Kulturtipps: Ausstellungen zu China in Berlin

China in Berlin:  Außer den niedlichen Pandabären im Zoo und den chinesischen Gärten auf der Internationalen Gartenausstellung hat Berlin in diesem Sommer noch andere kulturelle Highlights zu bieten. Berliner Museen und Institutionen zeigen derzeit und in den kommenden Monaten viele interessante Ausstellungen rund um das Reich der Mitte. Eine gute Alternative, wenn es in der Stadt wieder wie aus Kübeln regnet. Hier eine Übersicht:

Ausstellungen zu China in Berlin

  • bis 27. Juli 2017
    Konfuzius Institut Berlin

    „Carl Arendt (1838-1902) und die Entwicklung der Chinawissenschaft“
    Die Ausstellung präsentiert Leben und Wirken Carl Arendts, des ersten Professors für Chinesisch am Seminar für Orientalische Sprachen an der Berliner Universität. Arendt spielte eine entscheidende  Rolle in der deutschen Kolonialpolitik in China und im Prozess der Professionalisierung der Sinologie. Beispielhaft wird die Verflechtung von Kolonial- und Wissensgeschichte aufgezeigt.
    Wo: Konfuzius-Institut an der Freien Universität Berlin
    Galerieraum 117/118
    Goßlerstraße 2-4, 14195 Berlin
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  • 6. Juli bis 3. Dezember 2017
    Neues Museum
    Sonderausstellung „China und Ägypten. Wiegen der Welt“

    Eine Sonderausstellung des Ägyptischen Museums und Papyrussammlung – Staatliche Museen zu Berlin in Kooperation mit dem Shanghai Museum. Erstmals werden im Neuen Museum altägyptische und altchinesi-sche Exponate gemeinsam präsentiert.
    Wo: Neues Museum, Bodestraße, 10178 Berlin
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  • 13. Juli bis 30. August 2017
    Chinesisches Kulturzentrum Berlin
    Ausstellung „Das schöne Grasland, meine Heimat – Graphikkunst aus Horqin (Innere Mongolei)“
    Wo: Klingelhöferstraße 21, 10785 Berlin
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  • 22. Juli bis 31. August 2017
    Aedes Architekturforum
    Ausstellung „Jetzt und Hier – Chengdu – Liu Jiakun: Ausgewählte Arbeiten“

    Mit einem Fokus auf die soziale Realität und unter Berücksichtigung des lokalen Kontexts und Handwerks überträgt das Werk Liu Jiakuns in einzigartiger Weise traditionelle chinesische Haltung in eine zeitgemäße Architektursprache.Wo: Aedes Architekturforum
    Wo: Aedes Architekturforum, Christinenstr. 18–19, 10119 Berlin
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  • 29. September2017 bis 07. Januar 2018
    Kunstbibliothek – Staatliche Museen zu Berlin
    „Wechselblicke. Zwischen China und Europa 1669-1907“
    China und Europa verbindet eine lange Tradition des wechselseitigen Kulturaustauschs. Besonders intensiv war dieser Austausch während der Qing-Dynastie (1644-1911), die als eine der kulturellen und politischen Hochphasen der chinesischen Geschichte gilt. Den Facettenreichtum dieser gegenseitigen Faszination veranschaulicht die Ausstellung anhand von Exponaten aus dem Zeitraum von 1669 bis 1907.
    Wo: Kunstbibliothek, Mattäikirchplatz 6, 10785 Berlin
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  • bis 03. November 2017
    TU Berlin
    CCTV – China von oben: Frank Palmer fotografiert Wanderarbeiter beim Stahlbau in China
    Das Center for Cultural Studies on Science and Technology in China (CC) der TU Berlin präsentiert die Ausstellung „CCTV – China von oben“ des deutschen Fotografen Frank P. Palmer, der seit über 20 Jahren in China lebt. Über einen Zeitraum von ca. fünf Jahren hat er chinesische Wanderarbeiter beim Bau des China Central Television Headquarters (CCTV) in Peking aus unmittelbarer Nähe dokumentiert.
    Wo: TU Berlin, Center for Cultural Studies on Science and Technology in China (China Center), Marchstr. 23, 10587 Berlin, Raum MAR 2.032-2.035
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  • ab dem 23. November 2017
    Konfuzius Institut Berlin
    Ausstellung „Der Traum vom Glück“
    Überall auf der Welt träumen die Menschen vom Glück. Die Ausstellung fragt nach dem Ursprung der Glückssymbolik in China und erläutert ihre Bedeutung an zahlreichen Beispielen und Objekten. Untersucht werden z.B. die Farbe Rot, chinesische Glückszahlen, der Herkunft der Glückskekse und der Gleichklang von chinesischen Wörtern und Begriffen.
    Ausstellung
    Wo: Konfuzius-Institut an der Freien Universität Berlin, Galerieraum 117/118,
    Goßlerstraße 2-4, 14195 Berlin
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Für aktuelle Änderungen bitte die Webseite der jeweiligen Veranstalter besuchen.

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Gerd Kaminski: Von roten Schleiern und bunten Eiern – Chinesische Lebensbräuche

Bacopa Verlag Kaminski Buch Was hat es auf sich mit der Jadefee? Warum feiern die Chinesen die hundert Tage nach der Geburt und warum trugen Bräute sogenannte Frühlingsbilder unter ihrem Gewand? Chinesische Bräuche unterscheiden sich in so manchen Aspekten von denen der westlichen Hemisphäre. Bei der Hochzeit lamentiert beispielsweise die Braut, wenn der Bräutigam sie in Empfang nimmt, bunte Eier gehören zu den Geburtsritualen und das Fabelwesen Qilin (und nicht der Storch) bringt die Kinder auf seinem Rücken auf die Welt. Wer sich mit den noch heute lebendigen Traditionen und den Märchen und Legenden Chinas vertraut machen will, dem sei das neue Buch von Prof. Dr. Gerd Kaminski „Von roten Schleiern und bunten Eiern“, Bacopa Verlag, ans Herz gelegt.

Kaminski erklärt die Rituale und deren Ursprünge, spannt einen Bogen von der Vergangenheit über die Kulturrevolution bis heute. Laut Verlag ist es das erste Buch in deutscher Sprache, das sich in dieser umfassenden Form mit chinesischer Volkskunde befasst. Empfehlenswert nicht nur für Ethnologen, sondern alle, die sich für chinesisches Brauchtum auch aus wissenschaftlicher Sicht interessieren. Der Autor ist Österreicher und studierte Rechtswissenschaft und chinesische Sprache an der Universität Wien. 1971 gründete er das Österreichische Institut für China- und Südostasienforschung sowie die Österreichisch-Chinesische Gesellschaft.

Gerd Kaminski: Von roten Schleiern und bunten Eiern. Chinesische Lebensbräuche, Juni 2017, Bacopa Verlag, Link: https://www.bacopa.at/page/md3000003_71360.html

Impressionen von der IGA 2017 in Berlin: Dule Yuan, Seilbahn und Rosengarten

Dule Yuan, IGA 2017Ein Bambushain, Metalljurte und Wasser, das über einen Steinweg gemächlich dahinfließt: Der chinesische „Dule Yuan“, der Garten des abgeschiedenen Vergnügens, ist eine moderne „Gartenlandschaft“, die etwas versteckt auf dem weitläufigen Geländer der IGA, der Internationalen Gartenausstellung in Berlin-Marzahn liegt. Ich habe mir den neuen Garten angesehen und dabei noch andere Highlights der IGA entdeckt.

IGA 2017 FahnenWie komme ich auf dem schnellsten Weg zur IGA? Vom Alexanderplatz geht es mit der U5 Richtung Hönow zur U-Bahnstation Kienberg (Gärten der Welt). Die Fahrt dauert eine halbe Stunde. Dann ist es  nur noch ein Katzensprung bis zum Haupteingang der IGA, von dem man schon die Gondeln der Seilbahn sehen kann. Das im U-Bahntautomaten gekaufte Ticket muss man übrigens nochmals an den Kassen umtauschen, um die „richtige“ Eintrittskarte mit dem Einlass-QR-Code zu erhalten.

Wir stellen uns in die Warteschlange zur Seilbahn. Trotz der Menschenmenge geht es aber unverhofft schnell. In jeder Gondel haben acht Personen Platz und die Einweiser bemühen sich um eine fixe Abfertigung.

Seilbahn IGA 2017 Berlin Die Fahrt über den Kienberg ist schon beeindruckend. Es gibt zwar keine Blumen zu sehen, aber viel Grün. Der morgendliche starke Wind lässt die Gondel etwas schaukeln und für einen kurzen Augenblick bleibt sie sogar in luftiger Höhe stehen. Trotz Höhenangst überstehe ich die Fahrt unbeschadet. Der Ausblick lohnt sich.

 

 

Wolkenburg iGA 2017Doch dann geht es weiter zur nächsten Haltestation: der Wolkenhain, ein Aussichtsturm in Wolkenform. Fahrstuhl oder Treppe? Wir entscheiden uns für die Treppe, die hinauf zur Aussichtsplattform führt.

Aussicht zum Alexanderplatz von der Wolkenburg, IGA 2017Leider fehlen hier Schilder, die die Umgebung erläutern. Außerdem ist es sehr windig. Der erste Programmpunkt ist geschafft und wir verlassen die Wolkenburg.

Allmählich kommen auch immer mehr Besucher auf die IGA. Trotz der Menschenmassen gibt es aber immernoch viele Wege und Plätze, wo man ungestört die Nautur betrachten kann, da das Gelände sehr weitläufig ist.

Neu ist das englische Cottage mit einer großen Terrasse, Wandelgang und den typischen Rosen. Endlich Zeit für eine Teepause. Wer etwas Geduld und genügend Kleingeld mitbringt, der wird mit köstlichen Spezialitäten der britischen Insel belohnt.English Cottage Gärten der Welt

Wir entscheiden uns für die süße Variante der „Etagère“ mit Brownies, Flapjack (Müsliriegel), Shortbread (Mürbeteigkekse) und Scones mit Erdbeermarmelade und Clotted Cream (Streichrahm). Letztere kenne ich ohne Rosinen, aber das warme Gebäck war sehr lecker, genau wie all die anderen Süßspeisen. Für 9,90 Euro reicht die 1-Personen-Platte aber auch für zwei Personen.

Außer dem chinesischen Garten, wo man auch Teetrinken kann, gibt es auf dem Erweiterungsgelände den zweiten chinesischen Garten, den Dule Yuan, welchen man über einen Bambushain erreicht (ich hatte bereits darüber berichtet). Durch einen Spiegel wird die metallische „Bambushütte“ auf der gegenüberliegenden Seite verdoppelt. Über einen steinernen Weg fließt gemächlich das Wasser. Auffällig ist: Dieser Garten lässt die Besucher zur Ruhe kommen und in Stille verweilen.

Dule YuanDule Yuan

Ein weiteres Highlight ist unbestritten der Rosengarten, aber auch die kleinen Teiche und Wasserbecken, in denen sich Frösche tummeln und Seerosen blühen, haben ihren besonderen Reiz.

SeerosenteichSeerosen IGA 2017Fazit: Auch Berliner, die bereits die Gärten der Welt kennen, können noch das eine oder andere Neue entdecken.  Ein Besuch der Gärten ist immer eine Reise wert. Außerdem gibt es ein vielfältiges Begleitprogramm mit „Qigong für Jedermann“, Konzerten, Beratungen für Gartenfreunde, wechselnden Ausstellungen in der Blumenhalle und einem Umweltbildungsprogramm für Groß  und Klein.

Die IGA ist geöffnet vom 13. April bis 15. Oktober 2017.
https://iga-berlin-2017.de

 

Buchtipp: Suppen aus China – Vegane Rezepte für den Alltag

Suppen aus China, Drachenhaus VerlagChinas Küche ist vielfältig, auch bei den Suppen. Chinesen essen sie schon morgens als Frühstücksmahlzeit wie beispielsweise Nudelsuppe oder verzehren sie zum Abschluss nach dem Hauptgang. Suppen sind lecker und vor allen Dingen gesund. Bei Krankheit isst man am besten Reissuppe, die stärkend wirkt. Heute möchte ich Euch ein besonderes Kochbuch vorstellen, das sich ausschließlich mit veganen chinesischen Suppen beschäftigt. „Suppen aus China. Vegane Rezepte für den Alltag“, erschienen im Drachenhaus Verlag, macht Appetit auf authentische chinesische Suppen.

Sie klingen wie ein Gedicht: Schneegestöber in den Roten Bergen, Sonnenuntergang im Weißen Fluss oder Flüssige Jade. Die veganen Suppen aus China haben klangvolle Namen und sind gehaltvoll, auch wenn sie lediglich aus Kräutern, Gemüse und Pasten bestehen. Nach der chinesischen Ernährungslehre sollte man Suppen zu bestimmten Jahreszeiten zubereiten und verzehren. Je nach den körperlichen Bedürfnissen, die sich im Frühling, Sommer, Herbst oder Winter unterscheiden, haben die Suppen verschiedene Wirkungen auf unseren Organismus. Nahrung wirkt daher wie „Medizin“.

Das Buch ist insgesamt aufwendig gestaltet. Durch großformatige Fotos werden die Rezepte schön in Szene gesetzt. Zudem bietet das Kochbuch einen guten Überblick über die Ernährungslehre der Fünf Elemente und eine Übersicht der wärmenden (Yang) und kühlenden (Yin) Nahrungsmittel.

Mir gefällt das Kochbuch sehr gut aufgrund seiner tollen Aufmachung und der außergewöhnlichen Rezepte, die man nicht in jedem Kochbuch findet. Empfehlenswert nicht nur für Suppenfans, sondern auch für alle, die sich für gesunde chinesische Küche interessieren. Ein Buch ganz nach meinem Geschmack.

Nora Frisch, Ming Dittel und Jürgen Bubeck: Suppen aus China. Vegane Rezepte für den Alltag, Drachenhaus Verlag, 2015

http://www.drachenhaus-verlag.com/index.php/programm/Chinas_Kueche

 

China in Berlin: Zoo Berlin bekommt wieder ein Panda-Pärchen

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Foto: Zoo Berlin

Berlin bekommt eine neue Attraktion: Der Zoo Berlin erhält im Sommer ein Panda-Pärchen aus China als Zucht-Leihgabe für 15 Jahre.

Am 28. April wurde der bereits von China unterzeichnete Vertrag von Zoodirektor Dr. Andreas Knieriem signiert. Kostenpunkt: rund 920.000 Euro für beide Tiere im Jahr, die dem Giant Panda Conservation Fund zu Gute kommen. Eine gute Investition in die Zukunft, auch wenn die Pandas mittlerweile nicht mehr zu den aussterbenden Arten zählen sollen, aber immernoch als gefährdet eingestuft werden.

Extra für die beiden Neuankömmlinge, deren Namen noch nicht bekannt sind (Update: sie heißen Mengmeng und Jiao Qing), wird das ehemalige Hirschgehege neu gestaltet und misst rund 5500 qm. Der Panda Garden wird ergänzt durch die Panda Plaza, von der aus Besucher durch große Glasscheiben die Tiere beobachten können, und den Panda-Stall. Ziel ist es, dass das Paar Nachwuchs bekommt wie beispielsweise im Tierpark Pairi Daiza in Belgien (Video) oder im Wiener Tiergarten Schönbrunn (Video). Sollte dies auch in Berlin gelingen, wäre dies eine nie dagewesene Sensation.

Große Pandas in Berlin haben Tradition. 1980 kamen Bao Bao und Tjen Tjen als Staatsgeschenk des chinesischen Regierungschefs Hua Guofeng an Bundeskanzler Helmut Schmidt nach Berlin. Nach dem Tod der Pandadame Tjen Tjen folgte 1995 Yan Yan, die zwölf Jahre mit dem männlichen Pandabären Bao Bao im Zoo verbrachte. Ich erinnere mich, dass ich im KaDeWe in den 1990er Jahren einen Stofftier-Panda für 20 DM erwarb. Die Einnahmen aus dem Verkauf der Stoffbären diente als Futterspende für das Original im Zoo. 2012 mussten sich dann die Zoobesucher auch von Bao Bao verabschieden. Er war mit 34 Jahren der älteste lebende Große Panda weltweit.

Der Einzug des neuen Pandabären-Pärchens wird voraussichtlich für genauso große Begeisterungsstürme sorgen wie bei seinen Vorgängern. Ich hoffe, dass ihnen ihre neue Heimat gefällt.

Tipp: Der Zoo Berlin hat für interessierte Besucher einen eigenen Panda-Blog eingerichtet. Hier kann man sich über den weiteren Ablauf, den Stand der Bauarbeiten und spezielle Informationen über Pandabären informieren: http://www.zoo-berlin.de/de/aktuelles/panda-blog

„Mama Cheung“ auf YouTube: Tipps für chinesische Homestyle-Rezepte

Mama Cheung zeigt in ihren Kurzvideos, wie man original chinesische Rezepte zu Hause nachkochen kann. Seit 2014 hat sie bereits über 130.000 Abonnenten ihres Kanals und das zu Recht: Die Rezepte werden einfach erklärt, sie gelingen immer – mein Bruder hat es ausprobiert – und sind sagenhaft lecker.

Sie steht in ihrer Küche, rührt mit ihren Stäbchen, knetet, schneidet, brät und dämpft: Mama Cheung stellt chinesische Rezepte vor, die jeder Hongkong-Chinese kennt wie Sweet and Sour Pork, Yau Gok oder Egg Tarts. Sie braucht auch nicht viel Küchengeräte. Oft reichen eine Schüssel, ein Teigteiler, ein Messer oder ein Mini-Holzstab als Nudelholz. Vorgestellt werden Alltagsgerichte, aber auch Essen für Festtage, Suppen, Dim Sum und typische chinesische Desserts. Von „Hausmannskost“ würde ich dennoch nicht sprechen, denn die Gerichte sind zwar einfach, aber mit besonderer Finesse. Alle Gerichte werden dekorativ angerichtet, das Auge isst schließlich mit.

Mama Cheung erklärt auf Kantonesisch, wie sie Schweinebauch besonders knusprig macht, wie man Soßen kreirt oder eine Dim-Sum-Fülling zusammenstellt. Zum besseren Verständnis für alle anderen werden meist Untertitel auf Chinesisch und Englisch eingeblendet. Sie bringt ihre Leidenschaft des Kochens authentisch rüber, ganz unprätentiös und sehr sympathisch. Außerdem hat sie einen Twitterkanal und ist auch auf Facebook präsent. Meine Empfehlung lautet daher: Schaut Euch die Videos an und ran an die Töpfe!

Hier geht es zu Mama Cheung’s Kanal: https://www.youtube.com/user/mamacheung

Buchtipp: „Buddha Bowls“ mit 50 Rezeptideen von Tanja Dusy

Gesund und bunt – eine „Buddha Bowl“ ist gefüllt mit gesunden, energiereichen Zutaten, die in einer großen Schüssel angerichtet werden. Die passenden Rezepte für leckere Bowls bietet jetzt das Buch „Buddha Bowls“ von Tanja Dusy, erschienen im EMF Verlag. Ich habe mir bereits beim Durchblättern Appetit geholt.

Das Prinzip ist simpel: In einer Schüssel werden gesunde Zutaten zusammengestellt, die dem Körper gut tun und satt machen – fertig ist eine ausgewogene Power-Mahlzeit. Wer nun an Omas traditionellen Eintopf denkt, liegt komplett falsch. Buddha Bowls sind kulinarische Kreationen und beinhalten im ausbalancierten Verhältnis Kohlenhydrate, gute Proteine, Vitamine und gesunde Fette. So lassen sich vielfältige Bowls für jede Tageszeit zaubern: vom Frühstücksbrei (Breakfast-Bowl) über einfache Lunchvarianten (Easy Bowls) bis zu Hauptmahlzeiten (Super Bowls). Wie wäre es – passend zur Jahreszeit – mit einer Frühlings-Bowl oder einer Happy-Bunny-Bowl mit Ofenmöhren zu Ostern?

Juwelen-Bowl

Die Buddha Bowls erinnern an die Gerichte in Schüsseln aus Asien. Momentan sind sie ein Trend in den USA. Aber langsam interessiert sich auch die deutsche Foodszene für diese Art der Esskultur. Im Rezeptbuch werden sowohl asiatische Varianten der Buddha Bowl vorgestellt wie die Colors-of-Asia-Bowl oder die Otsu-Bowl mit Tofu, aber auch international inspirierte Schüsseln wie die Healthy Kebab-Bowl, die Burrito-Beef-Bowl oder die Tex-Mex-Bowl. Welche Rolle der Buddha in der Namensgebung spielt? Hierzu gibt es unterschiedliche Theorien. Vielleicht werden die Buddha Bowls so genannt, weil sich das  Essen in der Schüssel nach oben wölbt, so wie der Bauch eines chinesischen Buddhas. Oder weil das Essen jedem ein zufriedenes Lächeln während der Mahlzeit bescheren soll, wie die Autorin meint.

 

Otsu-Bowl

Otsu-Bowl

Frühlingsbowl

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Buddha Bowls“ ist ein schön gestaltetes Buch. Es überzeugt mit außergewöhnlichen Rezepten und Appetit anregenden, großformatigen Fotos, die einfach Lust aufs Kochen (und natürlich Essen) machen. Ergänzt werden die Anleitungen mit Austauschtipps für Nahrungsmittel und Hinweisen zur unterschiedlichen Zubereitung von beispielsweise Tofu oder Süßkartoffeln.

Tanja Dusy, Fotos © EMF/Klaus Maria Einwanger

Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, sollte die Rezepte einfach selbst ausprobieren oder sich von den Grundrezepten zu eigenen kulinarischen Werken inspirieren lassen. Ein empfehlenswertes Buch für Feinschmecker der gesunden Küche der besonderen Art.

Tanja Dusy: Buddha Bowls. Gesund & bunt. 50 x Energie aus der Schüssel, EMF Verlag, 2017, 144 Seiten

Mehr Infos: https://www.emf-verlag.de/produkt/buddhabowls/

Chinesischer Garten „Dule Yuan“ auf der IGA Berlin 2017

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Dule Yuan, Foto: Lichtschwärmer

Vom 13. April bis 15. Oktober 2017 zeigt die Internationale Gartenausstellung Berlin (IGA) ein besonderes chinesisches Kleinod: der Dule Yuan, der „Garten des abgeschiedenen Vergnügens“.

Die Berliner haben bereits einen traditionellen chinesischen Garten in den „Gärten der Welt“ in Marzahn. Nun erhält dieser beeindruckende Konkurrenz: Auf der Erweiterungsfläche, dem neuen Gelände der Internationalen Gartenausstellung Berlin 2017, ist eine moderne Interpretation eines chinesischen Gartens mit futuristischer Bambushütte entstanden, genannt Dule Yuan. Entworfen hat ihn Zhu Yufan, Professor für Landschaftsarchitektur an der Tsinghua-Universität Peking, der sich von einem alten Gemälde eines Dule Yuan inspirieren ließ.

„Der Dule Yuan nimmt in der chinesischen Gartenbaugeschichte einen herausragenden Platz ein“, erklärt Zhu. „Sein Schöpfer Sima Guang, ein beliebter Politiker, Historiker und Gelehrter der Song-Dynastie, beschrieb im 11. Jahrhundert in einem Aufsatz die Struktur und die landschaftlichen Höhepunkte des von ihm gestalteten Dule Yuan und ging darauf ein, wie dieser chinesischen Gelehrten zu einer unabhängigen und introspektiven Denkweise, zu einem idiosynkratischen Lebensstil verhelfen könne.“

Zhus Gartenkonzept verbindet traditionelle Elemente mit zeitgenössischen Materialien und geometrischen Formen. Angelegt ist der Garten im Sonderbereich Internationale Gartenkabinette der IGA. Weitere Themengärten sind von Architekten aus Australien, Brasilien, Chile, Deutschland und Thailand gestaltet worden.

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Wolkenhain der IGA, Foto: Dominik Butzmann

Die IGA lädt Gartenkunstliebhaber, Fachpublikum und Familien ein, sich über grüne Lebenskultur und aktuelle Trends der Landschaftsgestaltung in anderen Ländern zu informieren und Gartenkunst hautnah zu erleben. Sinnlich, spielerisch oder aus verschiedenen Perspektiven – beispielsweise von oben aus dem Wolkenhain oder aus der Seilbahn.

IGA-Seilbahn, Foto: Dominik Butzmann

 

Die IGA ist am Eröffnungstag ab 13 Uhr und dann täglich von 9 bis 20 Uhr geöffnet, der Besuch des Parks ist laut Veranstalter bis Einbruch der Dunkelheit möglich. Reguläre Tagestickets kosten 20 Euro. Zusätzlich werden Ermäßigungen und Dauerkarten angeboten. Tickets können an der Tageskasse und online erworben werden.

Mehr Besucherinfos gibt es auf der Webseite: https://iga-berlin-2017.de/service/besucherinformationen oder bei Twitter unter den Hashtags: #IGA2017, #blumIGA