Buchtipp: Das TCM-Kochbuch – gesunde Ernährung nach den Fünf Elementen

TCM-KochbuchWer sich nach der Theorie der Fünf Elemente ernährt, bleibt länger gesund, schlank und fit bis ins hohe Alter. Davon überzeugt sind Bo Sun, der chinesische Medizin studiert hat, und Theresia Wilhelms, die in ihrem „TCM-Kochbuch“ Rezepte für ein gesundes und langes Leben vorstellen.

Gemäß der Traditonellen Chinesischen Medizin (TCM) wirken Nahrungsmittel wie „Medizin“: Sie verleihen Energie, beeinflussen das Immunsystem und können sogar gezielt eingesetzt Krankheiten vorbeugen. Das TCM-Kochbuch ist ein gutes Einsteiger-Kochbuch, das die Fünf-Elemente-Küche auf verständliche Weise erklärt und Lust auf gesunde Kost macht. Ergänzt werden die Rezepte mit einer kurzen Einführung in die Ernährungslehre, einer Erklärung der Organuhr und einer hilfreichen Lebensmitteltabelle.  Mit Bo Sun habe ich über sein Konzept einer gesunden Ernährung gesprochen.

Lachende Buddhas, Löwenzahn-Maultaschen

Das TCM-Kochbuch vereint kulinarische Spezialitäten vom Mungbohnen-Pfannkuchen über gedämpfte Löwenzahn-Maultaschen bis zu Energiesuppen und nahrhaften Powerdrinks wie dem sommerlichen TCM-Cocktail ohne Alkohol. Die verwendeten Zutaten werden jeweils einem der Fünf Elemente – Erde, Metall, Wasser, Holz und Feuer – zugeordnet. Was ist das Besondere an der Fünf-Elemente-Ernährung?

Die Zutaten werden nach Energie, Aroma, den fünf Geschmäckern sowie den Jahreszeiten zusammengestellt und zubereitet. Das macht die Speisen ausgewogen, wohltuend und sehr bekömmlich. Die Rezepte sind klar strukturiert und die Balance zwischen gesundem Essen und kulinarischem Schlemmen gehen Hand in Hand. Energie aufzubauen und zu erhalten ist das Ziel einer ganzheitlichen Ernährung nach den fünf Elementen. Die Ernährung ist neben der Atmung die wichtigste Energiequelle, um unsere angeborene Lebensenergie zu pflegen und zu schützen. Das TCM-Kochbuch enthält auch viele vegetarische und vegane Rezepte. Mit der umfangreichen Tabelle zum Nachschlagen über die Wirkungsweise und Eigenschaften vieler Nahrungsmittel bereichert das TCM-Kochbuch jede gesunde Küche.

Sie empfehlen, den Speiseplan nach der jeweiligen Jahreszeit auszurichten. Was sollte man beispielsweise im Sommer oder Winter essen?

Der Gurkensalat mit Glasnudeln erfrischt bei Sommerhitze und stärkt das Yin, und die scharfsaure

Gurkensalat mit Glasnudeln auf Omlett

Gemüsesuppe wärmt bei winterlicher Kälte, stärkt Nieren und Yang. Jedes Rezept schließt mit einer Beschreibung seiner Wirkung ab.

Sie verwenden asiatische Zutaten, aber auch westliche wie Müsli, Spaghetti oder Joghurt. Alle Rezepte haben Sie selbst zusammengestellt und erprobt. Welches ist Ihr Lieblingsgericht?

Mein Lieblingsgericht ist die leckere Klößchensuppe aus Dinkel- und Buchweizenflocken, abgeschmeckt mit frischem Ingwer und Anis. Aber auch die Pfannkuchen mit Möhren-Zucchini-Füllung mit Zimt aromatisiert und der gedämpfte Fisch an der Hirse-Reis-Mischung sind meine Favoriten.

Zu den Autoren: Bo Sun absolvierte das Studium der chinesischen Medizin und lernte den Beruf des Kochs. Theresia Wilhelms ist Heilpraktikerin und studierte in Deutschland und China chinesische Medizin mit Puls- und Zungendiagnose, Akupunktur und Ernährungslehre.

Fotos: Sun Verlag

Bo Sun / Theresia Wilhelms: Das TCM-Kochbuch, Sun Verlag, 2017, 4. Auflage, 168 Seiten

www.sun-verlag.de

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„Mama Cheung“ auf YouTube: Tipps für chinesische Homestyle-Rezepte

Mama Cheung zeigt in ihren Kurzvideos, wie man original chinesische Rezepte zu Hause nachkochen kann. Seit 2014 hat sie bereits über 130.000 Abonnenten ihres Kanals und das zu Recht: Die Rezepte werden einfach erklärt, sie gelingen immer – mein Bruder hat es ausprobiert – und sind sagenhaft lecker.

Sie steht in ihrer Küche, rührt mit ihren Stäbchen, knetet, schneidet, brät und dämpft: Mama Cheung stellt chinesische Rezepte vor, die jeder Hongkong-Chinese kennt wie Sweet and Sour Pork, Yau Gok oder Egg Tarts. Sie braucht auch nicht viel Küchengeräte. Oft reichen eine Schüssel, ein Teigteiler, ein Messer oder ein Mini-Holzstab als Nudelholz. Vorgestellt werden Alltagsgerichte, aber auch Essen für Festtage, Suppen, Dim Sum und typische chinesische Desserts. Von „Hausmannskost“ würde ich dennoch nicht sprechen, denn die Gerichte sind zwar einfach, aber mit besonderer Finesse. Alle Gerichte werden dekorativ angerichtet, das Auge isst schließlich mit.

Mama Cheung erklärt auf Kantonesisch, wie sie Schweinebauch besonders knusprig macht, wie man Soßen kreirt oder eine Dim-Sum-Fülling zusammenstellt. Zum besseren Verständnis für alle anderen werden meist Untertitel auf Chinesisch und Englisch eingeblendet. Sie bringt ihre Leidenschaft des Kochens authentisch rüber, ganz unprätentiös und sehr sympathisch. Außerdem hat sie einen Twitterkanal und ist auch auf Facebook präsent. Meine Empfehlung lautet daher: Schaut Euch die Videos an und ran an die Töpfe!

Hier geht es zu Mama Cheung’s Kanal: https://www.youtube.com/user/mamacheung

Asienflair auf der Grünen Woche vom 20. bis 29. Januar 2017

20170120_160802.jpgDie Internationale Grüne Woche Berlin (IGW) ist eröffnet und lädt Besucher und Feinschmecker vom 20. bis 29. Januar 2017 wieder zu einer kulinarischen Rundreise in die Messehallen unter dem Funkturm ein.

Am ersten Messetag habe ich mir einen ersten kurzen Überblick verschafft und war begeistert von der Vielfalt der internationalen Angebote. Selbstverständlich war die erste Station meines Kurztripps der China-Stand in Halle 6.2. Spezialitäten aus China wie Tee, Gojibeeren, chinesisches Gebäck, getrocknete Pflaumen, Gewürze und Süßigkeiten werden hier feilgeboten.

20170120_154845.jpgAm Dim-Sum-Stand kurzer Halt. Hier gibt es verschiedene gedämpfte kleine Speisen zur Auswahl. Die Entscheidung fiel auf einen Baozi mit vegetarischer Füllung.20170120_155606.jpg
20170120_155738.jpgDann ging es weiter zum thailändischen Stand, der mit Schnitzkunst der besonderen Art aufwartete: Aus Kürbissen, Melonen oder Möhren zaubern eifrige Schnitzer filigrane Blumen oder Vögel.20170120_161032.jpg

20170120_161535.jpg20170120_161546.jpg20170120_161550.jpgBeim thailändischen Reisministerium gibt es Kostproben von knusprigen Kürbischips sowie rosafarbenem, sehr süßen Roselle Juice (Hibiskussaft) und blauem Butterfly Pea Juice, der aus einer blauen Blüte kreirt wird, die in Thailand wächst. Das Getränk schmeckt wie gekochter Reis.

20170120_162013.jpg20170120_162400.jpgWer außergewöhnliche Lebensmittel schätzt, wird mit Sicherheit auf der Grünen Woche fündig. Die Aussteller, so habe ich den Eindruck, locken auch wieder mit mehr Kostproben. Empfehlenswert sind beispielsweise Salami mit Käse aus Estland, Steinpilzwurst aus Frankreich, bulgarischer Himbeerwein, iranische Datteln oder südnorwegisches, dünnes Knäckebrot mit Dillpesto ( sehr lecker und live zubereitet von einer sympathischen, älteren Südnorwegerin in Tracht).

Die IGW findet zum 82. Mal statt. Laut Veranstalter präsentieren über 1500 Aussteller mehr als 100.000 Produkte aus aller Welt. Die reguläre Tageskarte kostet 14 Euro. Ermäßigungen gelten für Familien, Schüler, Studenten und ab 14 Uhr wochentags.
Mehr Infos auf: http://www.gruenewoche.de

Chinesische Hühnersuppe mit Heilkräutern

Chinesische SuppeChinesen lieben Suppen. Neben der Reissuppe, die ich Euch bereits in einem anderen Blogpost vorgestellt habe, möchte ich nun eine chinesische Hühnersuppe präsentieren, die mit verschiedenen Kräutern zubereitet ist. Ein Rezept meiner Mutter, die nach Gusto verschiedene Zutaten, die auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin Anwendung finden, zu einem köstlichen Mix zusammenstellt und dabei natürlich betont, dass alles wahnsinnig gesund sei.

Sie bereitete eine Hühnersuppe vor, die angereichert war mit Lotuskernen, Buchweizenschrot, Graupen, getrockneten roten Goji-Beeren, frischen Lilienzwiebeln (ansonsten kann man auch getrocknete verwenden) und weißen, rindenähnlichen Plättchen (gespr. Wei Saan – die deutsche Übersetzung habe ich hierfür leider nicht gefunden). Wasser hinzugeben und alle Zutaten aufkochen lassen. Anschließend bei niedriger Hitze zwei Stunden köcheln lassen. Der Geschmack der Suppe ist sehr eigen, schwer zu beschreiben, nicht süß, eher herzhaft. Die Brühe schmeckte durch die frischen Lilienzwiebeln besonders fein.

Außerdem gab es gebratene chinesische Stangenbohnen mit Hühnchen, was ich Euch auch nicht optisch vorenthalten möchte. Die grünen Bohnen, die an Bambusstangen hochgezogen werden, schmecken weniger süß als die deutschen Bohnen und haben einen etwas herberen Geschmack. Sie sind zudem extrem lang, wie das Foto unten beweist.

20160410_102339.jpg20160410_102442.jpg20160410_102418.jpg20160410_115552.jpgChinesische Suppe20160410_102804.jpg20160410_115542.jpg

Rezept: Cha Siu Bau

Cha Siu Bau (gedämpfte Hefeteigklöße mit Fleischfüllung)

Cha Siu Bau

Cha Siu Bau

ZUTATEN

Teig:
600 g Mehl
120 g feiner Zucker
2 EL Öl
ca. 200 ml Wasser
ca. 50 ml Milch
1 Stück frische Hefe

Füllung:
500 g Schweinefleischfilet
(wahlweise dazu: eingeweichte Shitakepilze,
1 TL Hoisinsauce, 1 TL Austernsauce)
1-2 TL Sojasoße
3TL Zucker
Salz
Kartoffelmehl
Wasser

zusätzlich:
weißes Papier als Unterlage für die Klöße (Vierecke schneiden)
Dampfkochtopf oder Reiskocher mit Dampfeinsatz


Den Teig zubereiten:

Eine Mulde in das Mehl drücken und die Zutaten hineingeben. Langsam vermengen und zu einem Teig verarbeiten. Mit einem Baumwolltuch abdecken und mindestens 2 Stunden stehen lassen.

Die Füllung zubereiten:
Schweinefleisch in kleine Stücke hacken, mit Sojasoße, Salz, Zucker, Kartoffelmehl, Wasser marinieren. In etwas Öl anbraten. Wahlweise in Wasser eingeweichte, kleingehackte Shitakepilze hinzufügen. Wer mag, kann auch Hoisinsauße und Austernsauce dazugeben. Die Masse sollte einen guten Anteil an Flüssigkeit besitzen und nicht zu trocken sein. Anschließend abkühlen lassen.

Den Teig zu einer Kugel formen, flach drücken, mit der Schweinefleischmischung belegen und dann den Teigrand über die Füllung ziehen und verschließen. Den Kloß auf ein viereckiges weißes Papier legen. Zum Dämpfen die Klöße mit dem Papieruntersatz ganz oben in einen Dampfkorb mit kochendem Wasser legen, mit einem Baumwolltuch abdecken, Deckel schließen. Mindestens 10 Minuten dämpfen.