Chinesischer Garten „Dule Yuan“ auf der IGA Berlin 2017

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Dule Yuan, Foto: Lichtschwärmer

Vom 13. April bis 15. Oktober 2017 zeigt die Internationale Gartenausstellung Berlin (IGA) ein besonderes chinesisches Kleinod: der Dule Yuan, der „Garten des abgeschiedenen Vergnügens“.

Die Berliner haben bereits einen traditionellen chinesischen Garten in den „Gärten der Welt“ in Marzahn. Nun erhält dieser beeindruckende Konkurrenz: Auf der Erweiterungsfläche, dem neuen Gelände der Internationalen Gartenausstellung Berlin 2017, ist eine moderne Interpretation eines chinesischen Gartens mit futuristischer Bambushütte entstanden, genannt Dule Yuan. Entworfen hat ihn Zhu Yufan, Professor für Landschaftsarchitektur an der Tsinghua-Universität Peking, der sich von einem alten Gemälde eines Dule Yuan inspirieren ließ.

„Der Dule Yuan nimmt in der chinesischen Gartenbaugeschichte einen herausragenden Platz ein“, erklärt Zhu. „Sein Schöpfer Sima Guang, ein beliebter Politiker, Historiker und Gelehrter der Song-Dynastie, beschrieb im 11. Jahrhundert in einem Aufsatz die Struktur und die landschaftlichen Höhepunkte des von ihm gestalteten Dule Yuan und ging darauf ein, wie dieser chinesischen Gelehrten zu einer unabhängigen und introspektiven Denkweise, zu einem idiosynkratischen Lebensstil verhelfen könne.“

Zhus Gartenkonzept verbindet traditionelle Elemente mit zeitgenössischen Materialien und geometrischen Formen. Angelegt ist der Garten im Sonderbereich Internationale Gartenkabinette der IGA. Weitere Themengärten sind von Architekten aus Australien, Brasilien, Chile, Deutschland und Thailand gestaltet worden.

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Wolkenhain der IGA, Foto: Dominik Butzmann

Die IGA lädt Gartenkunstliebhaber, Fachpublikum und Familien ein, sich über grüne Lebenskultur und aktuelle Trends der Landschaftsgestaltung in anderen Ländern zu informieren und Gartenkunst hautnah zu erleben. Sinnlich, spielerisch oder aus verschiedenen Perspektiven – beispielsweise von oben aus dem Wolkenhain oder aus der Seilbahn.

IGA-Seilbahn, Foto: Dominik Butzmann

 

Die IGA ist am Eröffnungstag ab 13 Uhr und dann täglich von 9 bis 20 Uhr geöffnet, der Besuch des Parks ist laut Veranstalter bis Einbruch der Dunkelheit möglich. Reguläre Tagestickets kosten 20 Euro. Zusätzlich werden Ermäßigungen und Dauerkarten angeboten. Tickets können an der Tageskasse und online erworben werden.

Mehr Besucherinfos gibt es auf der Webseite: https://iga-berlin-2017.de/service/besucherinformationen oder bei Twitter unter den Hashtags: #IGA2017, #blumIGA

 

 

29. April 2017: Business Qigong Day in Berlin mit Awai Cheung

Awai CheungVerspannt, müde und gestresst? Man kann die Umstände nicht ändern, aber sich selbst! Mehr Körperbewusstsein, Achtsamkeit und eine positive Einstellung helfen, sich besser und entspannter zu fühlen und den Tag energiereicher zu bewältigen. „Business Qigong“ ist eine effektive Methode, die asiatische Tradition und Moderne verbindet. Am Business Qigong Day erfahren Sie dazu mehr.

Awai Cheung veranstaltet gemeinsam mit dem Executive Coach Ralf Barsch den Business Qigong Day am Samstag, 29. April 2017 in Berlin. Einen Tag lang dreht sich alles um effektives Gesundheitsmanagement für Alltag und Beruf mit Qigong. Sie lernen die wichtigsten Qigong-Übungen kennen sowie Tipps zur Motivation und für mehr Gelassenheit am Arbeitsplatz. Der Workshop richtet sich an Ärzte, Mitarbeiter aus dem Gesundheitsbereich, Trainer, Firmenmitarbeiter und Führungskräfte. Die Teilnahmegebühr beträgt 399 Euro inkl. MwSt. und Zertifikat. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Wer sich gesund halten und am Business Qigong Day teilnehmen will, kann sich anmelden unter info@awaicheung.de oder direkt über das Formular auf der Webseite:  http://awaicheung.de/business-qigong-day-ls/

Asienflair auf der Grünen Woche vom 20. bis 29. Januar 2017

20170120_160802.jpgDie Internationale Grüne Woche Berlin (IGW) ist eröffnet und lädt Besucher und Feinschmecker vom 20. bis 29. Januar 2017 wieder zu einer kulinarischen Rundreise in die Messehallen unter dem Funkturm ein.

Am ersten Messetag habe ich mir einen ersten kurzen Überblick verschafft und war begeistert von der Vielfalt der internationalen Angebote. Selbstverständlich war die erste Station meines Kurztripps der China-Stand in Halle 6.2. Spezialitäten aus China wie Tee, Gojibeeren, chinesisches Gebäck, getrocknete Pflaumen, Gewürze und Süßigkeiten werden hier feilgeboten.

20170120_154845.jpgAm Dim-Sum-Stand kurzer Halt. Hier gibt es verschiedene gedämpfte kleine Speisen zur Auswahl. Die Entscheidung fiel auf einen Baozi mit vegetarischer Füllung.20170120_155606.jpg
20170120_155738.jpgDann ging es weiter zum thailändischen Stand, der mit Schnitzkunst der besonderen Art aufwartete: Aus Kürbissen, Melonen oder Möhren zaubern eifrige Schnitzer filigrane Blumen oder Vögel.20170120_161032.jpg

20170120_161535.jpg20170120_161546.jpg20170120_161550.jpgBeim thailändischen Reisministerium gibt es Kostproben von knusprigen Kürbischips sowie rosafarbenem, sehr süßen Roselle Juice (Hibiskussaft) und blauem Butterfly Pea Juice, der aus einer blauen Blüte kreirt wird, die in Thailand wächst. Das Getränk schmeckt wie gekochter Reis.

20170120_162013.jpg20170120_162400.jpgWer außergewöhnliche Lebensmittel schätzt, wird mit Sicherheit auf der Grünen Woche fündig. Die Aussteller, so habe ich den Eindruck, locken auch wieder mit mehr Kostproben. Empfehlenswert sind beispielsweise Salami mit Käse aus Estland, Steinpilzwurst aus Frankreich, bulgarischer Himbeerwein, iranische Datteln oder südnorwegisches, dünnes Knäckebrot mit Dillpesto ( sehr lecker und live zubereitet von einer sympathischen, älteren Südnorwegerin in Tracht).

Die IGW findet zum 82. Mal statt. Laut Veranstalter präsentieren über 1500 Aussteller mehr als 100.000 Produkte aus aller Welt. Die reguläre Tageskarte kostet 14 Euro. Ermäßigungen gelten für Familien, Schüler, Studenten und ab 14 Uhr wochentags.
Mehr Infos auf: http://www.gruenewoche.de

Fundstück: Chinesische Flagge an der Olympischen Brücke in Berlin

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Während eines Spaziergangs habe ich heute ein besonderes Fundstück im Sonnenlicht entdeckt: Die chinesische Flagge an der Olympischen Brücke in Berlin – durch das Lichtspiel ist sie quasi doppelt (aber seitenverkehrt) zu sehen. Sie wirft nicht nur sprichwörtlich ihre Schatten voraus.

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Die Olympische Brücke in Berlin-Charlottenburg zeigt natürlich nicht nur die chinesische Flagge, sondern auch die Olympische Flagge und weitere Flaggen derjenigen Länder, die an den Olympischen Spielen 1936 beteiligt waren. Die China-Flagge ist auf der Südseite zu sehen.

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Die heutige Brücke ist ein Neubau aus den 1980er Jahren mit künstlerischer Ausgestaltung des Geländers von Bildhauer Helmut Wolff. Durch seine Gestaltung erhält der Betrachter, der durch die Spalten, Sterne, Kreise und Figuren der verschiedenen Fahnen schaut, interessante Ein- und Ausblicke.

 

Jahr der Ziege 2015: Chinesisches Neujahrsfest in den Potsdamer Platz Arkaden

wpid-imag1031.jpgVom 25. bis 28. Februar wird das chinesische Neujahr in den Potsdamer Platz Arkaden gefeiert. Veranstalter ist das Chinesische Kulturzentrum Berlin und die Potsdamer Platz Arkaden. Ich war bei der Eröffnung am Mittwoch dabei. Ein Spektakel, das sowohl Chinesen, Berliner und Touristen gleichermaßen begeisterte.

In den Potsdamer Platz Arkaden in Berlin wird das chinesische Neujahr nun bereits im sechsten Jahr kulturell zelebriert. An verschiedenen Ständen chinesisches Kunsthandwerk gezeigt: Keramik, Drucke, Scherenschnitte, Schattenspiel- und Knetfiguren, Taschen und vieles mehr. In einer Vitrine sind passend zum diesjährigen chinesischen Neujahr Ziegen und Schafe aus Porzellan ausgestellt. Das vielfältige Programm zum „Jahr der Ziege“ lockte bereits am ersten Tag viele Schaulustige an.

Auf einer großen Bühne präsentierten Künstlergruppen eine farbenprächtige Show mit mongolischer Volksmusik, Lilientänzerinnen, Fächertanz, Kampfsporteinlagen mit und ohne Schwert und dem traditionellem chinesischen Löwentanz. Am Abend begrüßte der Gesandte der chinesischen Botschaft das Publikum und wünschte allen auf Deutsch ein gutes neues Jahr. Anschließend wurden – wie es chinesischer Brauch ist – den Löwen die Augen per Pinsel mit roter Farbe angemalt (Link Video). Moderator Karsten Speck führte durch das Programm und sang ausgerechnet „Griechischer Wein“ von Udo Jürgens, um eine Pause etwas ungeschickt zu überbrücken. Nun ja.

Abschluss und Höhepunkt war schließlich die spektakuläre Lasershow ( Link Video) und das musikalisch wunderschön untermalte Feuerwerk  am Potsdamer Platz (Link Video). Noch bis zum 28. Februar können sich alle China-Interessierten von 14 bis 19 Uhr über chinesische Kultur informieren und sich von akrobatischen Shows begeistern lassen. Ein sehr gelungener Auftakt für ein Happy Chinese New Year!

 

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Berlinale 2015: China im Wettbewerb mit „Gone With The Bullets“

Jiang Wen, Ge You

Yi bu zhi yao | Gone With The Bullets
Wettbewerb 2015, CHN/HKG/CHN 2014,            REGIE: Jiang Wen; Jiang Wen, Ge You
© Beijing Buyilehu Film & Culture Co.,Limited

Auf der 65. Berlinale vom 5. bis 15. Februar 2015 präsentieren die Besten der Filmbranche ihre cineastischen Highlights in der Hauptstadt und stellen sich der internationalen Konkurrenz. China geht mit „Gone With The Bullets“ ins Rennen um den Goldenen und die Silbernen Bären. Wer die begehrten Preise am Ende mit nach Hause nehmen darf, entscheidet am 14. Februar die Jury.

Und bitte! Die „Berlinale“ lädt erneut zum jährlichen internationalen Kino-Marathon nach Berlin ein. China ist mit vier Filmen bei den Internationalen Filmfestspielen vertreten. „Gone With The Bullets“ (Yi bu zhi yao; VR China / Hongkong, China, Mandarin) vom Regisseur Jiang Wen ist im Wettbewerbsprogramm zu sehen. Der Film spielt im Shanghai der 1920er Jahre.

Shu Qi

Shu Qi
© Fu Yun

Als eine Außenseiterin auf einem Schönheitswettbewerb gewinnt, der von einem Berufsschwindlerund einem Polizisten zur Geldwäsche initiiert wurde, hat dies tödliche Konsequenzen. Es ist der zweite Teil der sogenannten Bullet-Trilogie von Jiang Wen. Gezeigt wird das Werk vom 11. bis 12. Februar im Berlinale Palast, Friedrichstadt-Palast und im Haus der Berliner Festspiele.

Eine Kostprobe des Films ist hier zu sehen: Trailer Gone With The Bullets

Kinderfilme in der Sektion Generation und im Forum

Weitere Filme aus China sind „Fluss“ (Gtsngbo; Regisseur Sonthar Gyal, Tibetanisch) und „Der Weg zum Fluss“ (Jia Zai Shui Cao Feng Mao De Di Fang; Regisseur Li Ruijun, Uigurisch, Mandarin), die beide in der Sektion Generation Kplus laufen. „Fluss“ berichtet aus dem Leben eines kleinen tibetanischen Mädchens, das unter familiären Problemen leidet.

„Der Weg zum Fluss“ erzählt die Geschichte zweiter kleiner Uiguren-Brüder, die sich mit ihren Kamelen auf Wanderschaft zu ihren Eltern begeben. Wo einst die prächtige Seidenstraße war, ist das Flussbett ausgetrocknet, sie verlieren ein Kamel. Wassermangel, die Folgen des zivilisatorischen Fortschritts und die alte Kultur des Uigurenvolks, der turksprachigen Ethnie in China, werden in diesem Film ab 8 Jahren thematisiert.

In der Rubrik „Forum“ präsentiert sich der chinesisch-britische Film „K“ in Anlehnung an Kafkas „Schloss“. Der Landvermesser K die mongolische Steppe. Obwohl er am Horizont nicht auf ein Schloss trifft, sondern auf ein Dorf, so verliert er sich dort in einem Labyrinth der Vorsteher, Sekretäre und Beamten mit bürokratischer Willkür.

Prominente Jury

In der diesjährigen Jury geben unter anderen die Schauspieler Daniel Brühl und Audrey Tautou ihr Votum ab. Jury-Präsident ist der US-Regisseur Darren Aronofsky. Im Wettbewerb ringen 19 Filme um die Gunst der Juroren. Am 14. Februar werden dann die Preisträger im Berlinale-Palast bekannt gegeben. Darüber hinaus vergibt die Kinder-Jury im Haus der Kulturen der Welt die Gläsernen Bären in den Rubriken Generation Kplus und Generation 14plus. Am Sonntag zählt schließlich das Urteil des Publikums. Der Favorit wird am Sonntag mit dem Panorama-Publikumspreis ausgezeichnet. Insgesamt umfasst das Berlinaleprogramm ca. 400 Filme – sowohl Großproduktionen als auch Independentfilme.

Sieger 2014

2014 gewann der chinesische Film „Bai Ri Yan Huo“ (Schwarze Kohle, dünnes Eis) den Goldenen Bären. Unter dem Titel „Feuerwerk am hellichten Tage“ lief das preisgekrönte Werk nach dem Festival in den deutschen Kinos. Ob der chinesische Film auch in diesem Jahr Publikum und Jury überzeugt, bleibt abzuwarten.

Tickets kosten je nach Rubrik zwischen 10 und 13 Euro. Mehr Infos zum China-Programm der Berlinale gibt es auf der Webseite: Berlinale

Bazaar Berlin 2014: Kunsthandwerk aus China und mehr

Logo Bazaar BerlinDer Bazaar Berlin lädt vom 12. bis 16. November 2014 zum Stöbern, Ausprobieren und Kaufen exotischer Produkte ein. Chinesisches Kunsthandwerk ist auch zu sehen. Über 500 Aussteller aus 60 Ländern verwandeln die Messehallen in einen bunten Marktplatz der Kulturen – mit Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit und Fair Trade.

Der Bazaar Berlin, ehemals Import Shop Berlin, ist ein gutes Mittel gegen trübe Novembertage.
Die Besucher erwartet ein inspirierendes Angebot an Naturwaren, Kunsthandwerk und Design aus Afrika, Asien, Europa und Südamerika, musikalische Darbietungen und Informationen rund um den fairen Handel mit globalen Produkten. Veranstalter ist die Messe Berlin GmbH.

Import Shop Berlin 2012

 

 

 

 

Impressionen 2012, Fotos: Messe Berlin GmbH

Wer sich für chinesisches Kunsthandwerk interessiert, wird auf dem Bazaar Berlin in Halle 9 fündig. Hier werden antike chinesische Möbel, Schmuck, Keramik, Buddhastatuen oder asiatische Fächer feilgeboten. Ein Aussteller aus Peking bietet Schmuck und Anhänger aus Jade oder chinesischen Muscheln. Außerdem präsentiert ein Händler aus Taiwan ausgefallene Papierkunst.

Soziale Verantwortung und Bildungsprogramm

Der Bazaar Berlin, der vor mehr als 50 Jahren gegründet wurde, ist weitaus mehr als ein Marktplatz für globale Ethno- und Naturwaren. Seit Jahren lockt die Messe Schulklassen mit einem speziellen Bildungsprogramm auf das Gelände unter dem Funkturm. Nach dem Motto „Fair Handeln – Für eine gerechte Welt“ sollen Jugendliche spielerisch mit Workshops und Kreativangeboten an die Themen fairer Handel und soziale Verantwortung, nachhaltige Produktion und Umgang mit Ressourcen herangeführt werden. Informationen für Schulen bietet ein Flyer. Darüber hinaus gibt es einen „Fair Trade Market in Halle 14.1. Die Aussteller dieses Sonderbereichs sind von einem Fachgremium zugelassen und verkaufen aussschließlich fair gehandelte Produkte.

Tipp: Gutscheine für ermäßigte Tagestickets kann man sich auf der Webseite downloaden.

Öffnungszeiten des Bazaar Berlin:

  • Mittwoch, 12.11. & Donnerstag, 13.11.2014: 11:00 – 20:00 Uhr
  • Freitag, 14.11. & Samstag, 15.11.2014: 11:00 – 21:00 Uhr
  • Sonntag, 16.11.2014: 11:00 – 19:00 Uhr

Eingänge: Halle 9, „Kleiner Stern“ (Halle 11.1) und Halle 14.1

Mehr Informationen: www.bazaar-berlin.de

Fundstück: Berliner Buddy Bär in Hongkong

Buddy Bär in Hong Kong

Buddy Bär in Hongkong

 

Buddy Bären sind in erster Linie bunt. Groß, individuell und liebenswert – genauso wie die Stadt, aus der sie stammen: Berlin. Die farbenfrohen Bärenskulpturen stehen für Lebensfreude, Frieden, Toleranz und Völkerverständigung. Ein besonders schönes Exemplar steht in Hongkong.

Kein Buddy Bär (buddy = Kumpel) gleicht dem anderen. Die lebensgroßen, kunstvoll gestalteten Bärenfiguren wurden 2001 von Eva und Klaus Herlitz und dem österreichischen Bildhauer Roman Strobl entworfen. Sie zieren Berlins Straßen und Plätze und heißen die Besucher und Gäste in der Hauptstadt willkommen.

Das Besondere ist nicht nur ihre individuelle Bemalung, sondern auch eine zündende Idee: Durch spezielle Sonderaktionen werden Käufer zu Spenden aufgerufen. Bislang konnten so über zwei Millionen Euro für Kinderholfsorganisationen wie UNICEF gesammelt werden.

United Buddy Bears gehen auf Reisen

Am 15. Mai 2004 kamen die sogenannten „United Buddy Bears“ auf ihrer Welttournee nach
Hong Kong in den Viktoria Park. Rund 140 Buddy Bären, die sich durch landestypische Motive auszeichnen, wurden in einer Open-Air-Ausstellung gezeigt. Jackie Chan, international bekannter chinesischer Schauspieler und UNICEF-Sonderbotschafter, begrüßte zur Eröffnung die geladenen Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kunst und Kultur. Insgesamt kamen 4,14 Mio. HKD, umgerechnet 447.000 Euro, für UNICEF, die Non-Profit-Organisation „The Community Chest of Hong Kong“ und
die Jackie Chan Charitable Foundation zusammen.

Der Buddy Bär, der heute in Hongkong steht, ist kreisförmig mit Blumen, Kindermotiven und Fahnen aus verschiedenen Ländern bemalt. In Brusthöhe sieht man die Fahne der VR China. Genau gegenüber, also unterhalb des Bärenbauchs, ist die Fahne von Hongkong platziert – mit rotem Hintergrund und der weißen Bauhinien-Blüte in der Mitte.

Die Buddy-Bären sind mehr als ein buntes Stück Berlin zum Anfassen. Sie drücken auch die Sehnsucht der Menschen nach Frieden, Freiheit und Völkerverständigung aus. Das ist eine Botschaft, die von Berlin, der einst geteilten Stadt, um die Welt geht„, so Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister von Berlin, in seinem damaligen Grußwort.

Die erste Ausstellung der 2-Meter-Skulpturen fand in Berlin am Brandenburger Tor statt. Seitdem reisen die Buddy Bären mit ihrer Friedensbotschaft im Gepäck von Kontinent zu Kontinent. Stationen waren unter anderem Tokio (2005), Sidney (2006), Warschau (2008), Jerusalem (2007), Kairo (2007) und Neu-Dehli (2012). Zuletzt konnten Besucher die farbenfrohe Gruppe während der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 an der Copacabana in Rio de Janeiro bestaunen.

Links:

United Buddy Bear Worldtour: http://www.buddy-baer.com/de/united-buddy-bears/world-tour.html

„Brasilien liebt die Buddy-Bären“, Süddeutsche Zeitung: http://www.berliner-zeitung.de/berlin/berliner-baeren-brasilien-liebt-die-buddy-baeren,10809148,27662798.html

Community Chest of Hong Kong: http://www.commchest.org/en/home/