Frohe Festtage!

Frohe Weihnachten Merry ChristmasDas Jahr neigt sich dem Ende entgegen:
Einiges, das wir uns vorgenommen haben, ist in Erfüllung gegangen. Manches wird – so hoffen wir – im neuen Jahr gelingen.

„Wenn zehn Dinge getan werden müssen,
aber nur Zeit für sechs ist, wählt der weise Mensch die richtigen sechs aus und macht sich keine Sorgen über die vier,
auf die er verzichten musste.“ ~ Buddha

In diesem Sinne wünsche ich allen Followern und Bloglesern eine gute Portion Gelassenheit und Glück, frohe Festtage und ein erfolgreiches Jahr 2014!

Frohe Weihnachten – Sing daan faailohk!
Glückliches neues Jahr – San niehn faailohk!

Buchtipp: „Triffst Du Buddha an der Bar, gib ihm einen aus“

BuddhaNoch ein Buch zum Thema Buddhismus? Auf Empfehlung eines Kollegen habe ich das Buch „Triffst Du Buddha an der Bar, gib ihm einen aus. Dharma, Karma und das pralle Leben“ von Lodro Rinzler gelesen. Es ist anders. Schon der Titel hat mich neugierig gemacht. Hier nun meine Rezension.

Rinzler beschreibt seine eigene Interpretation des tibetischen Buddhismus auf anschauliche, lockere und verständliche Weise – und dies weitgehend ohne esoterische Überhöhung. Der Autor hat sein Buch als Einführung in den Buddhismus mit einem Augenzwinkern geschrieben, zuweilen humorvoll-flapsig („Unglaublicher-Hulk-Syndrom“), zuweilen mit Tiefgang. Aber ohne den erhobenen Zeigefinger.

Am Beispiel der vier mythischen tibetischen Tiere – Tiger, Schneelöwe, Garuda und Drache – analysiert er das menschliche Verhalten und gibt Ratschläge, wie die buddhistische Lebensart helfen kann, typische Alltagsprobleme im Privaten oder im Job zu überwinden. Zum Beispiel durch das Loslassen von Erwartungen.

Es geht um Menschlichkeit, Offenherzigkeit, Mitgefühl und Toleranz. Darum, die eigene Haltung zu überprüfen, vielleicht mal eine andere Sichtweise anzunehmen, sich selbst nicht immer so wichtig zu nehmen. Zu begreifen, dass die äußeren Umstände sich oft nicht beeinflussen lassen, aber die innere Haltung schon.

„Die Welt muss sich nicht ändern oder verändert werden, um heilig  zu sein. Sie ist bereits heilig…Doch es gibt eine Sache, die man ändern kann und sollte. Deine Sichtweise kannst du ändern.“ (S. 214)

Wenn  Buddha in eine Bar käme, würde es  zumindest der Höflichkeit geschuldet sein, ihm einen auszugeben – und sei es auch nur ein Glas mit frischem Wasser. Wo wir auch schon bei Rinzlers Metapher des Wassers angelangt wären. Ein Sinnbild, das einleuchtend ist, ohne mit dem Zaunpfahl der Erleuchtung zu winken. Laut Rinzler ähnelt kristallklares Wasser unserem natürlichen Zustand des Geistes.

„Es funkelt und ist durch keine Welle getrübt“, so Rinzler. Emotionen oder starke Gedanken, die er mit Schlamm vergleicht, trübten das Wasser. Wir rühren Gedanken hin und her und befassen uns unentwegt mit Sorgen oder der Frage „Was-wäre-wenn“. Unser Geist sei „verschlammt“. Wichtig sei es, wieder Ordnung und Ruhe einzubringen, um das Wasser zu klären. Hierbei helfe beispielsweise die Meditation, das Nicht-Denken und die Konzentration auf den eigenen Atem. Auch wenn es mit der Erleuchtung nicht auf Anhieb klappt, ist es auch nicht schlimm. That’s buddhism.

„Meditation ist ein Selbstfindungsprozess. Es sollte nicht das Ziel sein, einen Zustand der Vollkommenheit zu erreichen…Wir lernen vielmehr, das perfekte Wesen zu sein, das wir bereits sind.“ (S. 51ff.)

Ein weiteres Kapitel lautet „Eine Gesellschaft auf Grundlage eines offenen Herzens“. Mag übertrieben, idealistisch und ein wenig schwulstig klingen. Dennoch steckt in diesem Ansatz ein wahrer Kern. Es ist ein Plädoyer für ein menschlicheres Miteinander in der Gesellschaft, ein  Aufeinander-zu-gehen anstatt einer Anti-Haltung gegenüber anderen und anders Denkenden. Darüber hinaus geht es im Buch auch um Achtsamkeit – die einfachen Dinge des Lebens zu schätzen, den Moment wahrzunehmen und zu genießen.

Wer einen leichten, unterhaltsamen und nicht „Bier-ernsten“ Lektüreeinstieg für den Buddhismus sucht, sollte Rinzler lesen. Er richtet sich sprachlich in erster Linie an die jüngere Generation, eignet sich aber generell für alle Berufstätigen mit Interesse am Thema.

Am Ende sollte sich aber jeder Leser, der sich mit dem Buddhismus beschäftigt, der Erkenntnis bewusst sein: Buddha findest Du in keinem Buch – Buddha ist in dir.

Lodro Rinzler: Triffst Du Buddha an der Bar, gib ihm einen aus. Dharma, Karma und das pralle Leben, Aurum 2012, 224 Seiten, 18,95 €

Fundstück: die 4 erleuchteten Buddhas

Die Erleuchtung Buddhas wurde bei diesem Fundstück wortwörtlich genommen und erhält von mir einen Extrapunkt in Sachen Kreativität und Kuriosität! Wie Buddhas Meinung dazu wäre? Er wäre sicherlich tolerant gewesen.

Ich habe mich sehr über das Kerzen-Geschenk-Set gefreut, aber irgend etwas sträubt sich in mir, Buddhas Kopf anzuzünden.

Meine Erleuchtung muss daher leider noch warten.

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Vesakhfest – Feiertag der Buddhisten

Das Vesahk-Fest ist der wichtigste Feiertag der Buddhisten. Es erinnert an den Geburtstag, die Erleuchtung und das Sterben von Buddha (5. Jh. v. Chr.). Dieser Tag ist als offizieller Feiertag von den Vereinten Nationen anerkannt und findet am 1. Vollmond im Mai statt – dieses Mal am 25. Mai 2013. Es kann jedoch durchaus vorkommen, dass die chinesischen Buddhisten an einem anderen Tag feiern, da sie sich nach dem Mondkalender richten.

Großer Buddha, Po-Lin-Kloster auf Lantau Island

Großer Buddha, Lantau Island

Buddha („der Erwachte“) war ein nordindischer Prinz namens Siddharta Gautama, der laut Legende unter einer Pappelfeige, dem Bodhi-Baum, saß und dort Erleuchtung erlangte.

Im 1. Jahrhundert n. Chr. gelangte der Buddhismus nach China und verbreitete sich nach dem Zerfall des chinesischen Reiches im Jahr 220. n. Chr. sehr rasch. Die Lehre wurde von den Chinesen entsprechend ihrer Traditionen weiterentwickelt. Durch die Kulturrevolution wurden viele buddhistische Klöster zerstört. Heute ist der Buddhismus in China wieder sehr populär. Insgesamt gibt es über 100 Million Anhänger, die ungefähr 30 Prozent der gesamten buddhistischen Gemeinde in der Welt ausmachen.

Buddha-Figuren und Po-Lin-Kloster Lantau Island

Po-Lin-Kloster Lantau Island

In Buddhas Lehre geht es um Mitmenschlichkeit, Geduld, Gutes tun, den Goldenen Mittelweg, Mitgefühl, Liebe und Weisheit und Meditation. Auf diese Weise, so lehrte Buddha, entstehe das Glück.

Neben vielen Hausgöttern verehren ebenso die Hongkong-Chinesen den großen Buddha, den es in vielen Darstellungen gibt: schlank, mit geschlossenen Augen, sitzend und die Hände in verschiedenen Stellungen oder dick und lächelnd, teils auch umgeben von zahlreichen Kindern.

Den größte sitzende Buddha findet man auf Lantau Island und er ist ein echtes Schwergewicht: Die Bronze-Statue wiegt 250 Tonnen und ist 34 Meter hoch.
Wer gut zu Fuß ist, kann die 268 Stufen hinauf erklimmen und wird belohnt mit einem atemberaubenden Ausblick auf das Po-Lin-Kloster.

Weitere Infos zum Thema Buddhismus

Buchtipps

Buddha: Die Lehren des Erhabenen, Anaconda 2012

Buddha: Die Pfeiler der Einsicht, Reden und Gleichnisse, Karl E. Neumann (Übertragung) und Isabelle Fuchs (Redaktion), Anaconda 2006

Statistiken

http://www.buddhismus.de/07_zahlen.php

http://www.buddhist-tourism.com/buddhism/buddhism-statistics.html

Buddhismus in Berlin

http://www.buddhismus-bb.de/

http://fgs-tempel.de

http://www.rigpa.de/lang-de/dharma-mati-zentrum-berlin.html

http://das-buddhistische-haus.de

http://buddhistisches-tor-berlin.com/

http://www.buddhahaus.com

Buddha – Weisheiten für das Leben

Repulse Bay, Hongkong

BUDDHAS WEISHEITEN

… für Achtsame

„Laufe nicht der Vergangenheit nach und verliere dich nicht in der Zukunft. Die Vergangenheit ist nicht mehr. Die Zukunft ist noch nicht gekommen. Das Leben ist hier und jetzt.“

… für Glücksuchende

„Du bist nicht auf der Erde, um unglücklich zu werden. Doch Glück ist allein der innere Frieden. Lerne ihn finden. Du kannst es. Überwinde dich selbst und du wirst die Welt überwinden.“

… für Gestresste

„Nicht ausserhalb, nur in sich selbst soll man den Frieden suchen. Wer die innere Stille gefunden hat, der greift nach nichts, und er verwirft auch nichts.“

… für Unbeständige

„Wenn du gehst, dann geh. Wenn du stehst, dann steh. Und ohne zu schwanken!“

… für Liebende

„Wahre Liebe bedeutet Weisheit. Man liebt einen anderen, aber am Ende geht oder stirbt der geliebte Mensch. Dann wehzuklagen und voller Sehnsucht an den Gegangenen zu denken, nach dem zu greifen, was sich verändert hat, ist Leiden, nicht Liebe. Wenn wir mit dieser Wahrheit ganz eins sind, nicht mehr verlangen, wird die Weisheit oder Wahre Liebe, die über das Verlangen hinausgewachsen ist, unsere Welt erfüllen.“

… für Zweifler

„Ob du glaubst, etwas zu können oder glaubst etwas nicht zu können, du hast immer recht.“

… für Neuanfänger

„Ganz gleich, wie beschwerlich das Gestern war, stets kannst du im Heute von Neuem beginnen.“

… für Optimisten

„Jeder Tag ist ein guter Tag.“

Schneekugel mit Buddha

Buddha in der SchneekugelSind sie nun kitschig oder fasizinierend? Bei Schneekugeln scheiden sich die Geister. Die einen lieben sie, die anderen können den „Staubfängern“ gar nichts Gutes abgewinnen.

Ihr Variantenreichtum ist wortwörtlich sagenhaft groß. In mit Wasser gefüllten Glaskugeln tummeln sich Feen, Schneemännern, singenden Engeln, Rentieren oder Weihnachtsbäumen. Groß, klein, mit und ohne Musik. Aber stets mit rieselnden Schneeflocken, welche die märchenhafte Welt in der Glaskugel durch ein- oder besser mehrmaliges Schütteln in dichtes Schneegestöber tauchen. Ein besonderes Exemplar habe ich in einer Einkaufspassage entdeckt. Ich zögerte nicht lange und nahm das sorgfältig in Packpapier eingehüllte Kleinod mit. Der sitzende Buddha in der Schneekugel ziert seitdem meinen Schreibtisch. Kurios, aber schön.

Schneekugel Buddha sitzend