Buchtipp: „Buddha Bowls“ mit 50 Rezeptideen von Tanja Dusy

Gesund und bunt – eine „Buddha Bowl“ ist gefüllt mit gesunden, energiereichen Zutaten, die in einer großen Schüssel angerichtet werden. Die passenden Rezepte für leckere Bowls bietet jetzt das Buch „Buddha Bowls“ von Tanja Dusy, erschienen im EMF Verlag. Ich habe mir bereits beim Durchblättern Appetit geholt.

Das Prinzip ist simpel: In einer Schüssel werden gesunde Zutaten zusammengestellt, die dem Körper gut tun und satt machen – fertig ist eine ausgewogene Power-Mahlzeit. Wer nun an Omas traditionellen Eintopf denkt, liegt komplett falsch. Buddha Bowls sind kulinarische Kreationen und beinhalten im ausbalancierten Verhältnis Kohlenhydrate, gute Proteine, Vitamine und gesunde Fette. So lassen sich vielfältige Bowls für jede Tageszeit zaubern: vom Frühstücksbrei (Breakfast-Bowl) über einfache Lunchvarianten (Easy Bowls) bis zu Hauptmahlzeiten (Super Bowls). Wie wäre es – passend zur Jahreszeit – mit einer Frühlings-Bowl oder einer Happy-Bunny-Bowl mit Ofenmöhren zu Ostern?

Juwelen-Bowl

Die Buddha Bowls erinnern an die Gerichte in Schüsseln aus Asien. Momentan sind sie ein Trend in den USA. Aber langsam interessiert sich auch die deutsche Foodszene für diese Art der Esskultur. Im Rezeptbuch werden sowohl asiatische Varianten der Buddha Bowl vorgestellt wie die Colors-of-Asia-Bowl oder die Otsu-Bowl mit Tofu, aber auch international inspirierte Schüsseln wie die Healthy Kebab-Bowl, die Burrito-Beef-Bowl oder die Tex-Mex-Bowl. Welche Rolle der Buddha in der Namensgebung spielt? Hierzu gibt es unterschiedliche Theorien. Vielleicht werden die Buddha Bowls so genannt, weil sich das  Essen in der Schüssel nach oben wölbt, so wie der Bauch eines chinesischen Buddhas. Oder weil das Essen jedem ein zufriedenes Lächeln während der Mahlzeit bescheren soll, wie die Autorin meint.

 

Otsu-Bowl

Otsu-Bowl

Frühlingsbowl

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Buddha Bowls“ ist ein schön gestaltetes Buch. Es überzeugt mit außergewöhnlichen Rezepten und Appetit anregenden, großformatigen Fotos, die einfach Lust aufs Kochen (und natürlich Essen) machen. Ergänzt werden die Anleitungen mit Austauschtipps für Nahrungsmittel und Hinweisen zur unterschiedlichen Zubereitung von beispielsweise Tofu oder Süßkartoffeln.

Tanja Dusy, Fotos © EMF/Klaus Maria Einwanger

Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, sollte die Rezepte einfach selbst ausprobieren oder sich von den Grundrezepten zu eigenen kulinarischen Werken inspirieren lassen. Ein empfehlenswertes Buch für Feinschmecker der gesunden Küche der besonderen Art.

Tanja Dusy: Buddha Bowls. Gesund & bunt. 50 x Energie aus der Schüssel, EMF Verlag, 2017, 144 Seiten

Mehr Infos: https://www.emf-verlag.de/produkt/buddhabowls/

Asienflair auf der Grünen Woche vom 20. bis 29. Januar 2017

20170120_160802.jpgDie Internationale Grüne Woche Berlin (IGW) ist eröffnet und lädt Besucher und Feinschmecker vom 20. bis 29. Januar 2017 wieder zu einer kulinarischen Rundreise in die Messehallen unter dem Funkturm ein.

Am ersten Messetag habe ich mir einen ersten kurzen Überblick verschafft und war begeistert von der Vielfalt der internationalen Angebote. Selbstverständlich war die erste Station meines Kurztripps der China-Stand in Halle 6.2. Spezialitäten aus China wie Tee, Gojibeeren, chinesisches Gebäck, getrocknete Pflaumen, Gewürze und Süßigkeiten werden hier feilgeboten.

20170120_154845.jpgAm Dim-Sum-Stand kurzer Halt. Hier gibt es verschiedene gedämpfte kleine Speisen zur Auswahl. Die Entscheidung fiel auf einen Baozi mit vegetarischer Füllung.20170120_155606.jpg
20170120_155738.jpgDann ging es weiter zum thailändischen Stand, der mit Schnitzkunst der besonderen Art aufwartete: Aus Kürbissen, Melonen oder Möhren zaubern eifrige Schnitzer filigrane Blumen oder Vögel.20170120_161032.jpg

20170120_161535.jpg20170120_161546.jpg20170120_161550.jpgBeim thailändischen Reisministerium gibt es Kostproben von knusprigen Kürbischips sowie rosafarbenem, sehr süßen Roselle Juice (Hibiskussaft) und blauem Butterfly Pea Juice, der aus einer blauen Blüte kreirt wird, die in Thailand wächst. Das Getränk schmeckt wie gekochter Reis.

20170120_162013.jpg20170120_162400.jpgWer außergewöhnliche Lebensmittel schätzt, wird mit Sicherheit auf der Grünen Woche fündig. Die Aussteller, so habe ich den Eindruck, locken auch wieder mit mehr Kostproben. Empfehlenswert sind beispielsweise Salami mit Käse aus Estland, Steinpilzwurst aus Frankreich, bulgarischer Himbeerwein, iranische Datteln oder südnorwegisches, dünnes Knäckebrot mit Dillpesto ( sehr lecker und live zubereitet von einer sympathischen, älteren Südnorwegerin in Tracht).

Die IGW findet zum 82. Mal statt. Laut Veranstalter präsentieren über 1500 Aussteller mehr als 100.000 Produkte aus aller Welt. Die reguläre Tageskarte kostet 14 Euro. Ermäßigungen gelten für Familien, Schüler, Studenten und ab 14 Uhr wochentags.
Mehr Infos auf: http://www.gruenewoche.de

Neu: China-Restaurant New Garden am Kaiserdamm 89

BBuddha New Garden RestaurantNew Gardenerlin hat eine neue Adresse für chinesische Spezialitäten: Kürzlich eröffnete das China-Restaurant New Garden am Kaiserdamm 89 in Berlin-Charlottenburg. Ich habe es diese Woche ausprobiert und war positiv überrascht.

Die Speisenkarte bietet einen Rundumschlag von Speisen aus Kanton und Sichuan. Die Auswahl ist groß und umfasst beispieslweise Seetangsuppe, gebratenes Rindfleisch mit Schwarzebohnensoße, gebackenen Schwarzheilbutt nach Sichuan Art, Pekingente mit Gurke, Lauchzwiebeln und Pfannkuchen oder auch gedämpfte Jacobsmuscheln. Die Preise reichen von 7 Euro für vegetarische Gerichte über 9,50 bis 13 Euro für Fleischgerichte, Spezialgerichte sind etwas teurer. Wer sich nicht entscheiden kann, wählt ansonsten das Tagesbüffet oder den Businessteller.

New Garden Restaurant KaiserdammDas Gala-Büffet am Wochenende bietet eine große Auswahl an leckeren Vor-, Haupt- und Nachspeisen, sogar mit gebratener Ente und Hummerkrabben (regulär 13,90 Euro, im Dezember gibt es noch Sonderrabatt). Die Bedienung ist sehr freundlich und spricht Deutsch, Mandarin und Kantonesisch.

Mein Fazit: Gutes Preis-Leistungsverhältnis, gute Qualität, dezente Einrichtung und noch ein echter Geheimtipp. Da kann man auch gerne darüber hinwegsehen, dass die Webseite noch im Internet zu finden ist und in der Speisenkarte „Gebackene Teigtassen mit Schweinefleisch“, „Konblauch“ oder „Pfankuchen“ angeboten werden.  Irgendwie sympathisch.

Das Restaurant hat mich übrigens daran erinnert, dass meine Eltern auch ein China-Restaurant ganz in der Nähe besaßen. 1968 eröffnete das „Lotos House“ in der Bismarckstraße. Es war damals das 8. chinesische Restaurant in Berlin und bis zum Jahr 2000 das zweitälteste in der Stadt.

Chinesische Hühnersuppe mit Heilkräutern

Chinesische SuppeChinesen lieben Suppen. Neben der Reissuppe, die ich Euch bereits in einem anderen Blogpost vorgestellt habe, möchte ich nun eine chinesische Hühnersuppe präsentieren, die mit verschiedenen Kräutern zubereitet ist. Ein Rezept meiner Mutter, die nach Gusto verschiedene Zutaten, die auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin Anwendung finden, zu einem köstlichen Mix zusammenstellt und dabei natürlich betont, dass alles wahnsinnig gesund sei.

Sie bereitete eine Hühnersuppe vor, die angereichert war mit Lotuskernen, Buchweizenschrot, Graupen, getrockneten roten Goji-Beeren, frischen Lilienzwiebeln (ansonsten kann man auch getrocknete verwenden) und weißen, rindenähnlichen Plättchen (gespr. Wei Saan – die deutsche Übersetzung habe ich hierfür leider nicht gefunden). Wasser hinzugeben und alle Zutaten aufkochen lassen. Anschließend bei niedriger Hitze zwei Stunden köcheln lassen. Der Geschmack der Suppe ist sehr eigen, schwer zu beschreiben, nicht süß, eher herzhaft. Die Brühe schmeckte durch die frischen Lilienzwiebeln besonders fein.

Außerdem gab es gebratene chinesische Stangenbohnen mit Hühnchen, was ich Euch auch nicht optisch vorenthalten möchte. Die grünen Bohnen, die an Bambusstangen hochgezogen werden, schmecken weniger süß als die deutschen Bohnen und haben einen etwas herberen Geschmack. Sie sind zudem extrem lang, wie das Foto unten beweist.

20160410_102339.jpg20160410_102442.jpg20160410_102418.jpg20160410_115552.jpgChinesische Suppe20160410_102804.jpg20160410_115542.jpg

Rezept: Chinesischer Radi-Reismehlkuchen mit Garnelen und Pilzen

20160123_174706.jpgDie chinesische Küche ist sehr variantenreich und gesund. Heute stelle ich Euch ein Rezept vor, das herzhaft und schmackhaft ist und zudem eine Spezialkreation meiner Mutter: der Radi-Reismehlkuchen mit Garnelen und Pilzen.

Folgende Zutaten werden für einen „Kuchen“ benötigt:

  • 500 g weißer Radi
  • eine Handvoll getrocknete Hummerkrabben/Garnelen
  • ca. 10 getrocknete Shitake-Pilze
  • ca. 1/4 Stange Lauch
  • 200 g Reismehl
  • Sojasoße
  • 1/2 TL Salz
  • 2 TL Zucker
  • Pfeffer
  • Öl, z. B. Sonnenblumenöl
  • Zum Dämpfen: Dampfkochtopf oder einen Reiskocher mit Dampfaufsatz und Backpapier

Die Zubereitung Schritt für Schritt:

Die getrockneten Garnelen und Shitake-Pilze einen Tag vorher in kaltem Wasser einweichen lassen. Weicht man sie am selben Tag ein, dann sollte man gekochtes Wasser verwenden.
Wer übrigens keine Pilze mag, kann diese auch weglassen.

Die Pilze in Streifen schneiden. Den Radi raspeln. Den Lauch klein schneiden.
20160123_111043.jpg 20160123_114201.jpgPilze, Lauch und Garnelen kurz in Sonnenblumenöl anbraten und anschließend zum Abkühlen beiseite stellen.20160123_114436.jpg 20160123_114732.jpg

Den geraspelten Radi entwässern durch Ausdrücken. Das Radiwasser wird noch verwendet.20160123_115151.jpg

 

200 g Reismehl mit Salz, Zucker und Pfeffer vermengen. Unter Rühren das Radiwasser hinzugeben, bis eine flüssige Masse entsteht.20160123_115603.jpg

Jetzt den Radi und die angebratenen Pilze und Garnelen, den Lauch und etwas Sojasoße hinzufügen und gut alle Zutaten vermengen.

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Die Masse in den Dampfgartopf geben und oben mit etwas Öl bestreichen.20160123_120243.jpg

Wasser im Dampfgarkochtopf aufsetzen. Sind die Löcher im Topf/Aufsatz sehr groß, dann besser den Boden des Topfs mit Backpapier abdecken, damit nicht zu viel Dampf auf einmal aufsteigt.
Den Boden des Topfs ansonsten mit Öl bestreichen, damit die Masse nachher nicht anklebt. 20160123_120742.jpg

Ca. 40 Minuten dämpfen. Anschließend den Kuchen „umkippen“ und auskühlen lassen. 20160123_175142.jpg

Anschließend die Stücke in einer Pfanne mit etwas Öl anbraten. 20160123_174328.jpg
Guten Appetit! Weitere Rezepte findet ihr hier auf meinem Blog.

Rezept für kalte Tage: Gedämpftes Schweinefleisch mit chinesischem Salzgemüse

Schweinefleisch mit SalzgemüseWas soll man in der kalten Jahreszeit kochen? Mein heutiger Tipp ist unkompliziert und schnell zubereitet: gedämpftes Schweinefleisch mit Salzgemüse.
Viel Spaß beim Nachkochen!

  • Zutaten für gedämpftes Schweinefleisch mit chinesischem Salzgemüse:

Schweinefilet
Salzgemüse (aus der Dose)
Ingwer
1 Ei
Wasser
Kartoffelmehl
Pfeffer
Schuss Weinbrand

Salzgemüse

chinesisches Salzgemüse

Schweinfleisch und Salzgemüse

 

 

 

 

 

 

Das Schweinefilet, Salzgemüse und Ingwer klein schneiden und vermischen. Das Eiweiß, Kartoffelmehl und etwas Wasser hinzugeben. Am Schluss mit Pfeffer und einem Schuss Weinbrand würzen. Salzen ist nicht notwendig, denn das Salzgemüse verleiht dem Essen bereits die würzige Komponente.

Anschließend die Masse in eine Schale geben, das Eigelb obenauf hinzufügen und alles in einen Dampfgartopf geben. Wer einen Reiskocher mit Dampfaufsatz besitzt, kann – während der Reis kocht – das Schweinefleisch im darüber liegenden Aufsatz dämpfen. Durch das Salzgemüse ist das Gericht sehr schmackhaft. Es schmeckt besser, als es aussieht. Probiert es aus. Guten Appetit!

Schweinefleisch und Salgemüse im TopfSchweinefleisch mit Salzgemüse

 

TCM-Ernährung nach den Jahreszeiten : 5 Tipps für den Sommer

Obst

Sommer, Sonne und 30 Grad im Schatten! Die hohen Temperaturen machen dem Körper derzeit ganz schön zu schaffen. Laut chinesischer Medizin hilft hier die richtige Ernährung mit „kühlenden“ Lebensmitteln. Wer seinen Speiseplan den Jahreszeiten anpasst und seine Nahrungsmittel entsprechend auswählt, bleibt fiter und ausgeglichener. Hier stelle ich Euch fünf Ernährungstipps für die heißen Sommertage vor.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin werden Nahrungsmittel nicht nur nach ihren Geschmacksrichtungen, sondern auch nach ihren thermischen Eigenschaften unterschieden: kalt, kühl, neutral, warm, heiß. Im Gegensatz zu scharfen Nahrungsmitteln, die eine wärmende Funktion besitzen und den Stoffwechsel ankurbeln, verlangsamen kühlende Lebensmittel die Verdauung. Zu den kühlenden Lebensmitteln zählen saure oder bittere Speisen.

    1. Rohkost hat eine kühlende Wirkung auf den Organismus.
      Wenn es heiß ist, eignen sich zur Abkühlung Obst udn Gemüse wie Äpfel, Birnen, Bananen, Kiwi, Orangen, Ananas, Grapefruit, Mango, Sojasprossen, Ruccola-Salat, Wassermelone, Gurke, Tomate, Rote Beete, Pfefferminze, Kresse, Basilikum, Milchprodukte und Weizen.
      Kühlend wirken auch Zucchini und Brokkoli.
    2. Sich ausgewogen ernähren.
      Wer sich einseitig nur mit Rohkost ernährt, führt dem Körper zu viel kühlende Nahrung zu. Dies ist für die Verdauung nicht förderlich. Besser ist es, kühlende mit neutralen oder warmen Lebensmitteln zu kombinieren. Beispielsweise mit Hülsenfrüchten, Reis, Kartoffeln, Pilzen oder Möhren.
    3. Weniger eiweißreiche Kost essen.
      Weniger Fleisch und Eier essen, dafür eher Fisch und Geflügel.
    4. „Leichter“ zubereitete Kost belastet weniger den Magen.
      Gedünstete oder kurz gebratene Speisen sind bekömmlicher als fette, gebratene oder gegrillte Speisen.
    5. Kühle, aber nicht eiskalte Getränke zu sich nehmen.
      Viel Wasser trinken. Grüner Tee, Pfefferminztee und selbst hergestellte Limonade eignen sich gut im Sommer als erfrischende Getränke. Den Konsum von schwarzem Tee, Kaffee und alkoholischen Getränken sollte man in der heißen Jahreszeit einschränken.

Tee

Darf ich bei großer Hitze kein Eis essen? Selbstverständlich, auch ich möchte im Sommer nicht auf Schokoladeneis oder die leckere, aber fettige Bratwurst am Grillabend verzichten. Deshalb gilt die Regel: Man sollte grundsätzlich das essen, was einem gut tut und schmeckt. Dabei sollte man die Mahlzeiten genießen und sich möglichst ausgewogen ernähren. Je nach persönlicher Konstitution sollte man aber darauf achten, dass das Yin- (kühl) und Yang-Elemente (warm) im Körper im Gleichgewicht bleiben. Einfacher gesagt: Im Sommer lieber Hände weg von Eisbein & Co. und dafür öfter mal einen knackigen Salat essen.

Chinesisches Rezept: Gaozi einfach und schnell zubereiten

Gaozi chinesische Teigtaschen

Mich erstaunt immer wieder von Neuem, dass mein Blogbeitrag über die Reissuppe am häufigsten gelesen wird. Offensichtlich ist Kochen bzw. Essen ein Thema, das viele Menschen interessiert. Daher stelle ich Euch heute ein neues Rezept vor: Gaozi, kleine gefüllte Teigtaschen, die man einfach und schnell zubereiten kann – und das ohne zusätzliches Fett!

Eigentlich durch Zufall kam ich auf die Gaozi, als nämlich meine Mutter aufsprang und sagte: „Ach, heute mache ich Gaozi!“ Ich zückte sofort mein Smartphone, um den Herstellungsablauf von Anfang an akribisch zu dokumentieren. Das Rezept ist eine einfache Variante, die man je nach Geschmack und Kreativität mit verschiedenen Zutaten (Pilze, Gemüse) beliebig erweitern kann.

Also viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit!

REZEPT für Gaozi (chinesische gefüllte Teigtaschen)
ca. 80 Stück

Zutaten für den Teig:

ca. 1 kg Mehl
1/2 TL Salz
gekochtes Wasser

Zutaten für die Füllung:

ca. 800 g Fleisch, z. B. ein Mix aus Schweinefleischfilet, Hühnerbrust und/oder Garnelen
Salz, Pfeffer
Kartoffelmehl
Sojasoße (oder Maggi)
ein wenig Wasser
chinesischer Knoblauch-Schnittlauch (oder klassischer Schnittlauch)
Zuerst das Mehl in eine Schüssel geben, eine Mulde hineindrücken, Salz hinzufügen und heißes Wasser langsam in die Mitte gießen. Dabei mit der freien Hand das Mehl mit kreisenden Bewegungen zu einem zähen Teig vermengen. Am Schluss kräftig durchkneten. Der Teig sollte von der Konsistenz fester sein als ein Brotteig. Wenn man mit dem Daumen in den Teig drückt, sollte der Teig unten bleiben.

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Für die Füllung der Gaozi das Schweinefleisch und die Hühnerbrust kleinhacken und den Knoblauch-Schnittlauch schneiden, mit Salz, Pfeffer und Sojasoße würzen. Ein wenig Wasser hinzugeben, ein wenig Kartoffelmehl und dann alles gut durchmischen.

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Nun den Teig in kleine Portionen einteilen.

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Die Portionen nochmals längs rollen und in kleinere Stücke schneiden.

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Mit den Händen zu Kugeln rollen, dann mit der Handfläche auf der Arbeitsfläche flachdrücken und mit einem Nudelholz kreisförmig ausrollen.

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Mit der Füllung belegen, umklappen und den Rand mit den Fingern andrücken.

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Jetzt mit der Gabelspitze ein Muster am Rand eindrücken und die Teigtasche auf diese Weise „verschließen“.

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Voilà! So sehen die Gaozi in ungekochtem Zustand aus. Auf einer bemehlten Fläche anordnen und nun heißes Wasser in einem großen Kochtopf aufsetzen. Die Gaozi einige Minuten kochen, bis die Teigtaschen oben schwimmen.

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Anschließend kann man die Gaozi mit diversen Zutaten garnieren (ich habe beispielsweise frische Kresse genommen). Man kann auch Sojasoße, Ingwer oder Sesamöl hinzufügen oder die Gaozi mit  Suppe und roten Kernchen übergießen. Fertig!

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