufnahme und damit auch das Erinnern an das Produkt oder die Dienstleistung.

Kurz gesagt: Über Emotion fängt man Kunden.

Konfuzius hat diese wissenschaftliche Erkenntnis bereits vor Jahrtausenden erkannt. In seinen Worten liest sich die multisensorische Verstärkung wie folgt:

“Sage es mir, und ich werde es vergessen.
Zeige es mir, und ich werde es vielleicht behalten.
Lass es mich tun, und ich werde es können.“

Die Erkenntnisse des Konfuzius lassen sich gut auf die moderne, hektische Berufs- und Arbeitswelt übertragen. Mehrere Autoren haben – mal mehr, mal weniger analytisch – diesen Aspekt in ihren Publikationen aufgegriffen und verarbeitet:

– Lothar Seiwert: Lass los und du bist Meister deiner Zeit: Mit Konfuzius entschleunigen und Lebensqualität gewinnen, 2013

– Dan Yu: Konfuzius im Herzen: Alte Weisheit für die moderne Welt, 2009

– Werner Schwanfelder: Konfuzius im Management: Werte und Weisheit im 21. Jahrhundert, 2006

– Ursula Gräfe: Konfuzius für Gestreßte, 2001

Wer sich jedoch intensiv mit den Lehren des Konfuzius beschäftigen will, sollte in jedem Fall die Übersetzungen der Originaltexte lesen, zum Beispiel jene von Richard Willhelm: Konfuzius „Gespräche“ (Lunyu).

Mehr Zitate von Konfuzius auch auf diesem Blog: https://chinakompass.wordpress.com/2013/04/06/wer-war-konfuzius/

Konfuzius: Weisheit über die Freude

China Bild

Gespräche des Konfuzius
38. Lunyu 1.1 (Kapitel Xue Er)

Konfuzius sprach:

“Wenn man das einmal Gelernte im richtigen Moment anwenden kann – macht das etwa keine Freude?

Wenn Freunde aus fernen Gegenden vorbeikommen – bereitet das etwa keine Freude?

Wenn die Menschen Deinen Wert nicht erkennen, Du aber nicht darüber erzürnst – bist Du dann nicht ein Edler?”

Wer war Konfuzius?

Konfuzius

Konfuzius (551-479 v. Chr.) zählt zu den bekanntesten Gelehrten des alten China. Seine philosophischen Beiträge sind uns vorrangig durch die „Gespräche“ (Lun Yü) erhalten geblieben, eine Sammlung von Texten, die von Schülern seiner Schüler im 4. Jh. v. Chr. zusammengetragen und aufgezeichnet wurden. Das Ziel von Konfuzius war es, die Ideale des vergangenen „Goldenen Zeitalters“ zum Vorbild zu nehmen und in die von Unruhen und dem Verfall der Sitten gekennzeichnete Gegenwart zu übertragen. Seine Lehre umfasste das Gebot der Menschlichkeit, das maßvolle Handeln und die Ahnenverehrung. Die fünf Tugenden des Konfuzianismus lauten Aufrichtigkeit, Rechtschaffenheit, Weisheit, Sittlichkeit und Liebe.

Weisheiten von Konfuzius:

„Der Mensch hat dreierlei Wege, klug zu handeln:
Erstens durch Nachdenken – das ist der edelste,
zweitens durch Nachahmen – das ist der leichteste,
und drittens durch Erfahrung – das ist der bitterste.“

„Es ist besser ein kleines Licht in der Dunkelheit anzuzünden, als sich über die Finsternis zu beklagen.“

„Wer Kraft seines Wesens herrscht, gleicht dem Nordstern. Er verweilt an seinem Ort, und alle Sterne umkreisen ihn.“

„Die Erfahrung ist wie eine Laterne im Rücken. Sie beleuchtet nur den Teil des Weges, der schon hinter uns liegt.“

„Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel.“

„Wenn du die Absicht hast, dich zu erneuern, tue es jeden Tag.“

„Der Weg ist das Ziel.“

China Kompass Landschaft