„Best of Hong Kong Film“ in Berlin vom 17.-31. August

Babylon Berlin Best of Hong Kong FilmHongkongs Filmindustrie bietet mehr als Martial-Arts-Blockbuster: Das Spektrum chinesischer Kinokunst reicht von Arthouse bis Action. Vom 17.-31. August zeigt nun das Kino Babylon in Berlin knapp 40 Hongkong-Filme aus fünf Jahrzehnten – ein Festival unter dem Motto „Best of Hong Kong Film“.

Sie waren und sind die Helden der Kinoleinwand: Kungfu-Legende Bruce Lee, der Schauspieler, Philosoph und Filmproduzent war,  Jackie Chan, der auf Kantonesisch Sing Lung genannt wird und seit 1994 auch in zahlreichen westlichen Produktionen mitgewirkt hat wie Rumble in the Bronx, Shanghai Noon. Ich selbst bin Fan von ihm, Andy Lau, Chow-Yun-Fat und Sammo Hung und habe natürlich so manchen Martial-Arts-Film gesehen, die ersten mit Bruce Lee.

Das Babylon hat für sein Festival eine bunte Mischung an Action-, Romantik- und Arthouse-Filmen ausgewählt. Cineasten können zwei Wochen lang Produktionen mit asiatischem Flair im Original sehen. Dabei stehen sowohl echte Klassiker als auch neuere Produktionen auf dem Spielplan wie zum Beispiel Drunken Master (1978) und Police Story (1985) mit Jackie Chan, Die Todeskralle schlägt wieder zu (1972) mit Bruce Lee oder The Grandmaster (2013)  und In the mood of love (2000) von Star-Regisseur Wong-Kar-Wai. Alle Filme werden mit – teils englischen – Untertiteln gezeigt. Das Festival im Babylon in Berlin-Mitte verspricht also Kinospaß sowohl für Nostalgiker als auch für Neuentdecker alter und moderner Hongkong-Filme.

Das vollständige Kinoprogramm des Babylon findet ihr unter: http://www.babylonberlin.de/hongkongfilm.htm#FILMLISTE_ALPHABETISCH

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O’zapft is in China: Oktoberfest in Shanghai, Hongkong und Qingdao

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Bier, Dirndl und Lederhosen – nicht nur die Münchner feiern das Oktoberfest traditionell und in ausgelassener Stimmung, auch in China gibt es Gelegenheit, bayerische Gemütlichkeit im September und Oktober zu erleben. Bei den weltweit veranstalteten Oktoberfesten liegt übrigens Kanada an der Spitze, gefolgt von Brasilien. Das Qingdao beer festival schafft es immerhin auf Platz 10. Aufschlussreich und nützlich ist das kleine Glossar auf der Webseite des Shanghaier Oktoberfests. Dort lernen Chinesen wichtige Redewendungen wie Oans, zwoa, g’suffa (Austrinken),  a Bier, bittsche (ein Bier bestellen) oder Bapp’n (Mund halten).
Da bleibt nur eines zu tun – auf zur Wiesn!

Oktoberfest Shanghai
verschiedene Orte wie Paulaner, Bräugaudi, Papas Bierstube
September und Oktober
Infos: http://www.oktoberfestshanghai.com/home

Marco Polo German Bierfest Hong Kong
16.10. -7.11.2015
Infos:  http://www.gbfhk.com/

Qingdao beer festival
August, ältestes und größtes Bierfestival in China, seit 1991
Infos:  http://www.thatsqingdao.com/qingdao-international-beer-festival/

Darüber hinaus gibt es weitere „beer festivals“, die zwischen Mai und August stattfinden.
Hier gibt es eine Übersicht: http://www.absolutechinatours.com/china-travel/list-china-beer-festivals.html

10 Reisetipps für Hongkong

chinakompass.wordpress.com.chinesische_brueckeDie Metropole Hongkong, in der sieben Millionen Menschen leben, hat touristische Highlights zu bieten, die unterschiedlicher nicht sein könnten: alte Tempel, moderne Wolkenkratzer, Shoppingmalls und Straßenmärkte, Disneyland und Fischerdörfer. Als mich letztens eine Freundin fragte, was sie sich bei ihrem ersten Hongkongbesuch anschauen sollte, fiel mir sofort der Peak ein mit seiner wunderbaren Aussicht auf die Stadt. Aber es gibt viel mehr zu sehen!

Hier nun meine persönlichen 10 Tipps für Euren nächsten Hongkong-Trip:

1. Victoria Peakwpid-IMG-20140122-WA0007.jpg
Vom Peak aus hat man einen fantastischen Blick auf die Skyline und den Hafen von Hongkong. Ein Besuch lohnt sich tagsüber, ist aber vor allen Dingen bei Nacht reizvoll, wenn Hongkong im Lichtermeer erstrahlt. Außerdem gibt es auf dem Berg Wasserspiele, viele Restaurants und neuerdings einen Ableger von Madame Tussauds, wo man berühmten Persönlichkeiten wie z.B. Barak Obama als Wachsfiguren begegnen kann.  Alternativ gibt es in Hongkong auch eine Indoor-Plattform im höchsten Gebäude der Stadt: das „sky 100 Hong Kong Oberservation Deck“ befindet sich im 100. Stock und begeistwpid-IMG-20140213-WA0013.jpgert Besucher mit einem 360-Grad-Panoramablick und einer Multimediaausstellung. Seit 1888 fährt die Standseitbahn, die „Peak Tram“ Fahrgäste von der Talstation Lower Peak Tram Terminus von der Garden Road hinauf auf den Peak. Während der Fahrt aufzustehen, ist schwierig, denn der Steigungswinkel ist immens. Besser sitzen bleiben und die Aussicht genießen. Wer mag, kann auch mit dem Bus hinauffahren, allerdings ist diese Anfahrt extrem kurvenreich.

2. Wong Tai Sin Tempel
Tempel
Dieser Tempel mag überlaufen sein, ist aber aus meiner Sicht ein absolutes Highlight, das man besuchen sollte. Praktiziert werden hier die drei Religionen Chinas, der Buddhismus, Konfuzianismus und Taoismus. Hier kann man Räucherstäbchen anzünden, für Glück, Gesundheit und Erfolg beten und sich für einen Obulus sogar die Zukunft vorhersagen lassen. Anfahrt: MTR Wong Tai Sin Station, Ausgang B2 oder B3. Wer es ruhiger mag, der sieht sich lieber einen der kleineren Tempel an wie z. B. den Fung Ying Seen Koon in Fanling (MTR Fanling Station).

3. Gärten und Parks in Hongkong

Mindestens in einem der wpid-img-20140120-wa0011.jpgGärten oder Parks sollte jeder Hongkongtourist gewandelt sein. Empfehlenswert ist der Nan Lian Garden (MTR Diamond Hill), ein kunstvoller Garten im Tangdynastie-Stil – mit Lotusteich, Felsen, Brücken und einem Teehaus, wo man die traditionelle Teezeremonie zelebrieren kann. Beliebt ist auch der Kowloon Walled City ParkKowloon Park Hongkong (MTR Lok Fu Station), ein preisgekrönter Erholungspark mit einem Armenhaus aus der Qing-Dynastie, Pavillons und Skulpturen.

 

4. Repulse Bay

chinakompass.wordpress.com_Kunyamchinakompass.wordpress.com_TinHauAn dieser Bucht findet man feinen Sandstrand, 10 Meter hohe Götterstatuen Kun Yam und Tin Hau und weitere Statuen, Pavillons und Beispiele der Kolonialarchitektur. (MTR Hong Kong Station, Ausgang D).

5. Lantau Island

Großer Buddha, Po-Lin-Kloster auf Lantau Island

Großer Buddha, Po-Lin-Kloster Lantau Island

Wer länger in Hongkong verweilt, sollte sich einen Ausflug nach Lantau Island gönnen. Hier befindet sich der größte sitzende Buddha, das Po Lin Kloster und das Tao O Fischerdorf. Seit 2006 kann man die Landschaft mit der „Ngong Ping 360“, einer Seilbahn, erkunden.Lantau Island

 

 

 

 

 

6. Jumbo Kingdom

Restaurant in Hongkong

Die schwimmenden Restaurants im Hafen von Aberdeen sind eine der beliebtesten Attraktionen. Bis zu 2300 Gäste haben hier Platz. Zu den Restaurants gelangt man über kostenlose Shuttleboote (MTR Hong Kong Station, Ausgang D)cropped-p1050801.jpg

 

7. Avenue of Stars
Bruce Lee Statue in HongkongHollywood lässt grüßen! Auf der Avenue der Stars haben sich chinesische Künstler per Handabdruck und Gedenktafeln verewigen lassen. Hier steht auch die Statue von Bruce Lee. Ein guter Treffpunkt, um sich die tägliche Licht- und Klangshow „A Symphony of Lights“ anzuschauen, die um 20 Uhr beginnt . (MTR Tsim Sha Tsui East Station, Ausgang J). Wer Comicstars liebt, der wird im Ostteil des Kowloon Parks fündig: Die Avenue of Comic Stars zeigt 24 riesige Comicfiguren. (MTR Tsim Sha Tsui Station, Ausgang A1)

8. Märkte

ObstBei einem Besuch in Hongkong darf ein Marktbesuch nicht fehlen. Bekannte Märkte sind der Stanley Market (chinesische Kunst, Kleidung, Souvenirs), der Ladies‘ Market in Mong Kok (Kleidung, Spielzeug, einheimische Ware), Jade Market in Yau Ma Tei. Das Hong Kong Tourism Board gibt Einkaufstipps und warnt davor, mit Straßenhändlern in sogenannte Showrooms zu gehen. Grundsätzlich sollten Waren vor dem Kauf auf Ausstattung und Zubehör geprüft werden. Touristen sollten möglichst in Läden mit dem QTS-Zeichen einkaufen. Infos gibt die Verbraucherzentrale und auch das Zollamt.

9. Museen: Früher galt Hongkong nicht gerade als Ort von Kultur. Dies hat sich geändert. Heute gibt es eine Reihe von interessanten Museen in der Stadt: Hong Kong Museum of Art, das Mitmach-Museum Hong Kong Science Museum (Tsim Sha Tsui), Hong Kong Space Museum, The Hong Kong Museum of History (Tsim Sha Tsui), The Hong Kong Heritage Museum oder Hong Kong Maritim Museum (Central).

10. Touristenkarten: Für Besucher der Stadt gibt es spezielle Angebote, z. B. der Airport Express Travel Pass zur Nutzung des Airport Expresses und der öffentlichen Verkehrsmittel (für 3 Tage gültig), die MTR Tageskarte (Tourist Day Pass), die Museumswochenpass (für 7 Museen), 360 Sky-Land-Sea Day Pass für Lantau, Octopus Card (eine Geldkarte zum Aufladen, nutzbar für öffentliche Verkehrsmittel, Restaurants und Geschäfte).

Viele nützliche Infos und Termine findet man übrigens auf der Webseite des Hong Kong Tourism Board auf: http://www.discoverhongkong.com

 

Fundstück: Berliner Buddy Bär in Hongkong

Buddy Bär in Hong Kong

Buddy Bär in Hongkong

 

Buddy Bären sind in erster Linie bunt. Groß, individuell und liebenswert – genauso wie die Stadt, aus der sie stammen: Berlin. Die farbenfrohen Bärenskulpturen stehen für Lebensfreude, Frieden, Toleranz und Völkerverständigung. Ein besonders schönes Exemplar steht in Hongkong.

Kein Buddy Bär (buddy = Kumpel) gleicht dem anderen. Die lebensgroßen, kunstvoll gestalteten Bärenfiguren wurden 2001 von Eva und Klaus Herlitz und dem österreichischen Bildhauer Roman Strobl entworfen. Sie zieren Berlins Straßen und Plätze und heißen die Besucher und Gäste in der Hauptstadt willkommen.

Das Besondere ist nicht nur ihre individuelle Bemalung, sondern auch eine zündende Idee: Durch spezielle Sonderaktionen werden Käufer zu Spenden aufgerufen. Bislang konnten so über zwei Millionen Euro für Kinderholfsorganisationen wie UNICEF gesammelt werden.

United Buddy Bears gehen auf Reisen

Am 15. Mai 2004 kamen die sogenannten „United Buddy Bears“ auf ihrer Welttournee nach
Hong Kong in den Viktoria Park. Rund 140 Buddy Bären, die sich durch landestypische Motive auszeichnen, wurden in einer Open-Air-Ausstellung gezeigt. Jackie Chan, international bekannter chinesischer Schauspieler und UNICEF-Sonderbotschafter, begrüßte zur Eröffnung die geladenen Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kunst und Kultur. Insgesamt kamen 4,14 Mio. HKD, umgerechnet 447.000 Euro, für UNICEF, die Non-Profit-Organisation „The Community Chest of Hong Kong“ und
die Jackie Chan Charitable Foundation zusammen.

Der Buddy Bär, der heute in Hongkong steht, ist kreisförmig mit Blumen, Kindermotiven und Fahnen aus verschiedenen Ländern bemalt. In Brusthöhe sieht man die Fahne der VR China. Genau gegenüber, also unterhalb des Bärenbauchs, ist die Fahne von Hongkong platziert – mit rotem Hintergrund und der weißen Bauhinien-Blüte in der Mitte.

Die Buddy-Bären sind mehr als ein buntes Stück Berlin zum Anfassen. Sie drücken auch die Sehnsucht der Menschen nach Frieden, Freiheit und Völkerverständigung aus. Das ist eine Botschaft, die von Berlin, der einst geteilten Stadt, um die Welt geht„, so Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin, in seinem damaligen Grußwort.

Die erste Ausstellung der 2-Meter-Skulpturen fand in Berlin am Brandenburger Tor statt. Seitdem reisen die Buddy Bären mit ihrer Friedensbotschaft im Gepäck von Kontinent zu Kontinent. Stationen waren unter anderem Tokio (2005), Sidney (2006), Warschau (2008), Jerusalem (2007), Kairo (2007) und Neu-Dehli (2012). Zuletzt konnten Besucher die farbenfrohe Gruppe während der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 an der Copacabana in Rio de Janeiro bestaunen.

Links:

United Buddy Bear Worldtour: http://www.buddy-baer.com/de/united-buddy-bears/world-tour.html

„Brasilien liebt die Buddy-Bären“, Süddeutsche Zeitung: http://www.berliner-zeitung.de/berlin/berliner-baeren-brasilien-liebt-die-buddy-baeren,10809148,27662798.html

Community Chest of Hong Kong: http://www.commchest.org/en/home/

 

 

China im Kino: Hollywood, Hong Kong und der Erfolg chinesischer Filme

Hongkong

Achtung, Film läuft! Hollywood feiert den größten Blockbuster-Erfolg in China. Der Kinostreifen „Transformer 4 – Ära des Untergangs“ kommt beim chinesischen Publikum gut an. Fast 300 Millionen Dollar soll der Film bereits eingespielt haben, wie Zeit online berichtet. Die Weltpremiere fand im Juni in Hong Kong statt. Hollywoods Erfolg kommt nicht von ungefähr: Paramount Pictures setzt marketingtechnisch ganz auf das Reich der Mitte.

Der neue Transformers-Film bricht in China alle Rekorde. Warum nur? Der US-amerikanische Film wurde auffällig chinafreundlich produziert: Szenen spielen in Peking und Hongkong, chinesische Produkte und Gebäude von Sponsoren werden eingeblendet, die chinesische Schauspielerin Li Bingbing ist dabei, vier Darsteller für kleinere Rollen wurden im chinesischen Fernsehen gecastet. Zu den Finanziers gehörte unter anderen der vom chinesischen Staat unterstützte China Movie Channel. Dies ruft natürlich die Chinagegner auf den Plan. So titelt Handelsblatt online „Wie sich Hollywood in China einschleimt“ und verweist darauf, dass ein solcher kommerzieller Erfolg nur zustande kommen kann, wenn man „seine Seele an China verkauft“. Die Quote ausländischer Filme, die in China pro Jahr gezeigt werden dürfen, liegt bei 34 Prozent.

China gilt in der Rangliste als zweitgrößter Filmmarkt nach den USA. Kein Wunder also, dass China ein wichtiger Markt für die Filmbranche ist, der erobert werden will. Und es lohnt sich. Kinoleinwände schießen wie Pilze aus dem Boden, 2013 gab es in der Volksrepublik fast drei Milliarden Dollar Einnahmen. Das Geschäft an den Kinokassen in China boomt. Laut Weltkino Filmverleih rechnen Experten damit, dass Chinas Filmmarkt die USA innerhalb der nächsten sechs Jahre überholt.

Kungfu in Hollywood

Umgekehrt betreten chinesische Filmschaffende und Künstler das internationale Parkett, um den chinesischen Film bekannter zu machen. Dies gelang beispielsweise Ang Lee mit „Tiger & Dragon“, der den Oscar für den besten fremdsprachigen Film erhielt. Technisch braucht sich China nicht hinter Hollywood zu verstecken. Allein die Daily Soaps im chinesischen Fernsehen sind teils technisch aufwendig produziert und überraschen mit Spezialeffekten.

Bruce Lee Statue in Hongkong

Bruce-Lee-Statue in Hongkong

Neben Kungfu-Legende Bruce Lee, der Schauspieler, Philosoph und Filmproduzent war, ist heutzutage Jackie Chan ein bekanntes Gesicht in Hollywood. Der Hongkong-Chinese, der auf Kantonesisch Sing Lung genannt wird, hat seit 1994 in zahlreichen westlichen Produktionen mitgewirkt wie „Rumble in the Bronx“, „Rush Hour“, „Shanghai Noon“ oder „In 80 Tagen um die Welt“.

Avenue of Stars Hongkong Jackie Chan

chinakompass.wordpress.com_Sammo Hung Avenue of stars

 

 

 

 

 

Zu den chinesischen Künstlern, die heutzutage international bekannt sind, zählen der Regisseur Won Kar-Wai und die Schauspieler Andy Lau, Chow-Yun-Fat, Sammo Hung, Maggie Cheung und Zhang Ziyi. Der Darsteller Jet Li überzeugte die internationalen Kritiker 2008 im Blockbuster „Die Mumie – Das Grabmal des Drachenkaisers“, eine amerikanische Produktion, die vornehmlich auf das China-Genre baute.

Chinesischer Film gewinnt auf der Berlinale 2014

Aber auch Filme, in denen Kungfu gar keine Rolle spielt, finden mittlerweile in der internationalen Filmwelt Beachtung. Der Thriller „Black Coal, Thin Ice“ vom Regisseur Diao Yinan überzeugte die Jury der diesjährigen Berlinale und gewann als Bester Film den Goldenen Bären sowie den Silbernen Bären in der Kategorie Bester Darsteller. Der melancholische Kriminalfilm kam auch beim heimischen Publikum positiv an. 20 Tage nach dem Start in China überschritt der Film die symbolische Grenze von 100 Mio. Yuan (16,2 Mio. US-Dollar) – für einen kleinen Arthousefilm ein erstaunliches Ergebnis. „Ich wollte einen Krimi machen, der das Leben im heutigen China zeigt. Mein Ziel war es nicht nur, ein Geheimnis zu lüften und die Wahrheit über die Beteiligten herauszufinden, sondern auch, auf unsere neue Lebenswirklichkeit zu verweisen“, sagt Diao Yinan über sein Werk. Dies ist auch das Besondere des Films: Er zeigt nicht nur die Charakterstudie eines depressiven Polizeibeamten (was die chinesische Zensur nicht kippte), sondern auch die Schattenseiten des schnellen Wirtschaftswachstums in China.

Ab dem 24. Juli wird der chinesische Kinofilm unter dem Titel „Feuerwerk am hellichten Tage“ in den deutschen Kinos zu sehen sein. Ich bin gespannt. Am Ende ist es nämlich die Kunst, die zählt.

Links:

Trailor zu Feuerwerk am hellichten Tage
– Original mit deutschen Untertiteln: „Feuerwerk am hellichten Tage“
– deutsche Version: „Feuerwerk am hellichten Tage“

Trailor zu Transformers 4: „Transformers 4“

Chinesische Filmindustrie http://german.cri.cn/3105/2014/07/16/1s219749.htm

 

Erster Anpfiff: Chinesen erfanden das antike Fußballspiel Cuju

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Die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien ist gestartet, Spieler aus allen Kontinenten dribbeln, rennen, springen und schießen, um ins gegnerische Tor zu treffen – für Pokal, Ruhm und Ehre.

Bei der Fußball-WM 2014 sind die Chinesen leider nicht von der Partie. Wieder haben sie die Qualifikation nicht geschafft. Schade. Schließlich sind sie die Erfinder der Vorgängerversion des heutigen Fußballspiels. Ihr glaubt es nicht? Mit Lederball, Tor und sogar Frauen als Spielerinnen. Nur ein Torwart fehlte.

Die Chinesen gelten als Ideenfinder vieler bedeutender Dinge: Papier, Porzellan, Eiscreme, Schießpulver, Feuerwerk, Abakus (Rechenmaschine), Kompass, Erdbebenanzeiger, Schubkarre oder Seide. Das antike Fußballspiel – wohl weniger bekannt – gehört auch zu der Liste der schöpferischen Einfälle.

Der Legende nach sollen zu Zeiten des Gelben Kaisers Huang Di (2696 – 2598 v. Chr.) chinesische Soldaten das Ballspiel Cuju (übersetzt: Ball mit dem Fuß spielen) als militärisches Training ausgeübt haben. Es handelte sich um ein Ballspiel, bei dem ein Lederball, der mit Federn gefüllt war, mit dem Fuß in ein hoch aufgestelltes Tor mit einer kleinen runden Öffnung geschossen wurde, ähnlich dem Torwandschießen. Ab dem 3. Jahrhundert v. Chr. wurde es in abgewandelter gemäßigter Form mit Regeln am Hof gespielt und war auch in der Bevölkerung beliebt. Frauen waren nicht nur Zuschauer, sondern kickten in Spielerteams, wie antike Zeichnungen beweisen (http://www.chinaculture.org/gb/en_chinaway/2006-08/11/content_84382_2.htm). Ein 17-jähriges Mädchen soll sogar gegen ein Soldatenteam siegreich gewesen sein. Das Spiel Cuju geriet später in Vergessenheit. Heutzutage spielt der chinesische Fußball als Nationalsport – im Gegensatz zu Tischtennis und Turnen – lediglich eine untergeordnete Rolle. Abpfiff und Ende!

Schon gewusst…?

  • Am 15. Juli 2004 erklärt Sepp Blatter, Präsident des Weltfußballverbandes FIFA, China zum Ursprungsland des Fußballs. Die Wiege des Fußballs ist demnach die Stadt Linzi in der Provinz Shandong.
  • China kann sich 2002 zum ersten Mal zur Fußball-WM qualifizieren, scheidet aber als Gruppenletzter aus.
  • China erlangt 2004 den 2. Platz bei den Asien-Fußballmeisterschaften.
  • Hongkong und Macao haben auch nach der Übergabe an China weiterhin eigene Fußballnationalmannschaften.
  • Die erste Frauenfußball-Weltmeisterschaft fand 1991 in China statt.

Links zum Thema Fußball und China:

http://features.cultural-china.com/cuju/

http://ancient-chinese-life.blogspot.de/2011/01/chinese-ancient-football-cuju.html

http://www.chinaculture.org/gb/en_chinaway/2006-08/11/content_84382_2.htm

http://www.dpma.de/service/galerie/fussballundtechnik/de/technik/historiedesfussballs/streiflicht.html

http://german.china.org.cn/culture/txt/2010-06/07/content_20201480_2.htm

https://en.wikipedia.org/wiki/Chinese_football

 

China und die ITB Berlin 2014 – Themen und Trends auf der weltweit größten Reisemesse

Eine Reise um die Welt in fünf Tagen! In Kürze lädt die ITB Berlin, führende internationale Messe für die Reiseindustrie, wieder Fachbesucher und interessierte Reiselustige zu einer Entdeckungstour rund um die Welt ein. Vom 5. bis 9. März 2014 präsentieren sich über 11.000 Aussteller aus 188 Ländern in den Messehallen unter dem Berliner Funkturm. China und Hong Kong heißen Besucher in der Asienhalle 26 willkommen. Der China-Tourismus ist auch wichtiges Thema auf dem ITB-Kongress.

ITB Berlin 2013 – Volksrepublik China China Travel Service Head Office (Beijing) Co. Ltd. ITB Berlin 2013 – People's Republic of China China Travel Service Head Office (Beijing) Co. Ltd., Quelle: Messe Berlin GmbH Auch 2014 spielt auf der „ITB Berlin“ wieder die Musik! Impressionen von der ITB Berlin 2013 – Volksrepublik China, China Travel Service Head Office (Beijing) Co. Ltd.
Foto: Messe Berlin GmbH

China beliebtes Reiseziel

Chinesische Mauer, kulinarische Genüsse und faszinierende Landschaften: China ist ein attraktives Reiseziel für Touristen aus aller Welt, besonders für deutsche Urlauber. Nach Angaben der China National Tourism Administration (CNTA) kamen im Jahr 2011 insgesamt 637.000 Besucher aus Deutschland nach China – ein Rekord.

ITB Berlin 2013 – Volksrepublik China Guilin China International Travel Service ITB Berlin 2013 – People's Republic of China Guilin China International Travel Service Aussteller auf der ITB Berlin 2013, VR China, Guilin China International Travel Service
Foto: Messe Berlin GmbH

Auf der ITB Berlin in Halle 26 informieren Reiseveranstalter, Airlines und Organisationen wie die China National Tourism Administration, das Hong Kong Tourism Board oder das Macau Government Tourist Office über Angebote, Dienstleistungen und außergewöhnliche Reisedestinationen in Fernost.

Auf der ITB-Website findet man die Liste der chinesischen Aussteller im Virtual Market Place. Um den Messebesuch zu planen, kann man hier über ein Formular direkt Kontakt zum Aussteller aufnehmen, Gesprächstermine vereinbaren oder sich seinen persönlichen Messerundgang zusammenstellen und gleich ausdrucken.

Chinesen reisen mehr ins Ausland

Die Chinesen entwickeln sich zum Reiseweltmeister – rund 45 Millionen reisten 2012 ins Ausland. Im Vergleich zu anderen asiatischen Urlaubern zeigt sich die Reisefreudigkeit der Chinesen auch in steigenden Zahlen: Urlaubsreisen nahmen 2013 um 30 Prozent zu, der Anteil der Übernachtungen von vier Nächten oder mehr stieg um 28 Prozent. Rundreisen, Städtetrips und Urlaub am Strand sind besonders beliebt. Chinesen verreisen länger und häufiger als je zuvor. Bei den Reiseausgaben stehen die Chinesen laut der Statista-Statistik der United Nations World Tourism Organization seit 2012 an erster Stelle.

http://de.statista.com/infografik/1470/internationale-tourismus-ausgaben/ Quelle: Statista 19.09.2013: http://de.statista.com/infografik/1470/internationale-tourismus-ausgaben/

Das erhöhte Reisevolumen der Chinesen führt auch zu neuen Herausforderungen für den internationalen Reisemarkt.
Hoteliers müssen sich auf die speziellen Ansprüche der chinesischen Touristen einstellen und passende Lösungen entwickeln. Chinesen haben andere Essgewohnheiten als Europäer, nicht alle Chinesen sprechen Englisch und Infomaterialien in chinesischer Spache sind in Hotels oder an Plätzen mit touristischen Sehenswürdigkeiten oftmals nicht vorhanden. Auf dem ITB-Kongress werden daher in diesem Jahr die Herausforderung des chinesischen Tourismus diskutiert.

ITB Kongress: China-Touristen

Über “Chinas neue Urlauber” referiert Douglas Quinby, Vice President, Research, PhoCusWright Inc. am 5. März um 16:45 Uhr in Halle 7.1c, Saal Paris.

Mit dem Thema China-Tourismus beschäftigen sich auch namhafte Experten auf dem ITB Hospitality Day am 6. März. Unter der Moderation von Prof. Dr. Wolfgang Georg Arlt, Director China Outbound Tourism Research Institute, diskutieren Darren Gearing, Regional Vice President Europe Shangri-La Hotels & Resorts, Luis del Olmo, Executive Vice President Asia-Pacific Meliá Hotels International, und Yufei Gu, Managerin des Hoteleinkaufs des chinesischen Reiseveranstalter Caissa Touristic (Group) AG. Die Podiumsdiskussion beginnt um 12:15 Uhr in Halle 7.1b, Saal London.

Eine Reise zur ITB Berlin lohnt sich – nicht nur für Fachbesucher.

Wer die Messe am Wochenende besuchen will, sollte das etwas günstigere Online-Ticket kaufen.

Geöffnet ist ist die ITB Berlin vom 5. bis 9. März 2014 (8. und 9. März Publikumstage!) täglich von 10 bis 18 Uhr.

Weitere Infos unter: www.itb-berlin.de

 

Chinesisches Neujahr 2014: Was bringt das Jahr des Pferdes?

Pferd chinesisch Neujahr

Die Silvester- und Neujahrsfeiern gehen in die 2. Runde: Am 31. Januar 2014 beginnt für die Chinesen das Jahr des Pferdes. Nach der weisen und überlegt handelnden Schlange sorgt das Pferd nun für neuen Schwung, Abenteuerlust und großen Tatendrang.

Das Pferd gilt als unruhig, stolz und freiheitsliebend. Wer schon immer etwas Verrücktes geplant hat, sollte die Gelegenheit nutzen und seine Projekte in diesem Jahr in die Tat umsetzen. Aber bitte ohne Hektik. Muße ist angezeigt. Denn das Pferd prescht schon im Alleingang vorwärts.

Das Chinesische Neujahr – oder auch chinesisches Frühlingsfest genannt –  ist zwischen Ende Januar und Ende Februar eines jeden Jahres datiert – je nachdem, wann erster Neumond im Mondkalender ist. Anders als beim Gregorianischen Kalender ist das Neujahr daher nicht auf ein bestimmtes Jahresdatum festgelegt, sondern variiert von Jahr zu Jahr.

Pferd China Neujahr

31. Januar 2014: Jahr des Pferdes

19. Februar 2015:  Jahr der Ziege

8. Februar 2016: Jahr des Affen

Der höchste Feiertag für die ganze Familie

Traditionell kommt die gesamte Familie zum Essen zusammen. Es werden rote Papiertütchen mit Glücksgeld verteilt und Papierstreifen mit Glücks-Schriftzeichen an den Türen aufgehängt. Und auf Volks- und Straßenfesten werden Löwentänze mit maskierten Akrobaten  aufgeführt.

Tanzender Löwe Firmen, die sich Glück und Erfolg für ihr Geschäft erhoffen und das nötige Kleingeld aufbringen, buchen zu diesem Anlass Trommler und Löwen, die vor dem eigenen Firmeneingang tanzen und Konfetti werfen. Dieses Ritual wird sogar im „China Town“ in London aufgeführt.

Hong Kong feiert wie im Karneval

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Besonders festlich und farbenprächtig wird das neue Jahr in Hong Kong gefeiert. Am 31. Januar 2014 findet in Hong Kong zum 19. Mal die traditionelle Nacht-Parade in Tsim Sha Tsui, Kowloon, statt. Dieses karnevalmäßige Spektakel, das eine Fluggesellschaft sponsert, wird auch im chinesischen Fernsehen übertragen. Einschalten lohnt sich. Die Kostüme sind glitzernd, kitschig und bunt – und auch der glücksbringende Löwentanz darf bei diesem Event nicht fehlen.

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Am 1. Februar folgt dann ab 20 Uhr das große Feuerwerk am Victoria Harbour mit der weltberühmten Skyline.

Am dritten Tag veranstaltet der Hong Kong Jockey Club das Neujahrs-Pferderennen im Sha Tin Racecourse. Passend zum Tierkreizeichen wird auch hier auf das galoppierende, energieversprühende Pferd gesetzt.

Singapur im Zeichen des Pferdes

Auch in Singapur bereitet man sich auf das chinesische Neujahr vor. Schließlich sind mehr als 3/4 der Einwohner chinesischer Herkunft.

Jahr des Pferdes in Sinapur

China Town Singapur

Was das Jahr des Pferdes wohl bringt? Hoffentlich viel Glück und Zufriedenheit für alle!

Sànnihn faailohk. – „Glückliches neues Jahr!“

Kung hei fat choi – „Viel Glück und Reichtum.“

Weitere Infos:

Das Pferd im alten China

Hong Kong Tourism Board – Feierlichkeiten zum Chinesischen Neujahr 2014