O’zapft is in China: Oktoberfest in Shanghai, Hongkong und Qingdao

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Bier, Dirndl und Lederhosen – nicht nur die Münchner feiern das Oktoberfest traditionell und in ausgelassener Stimmung, auch in China gibt es Gelegenheit, bayerische Gemütlichkeit im September und Oktober zu erleben. Bei den weltweit veranstalteten Oktoberfesten liegt übrigens Kanada an der Spitze, gefolgt von Brasilien. Das Qingdao beer festival schafft es immerhin auf Platz 10. Aufschlussreich und nützlich ist das kleine Glossar auf der Webseite des Shanghaier Oktoberfests. Dort lernen Chinesen wichtige Redewendungen wie Oans, zwoa, g’suffa (Austrinken),  a Bier, bittsche (ein Bier bestellen) oder Bapp’n (Mund halten).
Da bleibt nur eines zu tun – auf zur Wiesn!

Oktoberfest Shanghai
verschiedene Orte wie Paulaner, Bräugaudi, Papas Bierstube
September und Oktober
Infos: http://www.oktoberfestshanghai.com/home

Marco Polo German Bierfest Hong Kong
16.10. -7.11.2015
Infos:  http://www.gbfhk.com/

Qingdao beer festival
August, ältestes und größtes Bierfestival in China, seit 1991
Infos:  http://www.thatsqingdao.com/qingdao-international-beer-festival/

Darüber hinaus gibt es weitere „beer festivals“, die zwischen Mai und August stattfinden.
Hier gibt es eine Übersicht: http://www.absolutechinatours.com/china-travel/list-china-beer-festivals.html

10 Reisetipps für Hongkong

chinakompass.wordpress.com.chinesische_brueckeDie Metropole Hongkong, in der sieben Millionen Menschen leben, hat touristische Highlights zu bieten, die unterschiedlicher nicht sein könnten: alte Tempel, moderne Wolkenkratzer, Shoppingmalls und Straßenmärkte, Disneyland und Fischerdörfer. Als mich letztens eine Freundin fragte, was sie sich bei ihrem ersten Hongkongbesuch anschauen sollte, fiel mir sofort der Peak ein mit seiner wunderbaren Aussicht auf die Stadt. Aber es gibt viel mehr zu sehen!

Hier nun meine persönlichen 10 Tipps für Euren nächsten Hongkong-Trip:

1. Victoria Peakwpid-IMG-20140122-WA0007.jpg
Vom Peak aus hat man einen fantastischen Blick auf die Skyline und den Hafen von Hongkong. Ein Besuch lohnt sich tagsüber, ist aber vor allen Dingen bei Nacht reizvoll, wenn Hongkong im Lichtermeer erstrahlt. Außerdem gibt es auf dem Berg Wasserspiele, viele Restaurants und neuerdings einen Ableger von Madame Tussauds, wo man berühmten Persönlichkeiten wie z.B. Barak Obama als Wachsfiguren begegnen kann.  Alternativ gibt es in Hongkong auch eine Indoor-Plattform im höchsten Gebäude der Stadt: das „sky 100 Hong Kong Oberservation Deck“ befindet sich im 100. Stock und begeistwpid-IMG-20140213-WA0013.jpgert Besucher mit einem 360-Grad-Panoramablick und einer Multimediaausstellung. Seit 1888 fährt die Standseitbahn, die „Peak Tram“ Fahrgäste von der Talstation Lower Peak Tram Terminus von der Garden Road hinauf auf den Peak. Während der Fahrt aufzustehen, ist schwierig, denn der Steigungswinkel ist immens. Besser sitzen bleiben und die Aussicht genießen. Wer mag, kann auch mit dem Bus hinauffahren, allerdings ist diese Anfahrt extrem kurvenreich.

2. Wong Tai Sin Tempel
Tempel
Dieser Tempel mag überlaufen sein, ist aber aus meiner Sicht ein absolutes Highlight, das man besuchen sollte. Praktiziert werden hier die drei Religionen Chinas, der Buddhismus, Konfuzianismus und Taoismus. Hier kann man Räucherstäbchen anzünden, für Glück, Gesundheit und Erfolg beten und sich für einen Obulus sogar die Zukunft vorhersagen lassen. Anfahrt: MTR Wong Tai Sin Station, Ausgang B2 oder B3. Wer es ruhiger mag, der sieht sich lieber einen der kleineren Tempel an wie z. B. den Fung Ying Seen Koon in Fanling (MTR Fanling Station).

3. Gärten und Parks in Hongkong

Mindestens in einem der wpid-img-20140120-wa0011.jpgGärten oder Parks sollte jeder Hongkongtourist gewandelt sein. Empfehlenswert ist der Nan Lian Garden (MTR Diamond Hill), ein kunstvoller Garten im Tangdynastie-Stil – mit Lotusteich, Felsen, Brücken und einem Teehaus, wo man die traditionelle Teezeremonie zelebrieren kann. Beliebt ist auch der Kowloon Walled City ParkKowloon Park Hongkong (MTR Lok Fu Station), ein preisgekrönter Erholungspark mit einem Armenhaus aus der Qing-Dynastie, Pavillons und Skulpturen.

 

4. Repulse Bay

chinakompass.wordpress.com_Kunyamchinakompass.wordpress.com_TinHauAn dieser Bucht findet man feinen Sandstrand, 10 Meter hohe Götterstatuen Kun Yam und Tin Hau und weitere Statuen, Pavillons und Beispiele der Kolonialarchitektur. (MTR Hong Kong Station, Ausgang D).

5. Lantau Island

Großer Buddha, Po-Lin-Kloster auf Lantau Island

Großer Buddha, Po-Lin-Kloster Lantau Island

Wer länger in Hongkong verweilt, sollte sich einen Ausflug nach Lantau Island gönnen. Hier befindet sich der größte sitzende Buddha, das Po Lin Kloster und das Tao O Fischerdorf. Seit 2006 kann man die Landschaft mit der „Ngong Ping 360“, einer Seilbahn, erkunden.Lantau Island

 

 

 

 

 

6. Jumbo Kingdom

Restaurant in Hongkong

Die schwimmenden Restaurants im Hafen von Aberdeen sind eine der beliebtesten Attraktionen. Bis zu 2300 Gäste haben hier Platz. Zu den Restaurants gelangt man über kostenlose Shuttleboote (MTR Hong Kong Station, Ausgang D)cropped-p1050801.jpg

 

7. Avenue of Stars
Bruce Lee Statue in HongkongHollywood lässt grüßen! Auf der Avenue der Stars haben sich chinesische Künstler per Handabdruck und Gedenktafeln verewigen lassen. Hier steht auch die Statue von Bruce Lee. Ein guter Treffpunkt, um sich die tägliche Licht- und Klangshow „A Symphony of Lights“ anzuschauen, die um 20 Uhr beginnt . (MTR Tsim Sha Tsui East Station, Ausgang J). Wer Comicstars liebt, der wird im Ostteil des Kowloon Parks fündig: Die Avenue of Comic Stars zeigt 24 riesige Comicfiguren. (MTR Tsim Sha Tsui Station, Ausgang A1)

8. Märkte

ObstBei einem Besuch in Hongkong darf ein Marktbesuch nicht fehlen. Bekannte Märkte sind der Stanley Market (chinesische Kunst, Kleidung, Souvenirs), der Ladies‘ Market in Mong Kok (Kleidung, Spielzeug, einheimische Ware), Jade Market in Yau Ma Tei. Das Hong Kong Tourism Board gibt Einkaufstipps und warnt davor, mit Straßenhändlern in sogenannte Showrooms zu gehen. Grundsätzlich sollten Waren vor dem Kauf auf Ausstattung und Zubehör geprüft werden. Touristen sollten möglichst in Läden mit dem QTS-Zeichen einkaufen. Infos gibt die Verbraucherzentrale und auch das Zollamt.

9. Museen: Früher galt Hongkong nicht gerade als Ort von Kultur. Dies hat sich geändert. Heute gibt es eine Reihe von interessanten Museen in der Stadt: Hong Kong Museum of Art, das Mitmach-Museum Hong Kong Science Museum (Tsim Sha Tsui), Hong Kong Space Museum, The Hong Kong Museum of History (Tsim Sha Tsui), The Hong Kong Heritage Museum oder Hong Kong Maritim Museum (Central).

10. Touristenkarten: Für Besucher der Stadt gibt es spezielle Angebote, z. B. der Airport Express Travel Pass zur Nutzung des Airport Expresses und der öffentlichen Verkehrsmittel (für 3 Tage gültig), die MTR Tageskarte (Tourist Day Pass), die Museumswochenpass (für 7 Museen), 360 Sky-Land-Sea Day Pass für Lantau, Octopus Card (eine Geldkarte zum Aufladen, nutzbar für öffentliche Verkehrsmittel, Restaurants und Geschäfte).

Viele nützliche Infos und Termine findet man übrigens auf der Webseite des Hong Kong Tourism Board auf: http://www.discoverhongkong.com

 

Asien in Berlin: Impressionen von der ITB Berlin 2015

imageTraditionen und Destinationen: Die ITB Berlin lockt auch in diesem Jahr Aussteller und Fachbesucher aus aller Welt vom 4. bis 8. März in die Hallen unter dem Berliner Funkturm. Ab morgen ist die Reisemesse nun ebenfalls für Privatbesucher geöffnet, die auch gleich ihre Traumreise vor Ort buchen können. Mein Besuch heute galt – wie sollte es anders sein – den Hallen 25 und 26.

Im Folgenden nun ein paar Foto-Impressionen mit Schwerpunkt Asien. Übrigens: Ein schönes Video hat die ITB auf Youtube veröffentlicht – „ITB opens its doors“. Hier geht es zum Video. Welcome to the ITB!

 

 

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China präsentiert sich auf der einen Seite modern, …

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…auf der anderen Seite ganz traditionell.

 

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Partnerland der ITB ist die Mongolei – hier mit angedeuteter Jurte als Bühne.

 

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Hongkong zeigt sich als vielfältige und bunte Metropole: Shopping, Tempel, Essen, Fun …

 

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…und überzeugt auch mit faszinierender Natur.

 

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Indonesien hat ein Schiff als Kulisse mitgebracht.

 

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Kambodscha beeindruckt mit einer Fotoinszenierung.

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Korea begrüßt die Besucher am Eingang der Halle 26.

 

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Der Stand von Japan mit typischen Papierschirmen und Kirschblüten.

 

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Stand von Taiwan mit Handwerk…

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…und einem Löwen.

 

Proteste in Hongkong: Gründe für Chinas Angst vor Demokratie

Hongkong und China FlaggenDie Studenten in Hongkong fordern demokratische Wahlen – die Bilder der „Regenschirm-Revolution“ gehen weltweit um die Welt. Die Menschen blockieren die Straßen im Zentrum mit einem Ziel: freie Wahlen.

25 Jahre nach den Ereignissen am Tian’anmen-Platz protestieren junge Hongkonger mit friedlichen Mitteln für freie Wahlen. 2017 kann die Hongkonger Bevölkerung zwar gemäß der Wahlreform zum ersten Mal direkt den Verwaltungschef wählen, allerdings nur einen der chinakonformen Kandidaten, die die chinesische Führung zuvor genehmigt. Dabei ist laut dem Hongkonger Grundgesetz die Einführung freier Wahlen in der Sonderverwaltungszone vorgesehen – jedoch zu einem nicht festgelegten Zeitpunkt. Dies hatte Großbritannien mit China vor der Übergabe von Hongkong am 1. Juli 1997 vereinbart.

Hongkong genießt Sonderrechte

Nach der Devise „Ein Land, zwei Systeme“ unterscheidet sich Hongkong in vielem vom chinesischen Festland: In der ehemaligen britischen Kronkolonie herrscht Presse- und Versammlungsfreiheit, es gibt eine autonome Regierung und ein Parlament, unabhängige Gerichtsbarkeit, den Hongkong-Dollar als eigene Währung, keine Internetzensur und noch Linksverkehr, ein Erbe der Briten.  Chinas zunehmender Einfluss geht den Hongkongern jedoch offensichtlich zu weit.

Demokratie als Lauffeuer

Die Tiroler Tageszeitung berichtet in ihrer Online-Ausgabe über „Vier Gründe, warum China in Hongkong keine Demokratie erlauben will“. Es gehe um Pekings Kontrollverlust über Hongkong, das Zeigen von Schwäche bei Kompromissbereitschaft, die mögliche Abspaltung Hongkongs von der Volksrepublik und die „Ansteckungsgefahr“ anderer Regionen wie Tibet, Macao oder die Innere Mongolei, die sich das Beispiel Hongkongs zum Vorbild nehmen könnten. So berichtete auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung über die Furcht Pekings, es „könnte sich der Virus der Demokratisierung und des Widerstandes gegen die kommunistische Regierung von Hongkong aus weiter verbreiten.“ Und die AFP titelte: „China stemmt sich mit Zensur und Propaganda gegen Demokratie-Fieber“.

Wirtschaft und Stabilität

Beim Wirtschaftsforum in Berlin sagte der chinesische Ministerpräsidnet Li Keqiang, dass Peking die „legitimen Interessen ausländischer Investoren schützen werde“. Laut Orf.at liege die Erhaltung langfristiger Prosperität und Stabilität Hongkongs nicht nur im Interesse Chinas, sondern noch mehr im Interesse der Einwohner der Metropole. Li sei überzeugt, dass die Hongkonger und die Regierung der Sonderverwaltungsregion in der Lage seien, „den Wohlstand der Stadt zu erhalten und auch die gesellschaftliche Stabilität zu wahren“. Larry Diamond, Politikwissenschaftler und Demokratieforscher von der Standford Universität, sieht Chinas Stabilität in Gefahr. Die Demonstrationen in Hongkong könnten schwerwiegende Konsequenzen für die politische Stabilität Chinas haben, so Diamond im Interview mit dem Magazin „Stanford News Service“.
Bleibt zu hoffen, dass er nicht Recht behält und es in Hongkong zu einer friedlichen Lösung kommt – ohne Panzer und Gewalt.