Buchtipp: Das TCM-Kochbuch – gesunde Ernährung nach den Fünf Elementen

TCM-KochbuchWer sich nach der Theorie der Fünf Elemente ernährt, bleibt länger gesund, schlank und fit bis ins hohe Alter. Davon überzeugt sind Bo Sun, der chinesische Medizin studiert hat, und Theresia Wilhelms, die in ihrem „TCM-Kochbuch“ Rezepte für ein gesundes und langes Leben vorstellen.

Gemäß der Traditonellen Chinesischen Medizin (TCM) wirken Nahrungsmittel wie „Medizin“: Sie verleihen Energie, beeinflussen das Immunsystem und können sogar gezielt eingesetzt Krankheiten vorbeugen. Das TCM-Kochbuch ist ein gutes Einsteiger-Kochbuch, das die Fünf-Elemente-Küche auf verständliche Weise erklärt und Lust auf gesunde Kost macht. Ergänzt werden die Rezepte mit einer kurzen Einführung in die Ernährungslehre, einer Erklärung der Organuhr und einer hilfreichen Lebensmitteltabelle.  Mit Bo Sun habe ich über sein Konzept einer gesunden Ernährung gesprochen.

Lachende Buddhas, Löwenzahn-Maultaschen

Das TCM-Kochbuch vereint kulinarische Spezialitäten vom Mungbohnen-Pfannkuchen über gedämpfte Löwenzahn-Maultaschen bis zu Energiesuppen und nahrhaften Powerdrinks wie dem sommerlichen TCM-Cocktail ohne Alkohol. Die verwendeten Zutaten werden jeweils einem der Fünf Elemente – Erde, Metall, Wasser, Holz und Feuer – zugeordnet. Was ist das Besondere an der Fünf-Elemente-Ernährung?

Die Zutaten werden nach Energie, Aroma, den fünf Geschmäckern sowie den Jahreszeiten zusammengestellt und zubereitet. Das macht die Speisen ausgewogen, wohltuend und sehr bekömmlich. Die Rezepte sind klar strukturiert und die Balance zwischen gesundem Essen und kulinarischem Schlemmen gehen Hand in Hand. Energie aufzubauen und zu erhalten ist das Ziel einer ganzheitlichen Ernährung nach den fünf Elementen. Die Ernährung ist neben der Atmung die wichtigste Energiequelle, um unsere angeborene Lebensenergie zu pflegen und zu schützen. Das TCM-Kochbuch enthält auch viele vegetarische und vegane Rezepte. Mit der umfangreichen Tabelle zum Nachschlagen über die Wirkungsweise und Eigenschaften vieler Nahrungsmittel bereichert das TCM-Kochbuch jede gesunde Küche.

Sie empfehlen, den Speiseplan nach der jeweiligen Jahreszeit auszurichten. Was sollte man beispielsweise im Sommer oder Winter essen?

Der Gurkensalat mit Glasnudeln erfrischt bei Sommerhitze und stärkt das Yin, und die scharfsaure

Gurkensalat mit Glasnudeln auf Omlett

Gemüsesuppe wärmt bei winterlicher Kälte, stärkt Nieren und Yang. Jedes Rezept schließt mit einer Beschreibung seiner Wirkung ab.

Sie verwenden asiatische Zutaten, aber auch westliche wie Müsli, Spaghetti oder Joghurt. Alle Rezepte haben Sie selbst zusammengestellt und erprobt. Welches ist Ihr Lieblingsgericht?

Mein Lieblingsgericht ist die leckere Klößchensuppe aus Dinkel- und Buchweizenflocken, abgeschmeckt mit frischem Ingwer und Anis. Aber auch die Pfannkuchen mit Möhren-Zucchini-Füllung mit Zimt aromatisiert und der gedämpfte Fisch an der Hirse-Reis-Mischung sind meine Favoriten.

Zu den Autoren: Bo Sun absolvierte das Studium der chinesischen Medizin und lernte den Beruf des Kochs. Theresia Wilhelms ist Heilpraktikerin und studierte in Deutschland und China chinesische Medizin mit Puls- und Zungendiagnose, Akupunktur und Ernährungslehre.

Fotos: Sun Verlag

Bo Sun / Theresia Wilhelms: Das TCM-Kochbuch, Sun Verlag, 2017, 4. Auflage, 168 Seiten

www.sun-verlag.de

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Buchtipps: Qigong als Heilmethode

Qigong ist nicht nur gymnastische Bewegungsübung, sondern beinhaltet auch einen medizinischen Aspekt. Denn als Heilmethode ist es eine Alternative oder Ergänzung zur westlichen Medizin. Bereits im ältesten medizinischen Lehrbuch, dem Huang Di Nei Jing (Klassiker des Gelben Kaisers zur Inneren Medizin), werden Qigong-Übungen vorgestellt, die der Gesundheitspflege dienen. Qigong vereint Bewegungsübungen, Atmung und Meditation – Übungen, die die Lebensenergie Qi stärken, regulieren, harmonisieren. Zwei Bücher zum Thema Qigong als Heimethode möchte ich im Folgenden vorstellen.

Tao_Selbstheilung_CoverDr. med. Josephine Zöller beschreibt in ihrem Buch „Das Tao der SelbstheilungQi als Naturkraft, die empirisch erfahrbar sei und ohne die Leben nicht sein könne. Qi zu definieren, ist nicht einfach. Denn Qi ist mehr als Lebensenergie. Es wird auch übersetzt als Atem, Dampf, universelle Kraft. Laut Laotse ist Qi „Materie, die man nicht sieht, wie auch Luft Materie ist, die man nicht sieht.“ Ohne Qi gibt es kein Leben, keine Bewegung, kein Wachstum. Skeptikern hält Zöller entgegen, dass auch Gravitation oder das menschliche Bewusstsein nicht sichtbar seien und ihr Wesen wissenschaftlich nicht erfassbar wäre. Hierin würden sich die Denkmodelle der westlich-naturwissenschaftlichen und der fernöstlichen Gesellschaften massiv unterscheiden. Die Autorin erklärt in einer kurzen Einführung die theoretischen Grundlagen des Qigong, die Bedeutung des Qi, den Bezug zur Tageszeit, die Meridiane (Energieleitbahnen im Körper) und den kleinen  und großen Energiekreislauf, die drei Dantian (Regenerationsorte bzw. Sammelpunkte des Qi). Zöller unterscheidet zudem die verschiedenen Arten des Atmens. Die natürliche Atmung erfolge „rund, weich, langsam und tief“  und außschließlich durch die Nase. Bei der Qi-Atmung wird durch die Nase ein- und durch den Mund ausgeatmet. Beim sogenannten Windatmen zieht man die Luft in zwei bis drei Luftzügen ein und atmet anschließend mit  tiefer Absenkung der Bauchdecke wieder aus. Schwerpunkt des Buches sind die traditonell überlieferten Qigong-Übungen, die systematisch aufbereitet und gut illustriert sind.

Die Übungen, die im Stehen oder Liegen oder im Gehen praktiziert werden, sind bekannte Formen wie „den Himmel stützen, die Erde stemmen“ oder „mit Pfeil und Bogen schießen“, aber auch Meditationen wie „der Tiger reckt sich“  oder „das Qi durch das Jadekissen lenken“. Zudem gibt sie Tipps für Massagen von Akupressurpunkten beispielsweise zur Linderung von Kreuz- und Rückenschmerzen oder Kopfschmerzen. Die vorgestellten Übungen umfassen im Wesentlichen das in der chinesischen Heilkunst praktizierte weiche Qigong. Das Buch von Zöller bietet eine übersichtliche Darstellung der Thematik. Die Übungen sind geeignet für Qigong-Anfänger und Fortgeschrittene. Insgesamt ein gutes Einführungsbuch in die Praxis des Qigong.

Therapeutsches Qi Gong_CoverQigong als Therapie bei Krankheiten und als Mittel zur Regeneration ist auch Schwerpunkt des Buches „Therapeutisches Qi Gong“ von Alexandra Gusetti, Jumin Chen und Wolfgang Seiringer. In diesem Buch geht es um den therapeutischen Ansatz, den Prinzipien des Qigong von seinen Anfängen bis zur therapeutischen Arbeit und um die Komplexität des Heilwissens „hinter den Übungen“. Laut Gusetti soll es aber kein Lehrbuch der chinesischen Medizin sein. Die Übungen sind an Praktiker gerichtet, die aber meines Erachtens schon einen gewissen Hintergrund an Erfahrungen mitbringen sollten. Erläutert werden Bewegungsübungen, Meridianmeditationen und Massagen, auch im Bezug zu den Funktionskreisen Magen-Milz, Niere-Blase, Leber/Galle, Herz-Dünndarm, Lunge-Dickdarm. Symptome wie Müdigkeit, Blässe, Kurzatmigkeit deuten beispielsweise auf ein Herz-Qi-Mangel hin. Im therapeutischen Qigong muss das Herz-Qi durch Meditation und Bewegung ernährt und reguliert werden. Entsprechende Übungen sind nachzulesen. Meridiantafeln finiden sich zusätzich im Anhang.

Eine Besonderheit bietet ein philosophischer Ausflug der Autorin in die Naturwissenschaft: Im Kapitel zur kulturübergreifenden Betrachtung wagt sie die außergewöhnliche Verknüpfung von Qi und Quantenphysik. „Als Quantenlogik gilt: Liegt ein Zustand vor, so kann bei einer Überprüfung ein anderer erhalten werden. Es gilt nicht mehr Ja oder Nein.“ Diese quantenphysikalische Denkweise habe mehr mit dem Denk- und Wahrnehmungsmodell östlicher Kulturkreise zu tun als das Konzept der klassischen westlichen Naturwissenschaft. Es ist kein Einsteigerbuch, sondern eher ein Fachbuch mit wissenschaftllichem Schreibstil und wenig Bebilderung. Wer sich jedoch mit Qigong im Kontext chinesischer Medizin und Energetik intensiver beschäftigen will, kann das Buch von Gusetti als hilfreiches Nachschlagewerk nutzen. Beide Bücher sind im Bacopa Verlag erschienen.

Links:

Dr.  med. Josephine Zöller, Das Tao der Selbstheilung, Bacopa Verlag

Alexandra Gusetti, Therapeutisches Qi Gong, Bacopa Verlag

 

 

Ginseng – Heilmittel der Traditionellen Chinesischen Medizin

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Ginseng PulverRoter Ginseng soll die Lebensenergie (Qi) stärken und hilft vielleicht auch gegen meine Frühjahrsmüdgkeit, die mich seit Tagen plagt. Zeit für einen Selbstversuch. Ich übergieße das Ginseng-Pulver mit heißem Wasser und trinke das gelbliche (und nicht rötliche) Getränk. Das Ergebnis: Ich fühle mich tatsächlich weniger schlapp.

Wirkung von Ginseng

Ginseng ist eine Heilwurzel, die in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gegen viele gesundheitliche Beschwerden angewendet wird. Daher stammt wohl auch die lateinische Bezeichnung Panax (pànax, griechisch) , deren Bedeutung Allheilmittel ist. Ginseng soll laut TCM unter anderem das Immunsystem stärken, gegen Konzentrationsschwäche, Stresssymptome und Müdigkeit helfen und sogar dem Alterungsprozess entgegenwirken. In mehreren medizinischen Untersuchungen wurde die Wirksamkeit erforscht. In einem Laborversuch mit Mäusen und menschlichen Lungenzellen hemmte der rote Ginseng Entzündungen und verlangsamte das Wachstum von Grippeviren. 2006 und 2007 wurden Studien an Krebspatienten durchgeführt, die weniger an Müdigkeit litten und eine bessere Lebensqualität aufwiesen. Allerdings sind die westlichen Mediziner sich uneins über die Effekte der Pflanze. Ginseng könne bei Infektionskrankheiten und Konzentrationsschwäche positiv wirken, aber keine Effekte bei Diabetes oder Herzproblemen aufzeigen. Ginseng ist kein Wundermittel für alle Krankheiten, aber es kann zur Vorbeugung und Linderung bestimmter Krankheiten durchaus seinen Beitrag leisten. Es kommt hierbei aber auf die Dosierung und der Anwendung an, denn zu viel Ginseng kann laut Versuchen auch Kopfschmerzen oder Bluthochdruck erzeugen, gerade bei älteren Menschen.

Weißer und roter Ginseng – Was sind die Unterschiede?

Man unterscheidet weißen und roten Ginseng, wobei die rote Färbung auf eine Konservierungsmethode durch Wasserdampf mit anschließender Trocknung des ursprünglich weißen Ginseng zurückzuführen ist. Der rote Ginseng hat eine längere Anbauzeit von mindestens sechs Jahren (daher rühren auch die hohen Preise für das Gewächs), ist länger haltbar und gilt als hochwertiger, da er mehr Ginsenoside, mehr Mineralien, Spurenelemente und Vitamine als der weiße unbehandelte Ginseng enthält. Bis zu 85 % des Ginseng wird in China angebaut, der Rest in Korea oder Japan. Mittlerweile wird er auch in Deutschland angepflanzt.

Die Ginseng-Wurzel, die optisch wie eine menschliche Gestalt aussieht, lässt sich vielseitig verarbeiten: als Tee, Pulver, Kapseln, in Suppe, als Seife oder als Ginseng-Schnaps.

Links über Ginseng:
http://www.journals.elsevier.com/journal-of-ginseng-research/recent-articles
http://www.koreatimes.co.kr/www/news/world/2016/03/182_201063.html
http://www.medizin-transparent.at/ginseng-die-wurzel-geistiger-fitness
http://www.br.de/radio/bayern2/wissen/radiowissen/ginseng-heilwurzel-pflanzenheilkunde-100.html

Chinesische Hühnersuppe mit Heilkräutern

Chinesische SuppeChinesen lieben Suppen. Neben der Reissuppe, die ich Euch bereits in einem anderen Blogpost vorgestellt habe, möchte ich nun eine chinesische Hühnersuppe präsentieren, die mit verschiedenen Kräutern zubereitet ist. Ein Rezept meiner Mutter, die nach Gusto verschiedene Zutaten, die auch in der Traditionellen Chinesischen Medizin Anwendung finden, zu einem köstlichen Mix zusammenstellt und dabei natürlich betont, dass alles wahnsinnig gesund sei.

Sie bereitete eine Hühnersuppe vor, die angereichert war mit Lotuskernen, Buchweizenschrot, Graupen, getrockneten roten Goji-Beeren, frischen Lilienzwiebeln (ansonsten kann man auch getrocknete verwenden) und weißen, rindenähnlichen Plättchen (gespr. Wei Saan – die deutsche Übersetzung habe ich hierfür leider nicht gefunden). Wasser hinzugeben und alle Zutaten aufkochen lassen. Anschließend bei niedriger Hitze zwei Stunden köcheln lassen. Der Geschmack der Suppe ist sehr eigen, schwer zu beschreiben, nicht süß, eher herzhaft. Die Brühe schmeckte durch die frischen Lilienzwiebeln besonders fein.

Außerdem gab es gebratene chinesische Stangenbohnen mit Hühnchen, was ich Euch auch nicht optisch vorenthalten möchte. Die grünen Bohnen, die an Bambusstangen hochgezogen werden, schmecken weniger süß als die deutschen Bohnen und haben einen etwas herberen Geschmack. Sie sind zudem extrem lang, wie das Foto unten beweist.

20160410_102339.jpg20160410_102442.jpg20160410_102418.jpg20160410_115552.jpgChinesische Suppe20160410_102804.jpg20160410_115542.jpg

5 Buchtipps: Ernährung nach den fünf Elementen

wpid-img-20140220-wa0003-1.jpgHolz, Feuer, Erde, Metall, Wasser – so lauten die fünf Elemente, die die chinesische Medizin entscheidend geprägt haben. Sie beschreiben die Wandlungsphasen in der Natur wie beispielsweise den Wechsel der Jahreszeiten. Die Elemente sind zyklisch angeordnet und stehen miteinander in Beziehung: Sie kontrollieren und regulieren sich gegenseitig. Alles, was existiert – sei es die Körperzelle, das Wetter, die Pflanzen – unterliegt diesem Prinzip des Wandels.

Laut der Traditionellen chinesischen Medizin (TCM) kann falsche Ernährung Erkrankungen hervorrufen. Gutes und gesundes Essen hingegen wirkt wie „Medizin“. Nahrung versorgt uns daher nicht nur mit Lebensenergie „Qi“, sondern beeinflusst auch unser körperliches und seelisches Wohlbefinden.

Die fünf Elemente bilden die Basis der chinesischen Kräuterheilkunde. Kräuter, Obst und Gemüse sind nach den jeweiligen Elementen klassifiziert und entsprechen zudem den Geschmacksrichtungen süß, sauer, bitter, salzig, scharf. Nahrungsmittel haben laut dieser Theorie sowohl wärmende als auch kühlende Wirkung. Der früheste Nachweis, dass die fünf Elemente Einfluss auf die Ernährung hatten, ist übrigens im Buch der Urkunden (Shangshu, vor ca. 3000 Jahren) belegt.

Holz = Frühling / Leber-Gallenblase / sauer

Feuer = Sommer / Herz- Dünndarm / bitter

Erde = Spätsommer / Milz-Magen / süß

Metall = Herbst / Lunge-Dickdarm / scharf

Wasser = Winter / Nieren-Blase / salzig

Wer sich ausgewogen und geschmackvoll ernähren will, kann seine Speisen auf Basis der fünf Elemente zubereiten. Kürbissuppe wird beispielsweise empfohlen bei Müdigkeit oder Appetitlosigkeit. Walnusskuchen soll bei Wechseljahrproblemen, trockenem Husten, Unruhe und Zittrigkeit helfen. Im Sommer kühlt Pfefferminztee, auch wenn er warm ist, aber er fördert das Schwitzen und damit Abkühlen und hat auch von der Klassifikation eine kühlende Wirkung. Bei Magenproblemen helfen Ingwerscheiben in heißem Wasser.

Hier noch einige Tipps für eine gesunde Ernährung laut TCM:

  • Lebensmittel sollten frisch zubereitet sein, zur Jahreszeit passen und nicht chemisch behandelt sein. Also keine Tiefkühlkost, keine Mikrowellengerichte.
  • Für Mahlzeiten sollte man sich Zeit nehmen und das Essen genießen. Während des Essens sollte man daher Ablenkung vermeiden, also nicht Fernsehen oder das Checken von Mails auf dem Handy auf eine späteren Zeitpunkt verlegen.
  • Es mag nicht jedermanns Geschmack sein, aber ein warmes Frühstück aus gekochtem Getreide oder eine warme Nudelsuppe am Morgen tragen dazu bei, das Reservoir an Energie gut aufzufüllen. Das Frühstück ist die wichtigste Mahlzeit. Das Abendessen daraf ruhig kleiner ausfallen.
  • Die chinesische Medizin empfielt, keine eiskalten Getränke zu sich nehmen, insbesondere im Sommer. Lieber Tee oder nur gekochtes Wasser trinken. Heißes Wasser verfügt über viel Qi.
  • Wenig Rohkost und wenig Milchprodukte verzehren, dies belastet den Verdauungsprozess.
  • Ideal ist es, wenn alle fünf Geschmacksrichtungen in einer Mahlzeit berücksichtigt werden.

Wer sich näher mit der Thematik beschäftigen will, dem empfehle ich die folgenden fünf Bücher aus dem österreichischen BACOPA Verlag (www.bacopa.at).

Abbildung in ArbeitRichard Fruhmann: Fünf Elemente im Wandel der Jahreszeiten für Neueinsteiger, Bacopa Verlag, 2. Aufl. 2013
Kompaktes, kleines Buch für einen ersten Einstieg in die Materie. Praxisnah und alltagstauglich werden die fünf Elemente beschrieben, inklusive Rezepte für einzelne Beschwerden. Ein Buch, das die Grundlagen der fünf Elemente auch für Laien verständlich darstellt. Sein Motto: „Es ist an der Zeit, dass wir die Gesundheit in unsere eigenen Hände nehmen.“

 

Roswitha Fehrer: Das 5-Elemente Kochen. Im Einklang mit Beruf und Haushalt, Bacopa Verlag, 3. Aufl. 2012Abbildung in Arbeit
Das Buch enthält eine Sammlung von 135 Rezepten, die eingeteilt sind in die Kategorien Frühstück, Fertiggerichte für den Arbeitsplatz, Mittagessen und Tanks auffüllen für den Rest des Tages, Abendessen, Übergewicht und Kinderküche. Die Zutaten sind durch Buchstaben nach ihrer Einteilung der fünf Elemente markiert. Neben Tipps zur Gewichtsabnahme findet der Leser Rezepte, die hauptsächlich mit westlichen Lebensmitteln zubereitet werden und auf den westlichen Gaumen abgestimmt sind. Es ist grundsätzlich kein Rezeptbuch für chinesische Mahlzeiten, abgesehen von Reissuppe oder Tofu-Reisbällchen. Auch wenn leider auf eine Bebilderungen verzichtet wurde, so machen Rezepte wie „Safran-Risotto mit Backobst“, „Mohnpalatschinken mit Balsamzwetschken“ oder „Marokkkanisches Ofengemüse“ dem Leser Lust, das eine oder andere Gericht auszuprobieren. Guten Appetit!

Abbildung in ArbeitFranz P. Redl (Hrsg.): Die Welt der Fünf Elemente. Anwendungsbereiche in Theorie und Praxis, Bacopa Verlag, 4. Aufl. 2010
Das Buch ist eine Sammlung von Aufsätzen verschiedener internationaler Experten der TCM. Ina Diolosa schreibt in ihrem Essay speziell über die „Fünf Wandlungsphasen in der Ernährung“. Das Werk bietet darüber hinaus einen Einblick in weitere Anwendungsbereiche der Fünf-Elemente-Theorie wie die Psychologie, Akupressur und Akupunktur, Tanz und Bewegung und NLP. Eine gute Übersichtsdarstellung, welche die unterschiedlichen Aspekte der Elementelehre aufgreift und das Interesse auch auf andere Themenbereiche lenkt. Zusätzlich gibt es Tabellen, Übungen und Alltagstipps. Ein Buch, das in erster Linie an den Fachleser gerichtet ist.

 

Abbildung in ArbeitSchweizerische Berufsorganisation für Traditionelle Chinesische Medizin (Hrsg.): Praxisbuch Nahrungsmittel und Chinesische Medizin, Bacopa Verlag, 3. Aufl. 2013

Dieses Buch bietet einen guten Überblick über die Wirkungsbeschreibungen und Indikationen der im Westen gebräuchlichen Lebensmittel. So erfährt man beispielsweise, dass Pinienkerne bei übermäßigem Konsum zu Feuchtigkeit und Schleim führen können, Zwiebeln Schleim löst, Brokkoli Blut tonisiert (stärkt),  Honig den Geist (Shen) beruhigt und Quark Hitze eliminiert und Toxine ausleitet. Auch die Wirkungsweise von Mungbohnen, chinesischem Pak-Choi oder Shitake-Pilzen wird ausführlich beschrieben. Jedem Lebensmittel, das auch bebildert ist, wird eine ganze Seite gewidmet. Das 376 Seiten umfassende Buch enthält darüber hinaus ein umfangreiches Register der Symptome sowie einen Index der Wirkungskategorien. Ein Nachschlagewerk, das man öfter in die Hand nehmen kann.

Abbildung in ArbeitPetra Kamb: Taschen-Lexikon Chinesische Medizin. Fachbegriffe und Zusammenhänge verstehen, 2013
Das Lexikon eignet sich für

Fachpersonen und Leser, die sich intensiver mit Fachbegriffen beschäftigen wollen. Das Buch enthält aber nicht nur Fachbegriffe von A-Z, es bietet weitaus mehr: eine Überblicksdarstellung zur Geschichte Chinas und der chinesischen Medizin, Zahlen und Fakten, viele Literaturhinweise, eine Übersicht der wichtigen klassischen Werke der chinesischen Medizin sowie kurze Einführungen in die Lehren des Daoismus, Konfuzianismus und Buddhismus. Besonders nützlich sind die Lernpfade, nach denen man das Lexikon durchforsten kann und so über eine medizinische Route in einzelne Themenbereiche einsteigt. Außerdem gibt es für einige Fachbegriffe zusätzliche Kommentare, die Zusammenhänge erläutern.

DVD-Tipp: „Awai Cheung – Die QI Formel“ – aktiv und fit durch den Winter

Qigong verleiht EnergieBesonders in der kalten Jahreszeit ist es wichtig, das Immunsystem zu stärken und fit zu bleiben. Auf seiner neuen DVD „Awai Cheung – QI-Formel“ präsentiert Awai Cheung einfache, aktivierende Qigong-Übungen, die ausgleichend und entspannend wirken. Für kurze Pausen im Büro oder zu Hause als Ausgleich zum vorweihnachtlichen Stress. Nützlich sind die Audiokommentare und die Hinweise zur Vor- und Nachbereitung.

„Qi“ ist die Energie, die der Mensch benötigt, um in Balance zu bleiben. Sie fließt durch sogenannte Meridiane, die Energieleitbahnen im Körper. Nach Auffassung der Traditionellen chinesischen Medizin (TCM) ist der Mensch gesund und ausgeglichen, wenn Körper, Seele und Geist im Einklang sind. Dazu muss die Lebensenergie Qi fließen. Ist das Qi blockiert – beispielsweise durch Stress, Ärger, Kummer oder schlechte Ernährung – wird der Mensch krank.

Durch Bewegungs- und Meditationsübungen kann man sein Qi im Körper stärken und damit auch sein körperliches und seelisches Wohlbefinden. Qigong-Übungen helfen also, im Gleichgewicht zu bleiben. Awai Cheung hat die besten Übungen auf seiner neuen DVD zusammengestellt. Er ist Qigong-Experte und arbeitet als selbstständiger Berater für Gesundheitsmanagement in Großunternehmen, Lehrbeauftragter an einer Hochschule und als Buchautor. Sein fachliches Know-how vermittelt er in Form von Erlebnisvorträgen, Workshops und Seminaren im In- und Ausland.

Wer entspannen will, sollte sich die Übungen selbst anschauen, anhören und die eine oder andere Übung gleich mitmachen – oder sich als Weihnachtsgeschenk unter den Tannenbaum legen lassen. Die 70-minütige DVD „Awai Cheung – QI Formel“ ist seit Dezember 2014 auf dem Markt erhältlich.

Kommt gut und gestärkt durch den Winter. Ich wünsche Euch viel Qi!

DVD Awai Cheung QI Formel

Links:
DVD Awai Cheung – QI Formel
www.awaicheung.de

TCM-Ernährung nach den Jahreszeiten : 5 Tipps für den Sommer

Obst

Sommer, Sonne und 30 Grad im Schatten! Die hohen Temperaturen machen dem Körper derzeit ganz schön zu schaffen. Laut chinesischer Medizin hilft hier die richtige Ernährung mit „kühlenden“ Lebensmitteln. Wer seinen Speiseplan den Jahreszeiten anpasst und seine Nahrungsmittel entsprechend auswählt, bleibt fiter und ausgeglichener. Hier stelle ich Euch fünf Ernährungstipps für die heißen Sommertage vor.

In der Traditionellen Chinesischen Medizin werden Nahrungsmittel nicht nur nach ihren Geschmacksrichtungen, sondern auch nach ihren thermischen Eigenschaften unterschieden: kalt, kühl, neutral, warm, heiß. Im Gegensatz zu scharfen Nahrungsmitteln, die eine wärmende Funktion besitzen und den Stoffwechsel ankurbeln, verlangsamen kühlende Lebensmittel die Verdauung. Zu den kühlenden Lebensmitteln zählen saure oder bittere Speisen.

    1. Rohkost hat eine kühlende Wirkung auf den Organismus.
      Wenn es heiß ist, eignen sich zur Abkühlung Obst udn Gemüse wie Äpfel, Birnen, Bananen, Kiwi, Orangen, Ananas, Grapefruit, Mango, Sojasprossen, Ruccola-Salat, Wassermelone, Gurke, Tomate, Rote Beete, Pfefferminze, Kresse, Basilikum, Milchprodukte und Weizen.
      Kühlend wirken auch Zucchini und Brokkoli.
    2. Sich ausgewogen ernähren.
      Wer sich einseitig nur mit Rohkost ernährt, führt dem Körper zu viel kühlende Nahrung zu. Dies ist für die Verdauung nicht förderlich. Besser ist es, kühlende mit neutralen oder warmen Lebensmitteln zu kombinieren. Beispielsweise mit Hülsenfrüchten, Reis, Kartoffeln, Pilzen oder Möhren.
    3. Weniger eiweißreiche Kost essen.
      Weniger Fleisch und Eier essen, dafür eher Fisch und Geflügel.
    4. „Leichter“ zubereitete Kost belastet weniger den Magen.
      Gedünstete oder kurz gebratene Speisen sind bekömmlicher als fette, gebratene oder gegrillte Speisen.
    5. Kühle, aber nicht eiskalte Getränke zu sich nehmen.
      Viel Wasser trinken. Grüner Tee, Pfefferminztee und selbst hergestellte Limonade eignen sich gut im Sommer als erfrischende Getränke. Den Konsum von schwarzem Tee, Kaffee und alkoholischen Getränken sollte man in der heißen Jahreszeit einschränken.

Tee

Darf ich bei großer Hitze kein Eis essen? Selbstverständlich, auch ich möchte im Sommer nicht auf Schokoladeneis oder die leckere, aber fettige Bratwurst am Grillabend verzichten. Deshalb gilt die Regel: Man sollte grundsätzlich das essen, was einem gut tut und schmeckt. Dabei sollte man die Mahlzeiten genießen und sich möglichst ausgewogen ernähren. Je nach persönlicher Konstitution sollte man aber darauf achten, dass das Yin- (kühl) und Yang-Elemente (warm) im Körper im Gleichgewicht bleiben. Einfacher gesagt: Im Sommer lieber Hände weg von Eisbein & Co. und dafür öfter mal einen knackigen Salat essen.

Bernstein ist bei den Chinesen beliebt

Bernstein, im ursprünglichen Sinn „Brennstein“, hat bei den Chinesen die Bedeutung „Seele des Tigers“. Bernstein ist getrocknetes, gehärtetes Baumharz, das mehrere Millionen Jahre unter Gesteinsschichten lag und durch Druck und Luftabschluss entstand. Kein Stein gleicht dem anderen. Derzeit erlebt der variantenreiche Stein in China einen Boom.

Bernstein aus dem nordeuropäischen-baltischen Raum hat in China in den letzten fünf Jahren an enormer Beliebtheit gewonnen. Dies zeigt sich besonders an den steigenden Preisen für den Schmuckstein.

Auf internationalen Schmuckmessen wie der Amberif 2011 und Ambermart 2012 in Danzig oder der Internationalen Juwelen- und Schmuckmesse in Peking 2013 sind die Chinesen laut Medienberichten besonders interessiert an dem fossilen Harz. Sie sehen den Bernstein nicht nur als trendiges Modeaccessoir im westlichen Design, sondern vor allen Dingen als gute Geldinvestition.

Bernsteinschmuck

Bernstein in der Medizin

Die Wirkung von Bernstein ist vielfältig. So soll Bernstein entzündungshemmend sein, Hautkrankheiten und Halsschmerzen lindern, beruhigen und für Wohlbefinden sorgen. Spirituell soll der heilende Stein sogar vor bösen Geistern schützen. Die Chinesen in der Antike verbrannten beispielsweise Bernstein, um Dämonen im Haus zu vertreiben. In der traditionellen chinesischen Medizin wurde Bernsteinsäure und Opium zur Krampflösung und gegen Schlaflosigkeit verabreicht. Im Buddhismus gilt der Bernstein als Glücksstein.

Bernsteinfunde gibt es auch in China. Die Minen in der Nähe von Fushun sind aber bereits stillgelegt.

Weitere Links zum Thema:

http://german.cri.cn/1833/2013/06/24/1s199491.htm

http://www.gz-online.de/cgi-bin/adframe/events/notices/article.html?ADFRAME_MCMS_ID=6292

http://www.gz-online.de/cgi-bin/adframe/events/notices/article.html?ADFRAME_MCMS_ID=3263&id=1391954487871231133127823

http://www.amber.com.pl/en/news/interviews/item/1962-the-amber-boom-in-china-an-interview-with-vivian-yang