Hongkong vs. China: Was Hongkonger über Festlandchinesen denken

Hongkong ist seit 1997 Sonderverwaltungszone der Volksrepublik China, unterscheidet sich aber in vielen Aspekten vom Festland. Was denken die Hongkonger über die Festlandchinesen, die Aktivitäten der chinesischen Regierung und die Zukunft von Hongkong?

In Hongkong gibt es Meinungs- und Pressefreiheit, Rechtsstaatlichkeit, Versammlungsfreiheit, unzensierten Zugang zum Internet, eigene Gesetze, Zölle, Währung und ein freies Wirtschaftssystem. Das Prinzip „Ein Land – zwei Systeme“ wird aber immer stärker durch den Einfluss Pekings untergraben, beispielsweise, wenn es um den Umgang mit der Pressefreiheit geht ( Deutschlandfunk, 14.08.2018., „Pressefreiheit in Hongkong. Die Festlandisierung geht weiter„).

Viele Hongkonger empfinden sich selbst weniger als „Chinesen“, sondern eher als „Hongkonger“ mit einer eigenen Kultur, die natürlich auch durch die britische Kolonialzeit westlich geprägt ist. Besonders die junge Generation fürchtet den Verlust von Freiheit und Grundrechten, wenn Hongkong seine Autonomie 2047 verlieren wird.

Im Folgenden findet ihr einige Videos, die die Unterschiede zwischen Hongkong und China deutlich machen, und außerdem ein paar Interviews mit Hongkongern, die sich zu ihrem Verhältnis zu den Festlandchinesen und ihre eigene Identität äußern. (Fotos oben: Awai Cheung, M. Schneider)

 

 

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Reisetipps: Hongkong entdecken

Hongkong ist immer eine Reise wert. Wer Informationen über die bekannten Sehenswürdigkeiten, das grüne Hongkong, aktuelle Events, das Wetter oder das gastronomische Angebot in der Metrople sucht, findet viele interessante Tipps auf Online-Reiseführern und Blogs. Ein paar Links habe ich für Euch zusammengestellt. Let’s go to Hongkong!

1. Discover Hong Kong: http://www.discoverhongkong.com/de/index.jsp

Discover Hong Kong ist die offizielle Webseite des Hong Kong Tourism Board. Mittlerweile gibt es eine deutschsprachige Seite, die alle wichtigen Infos rund um die Reiseplanung beinhaltet. Hier gibt es auch Tipps, wie man mit einem Einheimischen in Kontakt kommt („Hong Kong Pal“), welche mobilen Apps angeboten werden oder welche Feste und Veranstaltungen anstehen. Zusätzlich kann man sich e-Reiseführer herunterladen oder einen „Hong Kong Guide“ mit seinen perönnlichen Sightseeing-Highlights zusammenstellen und anschließend ausdrucken. Darüber hinaus gibt es aktuelle Infos, z. B. dass die Lochis in Hong Kong ihr Musikvideo gedreht haben.

2. Themenseiten Süddeutsche, Die Welt

http://www.sueddeutsche.de/thema/Hongkong

https://www.welt.de/themen/hongkong-staedtereise/

Auf den Themenseiten sind die aktuellen Beiträge über Hongkong zusammengefasst, u.a. mit interessanten Reisetipps.

3. Hongkongmap: https://www.youtube.com/user/hongkongmap

Hongkong per Tram oder U-Bahn erleben? Kann man auf dem Youtube-Kanal von „This is Hongkong map“. Hier findet man zahlreiche Videos mit Live-Fahrten per U-Bahn oder Tram durch die Stadt. Oder man begleitet einen älteren Herren, der mit einem Rucksack durch die Straßen von Hongkong läuft und zwischendurch z.B. über die Läden in der Umgebung berichtet.

4. 101places.de: https://www.101places.de/backpacking/backpacking-in-hong-kong

Patrick schreibt in seinem Blog 101 Places über seine Weltreise und seine persönlichen Insights von Hongkong und gibt hilfreiche Tipps speziell für Backpacker.

5. 25 Things to do in Hong Kong Travel Guide: https://www.youtube.com/watch?v=1fLb7fXmYtc

Samuel and Audrey stellen ihre persönlichen Highlights in Hongkong per Video in Englisch vor.

Übrigens findet ihr auch meine eigenen 10 Reisetipps hier auf diesem Blog: https://chinakompass.wordpress.com/2015/06/21/10-reisetipps-fur-hongkong/

„Best of Hong Kong Film“ in Berlin vom 17.-31. August

Babylon Berlin Best of Hong Kong FilmHongkongs Filmindustrie bietet mehr als Martial-Arts-Blockbuster: Das Spektrum chinesischer Kinokunst reicht von Arthouse bis Action. Vom 17.-31. August zeigt nun das Kino Babylon in Berlin knapp 40 Hongkong-Filme aus fünf Jahrzehnten – ein Festival unter dem Motto „Best of Hong Kong Film“.

Sie waren und sind die Helden der Kinoleinwand: Kungfu-Legende Bruce Lee, der Schauspieler, Philosoph und Filmproduzent war,  Jackie Chan, der auf Kantonesisch Sing Lung genannt wird und seit 1994 auch in zahlreichen westlichen Produktionen mitgewirkt hat wie Rumble in the Bronx, Shanghai Noon. Ich selbst bin Fan von ihm, Andy Lau, Chow-Yun-Fat und Sammo Hung und habe natürlich so manchen Martial-Arts-Film gesehen, die ersten mit Bruce Lee.

Das Babylon hat für sein Festival eine bunte Mischung an Action-, Romantik- und Arthouse-Filmen ausgewählt. Cineasten können zwei Wochen lang Produktionen mit asiatischem Flair im Original sehen. Dabei stehen sowohl echte Klassiker als auch neuere Produktionen auf dem Spielplan wie zum Beispiel Drunken Master (1978) und Police Story (1985) mit Jackie Chan, Die Todeskralle schlägt wieder zu (1972) mit Bruce Lee oder The Grandmaster (2013)  und In the mood of love (2000) von Star-Regisseur Wong-Kar-Wai. Alle Filme werden mit – teils englischen – Untertiteln gezeigt. Das Festival im Babylon in Berlin-Mitte verspricht also Kinospaß sowohl für Nostalgiker als auch für Neuentdecker alter und moderner Hongkong-Filme.

Das vollständige Kinoprogramm des Babylon findet ihr unter: http://www.babylonberlin.de/hongkongfilm.htm#FILMLISTE_ALPHABETISCH

O’zapft is in China: Oktoberfest in Shanghai, Hongkong und Qingdao

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Bier, Dirndl und Lederhosen – nicht nur die Münchner feiern das Oktoberfest traditionell und in ausgelassener Stimmung, auch in China gibt es Gelegenheit, bayerische Gemütlichkeit im September und Oktober zu erleben. Bei den weltweit veranstalteten Oktoberfesten liegt übrigens Kanada an der Spitze, gefolgt von Brasilien. Das Qingdao beer festival schafft es immerhin auf Platz 10. Aufschlussreich und nützlich ist das kleine Glossar auf der Webseite des Shanghaier Oktoberfests. Dort lernen Chinesen wichtige Redewendungen wie Oans, zwoa, g’suffa (Austrinken),  a Bier, bittsche (ein Bier bestellen) oder Bapp’n (Mund halten).
Da bleibt nur eines zu tun – auf zur Wiesn!

Oktoberfest Shanghai
verschiedene Orte wie Paulaner, Bräugaudi, Papas Bierstube
September und Oktober
Infos: http://www.oktoberfestshanghai.com/home

Marco Polo German Bierfest Hong Kong
16.10. -7.11.2015
Infos:  http://www.gbfhk.com/

Qingdao beer festival
August, ältestes und größtes Bierfestival in China, seit 1991
Infos:  http://www.thatsqingdao.com/qingdao-international-beer-festival/

Darüber hinaus gibt es weitere „beer festivals“, die zwischen Mai und August stattfinden.
Hier gibt es eine Übersicht: http://www.absolutechinatours.com/china-travel/list-china-beer-festivals.html

10 Reisetipps für Hongkong

chinakompass.wordpress.com.chinesische_brueckeDie Metropole Hongkong, in der sieben Millionen Menschen leben, hat touristische Highlights zu bieten, die unterschiedlicher nicht sein könnten: alte Tempel, moderne Wolkenkratzer, Shoppingmalls und Straßenmärkte, Disneyland und Fischerdörfer. Als mich letztens eine Freundin fragte, was sie sich bei ihrem ersten Hongkongbesuch anschauen sollte, fiel mir sofort der Peak ein mit seiner wunderbaren Aussicht auf die Stadt. Aber es gibt viel mehr zu sehen!

Hier nun meine persönlichen 10 Tipps für Euren nächsten Hongkong-Trip:

1. Victoria Peakwpid-IMG-20140122-WA0007.jpg
Vom Peak aus hat man einen fantastischen Blick auf die Skyline und den Hafen von Hongkong. Ein Besuch lohnt sich tagsüber, ist aber vor allen Dingen bei Nacht reizvoll, wenn Hongkong im Lichtermeer erstrahlt. Außerdem gibt es auf dem Berg Wasserspiele, viele Restaurants und neuerdings einen Ableger von Madame Tussauds, wo man berühmten Persönlichkeiten wie z.B. Barak Obama als Wachsfiguren begegnen kann.  Alternativ gibt es in Hongkong auch eine Indoor-Plattform im höchsten Gebäude der Stadt: das „sky 100 Hong Kong Oberservation Deck“ befindet sich im 100. Stock und begeistwpid-IMG-20140213-WA0013.jpgert Besucher mit einem 360-Grad-Panoramablick und einer Multimediaausstellung. Seit 1888 fährt die Standseitbahn, die „Peak Tram“ Fahrgäste von der Talstation Lower Peak Tram Terminus von der Garden Road hinauf auf den Peak. Während der Fahrt aufzustehen, ist schwierig, denn der Steigungswinkel ist immens. Besser sitzen bleiben und die Aussicht genießen. Wer mag, kann auch mit dem Bus hinauffahren, allerdings ist diese Anfahrt extrem kurvenreich.

2. Wong Tai Sin Tempel
Tempel
Dieser Tempel mag überlaufen sein, ist aber aus meiner Sicht ein absolutes Highlight, das man besuchen sollte. Praktiziert werden hier die drei Religionen Chinas, der Buddhismus, Konfuzianismus und Taoismus. Hier kann man Räucherstäbchen anzünden, für Glück, Gesundheit und Erfolg beten und sich für einen Obulus sogar die Zukunft vorhersagen lassen. Anfahrt: MTR Wong Tai Sin Station, Ausgang B2 oder B3. Wer es ruhiger mag, der sieht sich lieber einen der kleineren Tempel an wie z. B. den Fung Ying Seen Koon in Fanling (MTR Fanling Station).

3. Gärten und Parks in Hongkong

Mindestens in einem der wpid-img-20140120-wa0011.jpgGärten oder Parks sollte jeder Hongkongtourist gewandelt sein. Empfehlenswert ist der Nan Lian Garden (MTR Diamond Hill), ein kunstvoller Garten im Tangdynastie-Stil – mit Lotusteich, Felsen, Brücken und einem Teehaus, wo man die traditionelle Teezeremonie zelebrieren kann. Beliebt ist auch der Kowloon Walled City ParkKowloon Park Hongkong (MTR Lok Fu Station), ein preisgekrönter Erholungspark mit einem Armenhaus aus der Qing-Dynastie, Pavillons und Skulpturen.

 

4. Repulse Bay

chinakompass.wordpress.com_Kunyamchinakompass.wordpress.com_TinHauAn dieser Bucht findet man feinen Sandstrand, 10 Meter hohe Götterstatuen Kun Yam und Tin Hau und weitere Statuen, Pavillons und Beispiele der Kolonialarchitektur. (MTR Hong Kong Station, Ausgang D).

5. Lantau Island

Großer Buddha, Po-Lin-Kloster auf Lantau Island

Großer Buddha, Po-Lin-Kloster Lantau Island

Wer länger in Hongkong verweilt, sollte sich einen Ausflug nach Lantau Island gönnen. Hier befindet sich der größte sitzende Buddha, das Po Lin Kloster und das Tao O Fischerdorf. Seit 2006 kann man die Landschaft mit der „Ngong Ping 360“, einer Seilbahn, erkunden.Lantau Island

 

 

 

 

 

6. Jumbo Kingdom

Restaurant in Hongkong

Die schwimmenden Restaurants im Hafen von Aberdeen sind eine der beliebtesten Attraktionen. Bis zu 2300 Gäste haben hier Platz. Zu den Restaurants gelangt man über kostenlose Shuttleboote (MTR Hong Kong Station, Ausgang D)cropped-p1050801.jpg

 

7. Avenue of Stars
Bruce Lee Statue in HongkongHollywood lässt grüßen! Auf der Avenue der Stars haben sich chinesische Künstler per Handabdruck und Gedenktafeln verewigen lassen. Hier steht auch die Statue von Bruce Lee. Ein guter Treffpunkt, um sich die tägliche Licht- und Klangshow „A Symphony of Lights“ anzuschauen, die um 20 Uhr beginnt . (MTR Tsim Sha Tsui East Station, Ausgang J). Wer Comicstars liebt, der wird im Ostteil des Kowloon Parks fündig: Die Avenue of Comic Stars zeigt 24 riesige Comicfiguren. (MTR Tsim Sha Tsui Station, Ausgang A1)

8. Märkte

ObstBei einem Besuch in Hongkong darf ein Marktbesuch nicht fehlen. Bekannte Märkte sind der Stanley Market (chinesische Kunst, Kleidung, Souvenirs), der Ladies‘ Market in Mong Kok (Kleidung, Spielzeug, einheimische Ware), Jade Market in Yau Ma Tei. Das Hong Kong Tourism Board gibt Einkaufstipps und warnt davor, mit Straßenhändlern in sogenannte Showrooms zu gehen. Grundsätzlich sollten Waren vor dem Kauf auf Ausstattung und Zubehör geprüft werden. Touristen sollten möglichst in Läden mit dem QTS-Zeichen einkaufen. Infos gibt die Verbraucherzentrale und auch das Zollamt.

9. Museen: Früher galt Hongkong nicht gerade als Ort von Kultur. Dies hat sich geändert. Heute gibt es eine Reihe von interessanten Museen in der Stadt: Hong Kong Museum of Art, das Mitmach-Museum Hong Kong Science Museum (Tsim Sha Tsui), Hong Kong Space Museum, The Hong Kong Museum of History (Tsim Sha Tsui), The Hong Kong Heritage Museum oder Hong Kong Maritim Museum (Central).

10. Touristenkarten: Für Besucher der Stadt gibt es spezielle Angebote, z. B. der Airport Express Travel Pass zur Nutzung des Airport Expresses und der öffentlichen Verkehrsmittel (für 3 Tage gültig), die MTR Tageskarte (Tourist Day Pass), die Museumswochenpass (für 7 Museen), 360 Sky-Land-Sea Day Pass für Lantau, Octopus Card (eine Geldkarte zum Aufladen, nutzbar für öffentliche Verkehrsmittel, Restaurants und Geschäfte).

Viele nützliche Infos und Termine findet man übrigens auf der Webseite des Hong Kong Tourism Board auf: http://www.discoverhongkong.com

 

Fundstück: Berliner Buddy Bär in Hongkong

Buddy Bär in Hong Kong

Buddy Bär in Hongkong

 

Buddy Bären sind in erster Linie bunt. Groß, individuell und liebenswert – genauso wie die Stadt, aus der sie stammen: Berlin. Die farbenfrohen Bärenskulpturen stehen für Lebensfreude, Frieden, Toleranz und Völkerverständigung. Ein besonders schönes Exemplar steht in Hongkong.

Kein Buddy Bär (buddy = Kumpel) gleicht dem anderen. Die lebensgroßen, kunstvoll gestalteten Bärenfiguren wurden 2001 von Eva und Klaus Herlitz und dem österreichischen Bildhauer Roman Strobl entworfen. Sie zieren Berlins Straßen und Plätze und heißen die Besucher und Gäste in der Hauptstadt willkommen.

Das Besondere ist nicht nur ihre individuelle Bemalung, sondern auch eine zündende Idee: Durch spezielle Sonderaktionen werden Käufer zu Spenden aufgerufen. Bislang konnten so über zwei Millionen Euro für Kinderholfsorganisationen wie UNICEF gesammelt werden.

United Buddy Bears gehen auf Reisen

Am 15. Mai 2004 kamen die sogenannten „United Buddy Bears“ auf ihrer Welttournee nach
Hong Kong in den Viktoria Park. Rund 140 Buddy Bären, die sich durch landestypische Motive auszeichnen, wurden in einer Open-Air-Ausstellung gezeigt. Jackie Chan, international bekannter chinesischer Schauspieler und UNICEF-Sonderbotschafter, begrüßte zur Eröffnung die geladenen Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kunst und Kultur. Insgesamt kamen 4,14 Mio. HKD, umgerechnet 447.000 Euro, für UNICEF, die Non-Profit-Organisation „The Community Chest of Hong Kong“ und
die Jackie Chan Charitable Foundation zusammen.

Der Buddy Bär, der heute in Hongkong steht, ist kreisförmig mit Blumen, Kindermotiven und Fahnen aus verschiedenen Ländern bemalt. In Brusthöhe sieht man die Fahne der VR China. Genau gegenüber, also unterhalb des Bärenbauchs, ist die Fahne von Hongkong platziert – mit rotem Hintergrund und der weißen Bauhinien-Blüte in der Mitte.

Die Buddy-Bären sind mehr als ein buntes Stück Berlin zum Anfassen. Sie drücken auch die Sehnsucht der Menschen nach Frieden, Freiheit und Völkerverständigung aus. Das ist eine Botschaft, die von Berlin, der einst geteilten Stadt, um die Welt geht„, so Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin, in seinem damaligen Grußwort.

Die erste Ausstellung der 2-Meter-Skulpturen fand in Berlin am Brandenburger Tor statt. Seitdem reisen die Buddy Bären mit ihrer Friedensbotschaft im Gepäck von Kontinent zu Kontinent. Stationen waren unter anderem Tokio (2005), Sidney (2006), Warschau (2008), Jerusalem (2007), Kairo (2007) und Neu-Dehli (2012). Zuletzt konnten Besucher die farbenfrohe Gruppe während der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 an der Copacabana in Rio de Janeiro bestaunen.

Links:

United Buddy Bear Worldtour: http://www.buddy-baer.com/de/united-buddy-bears/world-tour.html

„Brasilien liebt die Buddy-Bären“, Süddeutsche Zeitung: http://www.berliner-zeitung.de/berlin/berliner-baeren-brasilien-liebt-die-buddy-baeren,10809148,27662798.html

Community Chest of Hong Kong: http://www.commchest.org/en/home/

 

 

China im Kino: Hollywood, Hong Kong und der Erfolg chinesischer Filme

Hongkong

Achtung, Film läuft! Hollywood feiert den größten Blockbuster-Erfolg in China. Der Kinostreifen „Transformer 4 – Ära des Untergangs“ kommt beim chinesischen Publikum gut an. Fast 300 Millionen Dollar soll der Film bereits eingespielt haben, wie Zeit online berichtet. Die Weltpremiere fand im Juni in Hong Kong statt. Hollywoods Erfolg kommt nicht von ungefähr: Paramount Pictures setzt marketingtechnisch ganz auf das Reich der Mitte.

Der neue Transformers-Film bricht in China alle Rekorde. Warum nur? Der US-amerikanische Film wurde auffällig chinafreundlich produziert: Szenen spielen in Peking und Hongkong, chinesische Produkte und Gebäude von Sponsoren werden eingeblendet, die chinesische Schauspielerin Li Bingbing ist dabei, vier Darsteller für kleinere Rollen wurden im chinesischen Fernsehen gecastet. Zu den Finanziers gehörte unter anderen der vom chinesischen Staat unterstützte China Movie Channel. Dies ruft natürlich die Chinagegner auf den Plan. So titelt Handelsblatt online „Wie sich Hollywood in China einschleimt“ und verweist darauf, dass ein solcher kommerzieller Erfolg nur zustande kommen kann, wenn man „seine Seele an China verkauft“. Die Quote ausländischer Filme, die in China pro Jahr gezeigt werden dürfen, liegt bei 34 Prozent.

China gilt in der Rangliste als zweitgrößter Filmmarkt nach den USA. Kein Wunder also, dass China ein wichtiger Markt für die Filmbranche ist, der erobert werden will. Und es lohnt sich. Kinoleinwände schießen wie Pilze aus dem Boden, 2013 gab es in der Volksrepublik fast drei Milliarden Dollar Einnahmen. Das Geschäft an den Kinokassen in China boomt. Laut Weltkino Filmverleih rechnen Experten damit, dass Chinas Filmmarkt die USA innerhalb der nächsten sechs Jahre überholt.

Kungfu in Hollywood

Umgekehrt betreten chinesische Filmschaffende und Künstler das internationale Parkett, um den chinesischen Film bekannter zu machen. Dies gelang beispielsweise Ang Lee mit „Tiger & Dragon“, der den Oscar für den besten fremdsprachigen Film erhielt. Technisch braucht sich China nicht hinter Hollywood zu verstecken. Allein die Daily Soaps im chinesischen Fernsehen sind teils technisch aufwendig produziert und überraschen mit Spezialeffekten.

Bruce Lee Statue in Hongkong

Bruce-Lee-Statue in Hongkong

Neben Kungfu-Legende Bruce Lee, der Schauspieler, Philosoph und Filmproduzent war, ist heutzutage Jackie Chan ein bekanntes Gesicht in Hollywood. Der Hongkong-Chinese, der auf Kantonesisch Sing Lung genannt wird, hat seit 1994 in zahlreichen westlichen Produktionen mitgewirkt wie „Rumble in the Bronx“, „Rush Hour“, „Shanghai Noon“ oder „In 80 Tagen um die Welt“.

Avenue of Stars Hongkong Jackie Chan

chinakompass.wordpress.com_Sammo Hung Avenue of stars

 

 

 

 

 

Zu den chinesischen Künstlern, die heutzutage international bekannt sind, zählen der Regisseur Won Kar-Wai und die Schauspieler Andy Lau, Chow-Yun-Fat, Sammo Hung, Maggie Cheung und Zhang Ziyi. Der Darsteller Jet Li überzeugte die internationalen Kritiker 2008 im Blockbuster „Die Mumie – Das Grabmal des Drachenkaisers“, eine amerikanische Produktion, die vornehmlich auf das China-Genre baute.

Chinesischer Film gewinnt auf der Berlinale 2014

Aber auch Filme, in denen Kungfu gar keine Rolle spielt, finden mittlerweile in der internationalen Filmwelt Beachtung. Der Thriller „Black Coal, Thin Ice“ vom Regisseur Diao Yinan überzeugte die Jury der diesjährigen Berlinale und gewann als Bester Film den Goldenen Bären sowie den Silbernen Bären in der Kategorie Bester Darsteller. Der melancholische Kriminalfilm kam auch beim heimischen Publikum positiv an. 20 Tage nach dem Start in China überschritt der Film die symbolische Grenze von 100 Mio. Yuan (16,2 Mio. US-Dollar) – für einen kleinen Arthousefilm ein erstaunliches Ergebnis. „Ich wollte einen Krimi machen, der das Leben im heutigen China zeigt. Mein Ziel war es nicht nur, ein Geheimnis zu lüften und die Wahrheit über die Beteiligten herauszufinden, sondern auch, auf unsere neue Lebenswirklichkeit zu verweisen“, sagt Diao Yinan über sein Werk. Dies ist auch das Besondere des Films: Er zeigt nicht nur die Charakterstudie eines depressiven Polizeibeamten (was die chinesische Zensur nicht kippte), sondern auch die Schattenseiten des schnellen Wirtschaftswachstums in China.

Ab dem 24. Juli wird der chinesische Kinofilm unter dem Titel „Feuerwerk am hellichten Tage“ in den deutschen Kinos zu sehen sein. Ich bin gespannt. Am Ende ist es nämlich die Kunst, die zählt.

Links:

Trailor zu Feuerwerk am hellichten Tage
– Original mit deutschen Untertiteln: „Feuerwerk am hellichten Tage“
– deutsche Version: „Feuerwerk am hellichten Tage“

Trailor zu Transformers 4: „Transformers 4“

Chinesische Filmindustrie http://german.cri.cn/3105/2014/07/16/1s219749.htm

 

Erster Anpfiff: Chinesen erfanden das antike Fußballspiel Cuju

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Die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien ist gestartet, Spieler aus allen Kontinenten dribbeln, rennen, springen und schießen, um ins gegnerische Tor zu treffen – für Pokal, Ruhm und Ehre.

Bei der Fußball-WM 2014 sind die Chinesen leider nicht von der Partie. Wieder haben sie die Qualifikation nicht geschafft. Schade. Schließlich sind sie die Erfinder der Vorgängerversion des heutigen Fußballspiels. Ihr glaubt es nicht? Mit Lederball, Tor und sogar Frauen als Spielerinnen. Nur ein Torwart fehlte.

Die Chinesen gelten als Ideenfinder vieler bedeutender Dinge: Papier, Porzellan, Eiscreme, Schießpulver, Feuerwerk, Abakus (Rechenmaschine), Kompass, Erdbebenanzeiger, Schubkarre oder Seide. Das antike Fußballspiel – wohl weniger bekannt – gehört auch zu der Liste der schöpferischen Einfälle.

Der Legende nach sollen zu Zeiten des Gelben Kaisers Huang Di (2696 – 2598 v. Chr.) chinesische Soldaten das Ballspiel Cuju (übersetzt: Ball mit dem Fuß spielen) als militärisches Training ausgeübt haben. Es handelte sich um ein Ballspiel, bei dem ein Lederball, der mit Federn gefüllt war, mit dem Fuß in ein hoch aufgestelltes Tor mit einer kleinen runden Öffnung geschossen wurde, ähnlich dem Torwandschießen. Ab dem 3. Jahrhundert v. Chr. wurde es in abgewandelter gemäßigter Form mit Regeln am Hof gespielt und war auch in der Bevölkerung beliebt. Frauen waren nicht nur Zuschauer, sondern kickten in Spielerteams, wie antike Zeichnungen beweisen (http://www.chinaculture.org/gb/en_chinaway/2006-08/11/content_84382_2.htm). Ein 17-jähriges Mädchen soll sogar gegen ein Soldatenteam siegreich gewesen sein. Das Spiel Cuju geriet später in Vergessenheit. Heutzutage spielt der chinesische Fußball als Nationalsport – im Gegensatz zu Tischtennis und Turnen – lediglich eine untergeordnete Rolle. Abpfiff und Ende!

Links zum Thema Fußball und China:

http://features.cultural-china.com/cuju/

http://ancient-chinese-life.blogspot.de/2011/01/chinese-ancient-football-cuju.html

http://www.chinaculture.org/gb/en_chinaway/2006-08/11/content_84382_2.htm

http://www.dpma.de/service/galerie/fussballundtechnik/de/technik/historiedesfussballs/streiflicht.html

http://german.china.org.cn/culture/txt/2010-06/07/content_20201480_2.htm

https://en.wikipedia.org/wiki/Chinese_football