Buchtipp: Suppen aus China – Vegane Rezepte für den Alltag

Suppen aus China, Drachenhaus VerlagChinas Küche ist vielfältig, auch bei den Suppen. Chinesen essen sie schon morgens als Frühstücksmahlzeit wie beispielsweise Nudelsuppe oder verzehren sie zum Abschluss nach dem Hauptgang. Suppen sind lecker und vor allen Dingen gesund. Bei Krankheit isst man am besten Reissuppe, die stärkend wirkt. Heute möchte ich Euch ein besonderes Kochbuch vorstellen, das sich ausschließlich mit veganen chinesischen Suppen beschäftigt. „Suppen aus China. Vegane Rezepte für den Alltag“, erschienen im Drachenhaus Verlag, macht Appetit auf authentische chinesische Suppen.

Sie klingen wie ein Gedicht: Schneegestöber in den Roten Bergen, Sonnenuntergang im Weißen Fluss oder Flüssige Jade. Die veganen Suppen aus China haben klangvolle Namen und sind gehaltvoll, auch wenn sie lediglich aus Kräutern, Gemüse und Pasten bestehen. Nach der chinesischen Ernährungslehre sollte man Suppen zu bestimmten Jahreszeiten zubereiten und verzehren. Je nach den körperlichen Bedürfnissen, die sich im Frühling, Sommer, Herbst oder Winter unterscheiden, haben die Suppen verschiedene Wirkungen auf unseren Organismus. Nahrung wirkt daher wie „Medizin“.

Das Buch ist insgesamt aufwendig gestaltet. Durch großformatige Fotos werden die Rezepte schön in Szene gesetzt. Zudem bietet das Kochbuch einen guten Überblick über die Ernährungslehre der Fünf Elemente und eine Übersicht der wärmenden (Yang) und kühlenden (Yin) Nahrungsmittel.

Mir gefällt das Kochbuch sehr gut aufgrund seiner tollen Aufmachung und der außergewöhnlichen Rezepte, die man nicht in jedem Kochbuch findet. Empfehlenswert nicht nur für Suppenfans, sondern auch für alle, die sich für gesunde chinesische Küche interessieren. Ein Buch ganz nach meinem Geschmack.

Nora Frisch, Ming Dittel und Jürgen Bubeck: Suppen aus China. Vegane Rezepte für den Alltag, Drachenhaus Verlag, 2015

http://www.drachenhaus-verlag.com/index.php/programm/Chinas_Kueche

 

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Buchtipp: „Buddha Bowls“ mit 50 Rezeptideen von Tanja Dusy

Gesund und bunt – eine „Buddha Bowl“ ist gefüllt mit gesunden, energiereichen Zutaten, die in einer großen Schüssel angerichtet werden. Die passenden Rezepte für leckere Bowls bietet jetzt das Buch „Buddha Bowls“ von Tanja Dusy, erschienen im EMF Verlag. Ich habe mir bereits beim Durchblättern Appetit geholt.

Das Prinzip ist simpel: In einer Schüssel werden gesunde Zutaten zusammengestellt, die dem Körper gut tun und satt machen – fertig ist eine ausgewogene Power-Mahlzeit. Wer nun an Omas traditionellen Eintopf denkt, liegt komplett falsch. Buddha Bowls sind kulinarische Kreationen und beinhalten im ausbalancierten Verhältnis Kohlenhydrate, gute Proteine, Vitamine und gesunde Fette. So lassen sich vielfältige Bowls für jede Tageszeit zaubern: vom Frühstücksbrei (Breakfast-Bowl) über einfache Lunchvarianten (Easy Bowls) bis zu Hauptmahlzeiten (Super Bowls). Wie wäre es – passend zur Jahreszeit – mit einer Frühlings-Bowl oder einer Happy-Bunny-Bowl mit Ofenmöhren zu Ostern?

Juwelen-Bowl

Die Buddha Bowls erinnern an die Gerichte in Schüsseln aus Asien. Momentan sind sie ein Trend in den USA. Aber langsam interessiert sich auch die deutsche Foodszene für diese Art der Esskultur. Im Rezeptbuch werden sowohl asiatische Varianten der Buddha Bowl vorgestellt wie die Colors-of-Asia-Bowl oder die Otsu-Bowl mit Tofu, aber auch international inspirierte Schüsseln wie die Healthy Kebab-Bowl, die Burrito-Beef-Bowl oder die Tex-Mex-Bowl. Welche Rolle der Buddha in der Namensgebung spielt? Hierzu gibt es unterschiedliche Theorien. Vielleicht werden die Buddha Bowls so genannt, weil sich das  Essen in der Schüssel nach oben wölbt, so wie der Bauch eines chinesischen Buddhas. Oder weil das Essen jedem ein zufriedenes Lächeln während der Mahlzeit bescheren soll, wie die Autorin meint.

 

Otsu-Bowl

Otsu-Bowl

Frühlingsbowl

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Buddha Bowls“ ist ein schön gestaltetes Buch. Es überzeugt mit außergewöhnlichen Rezepten und Appetit anregenden, großformatigen Fotos, die einfach Lust aufs Kochen (und natürlich Essen) machen. Ergänzt werden die Anleitungen mit Austauschtipps für Nahrungsmittel und Hinweisen zur unterschiedlichen Zubereitung von beispielsweise Tofu oder Süßkartoffeln.

Tanja Dusy, Fotos © EMF/Klaus Maria Einwanger

Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, sollte die Rezepte einfach selbst ausprobieren oder sich von den Grundrezepten zu eigenen kulinarischen Werken inspirieren lassen. Ein empfehlenswertes Buch für Feinschmecker der gesunden Küche der besonderen Art.

Tanja Dusy: Buddha Bowls. Gesund & bunt. 50 x Energie aus der Schüssel, EMF Verlag, 2017, 144 Seiten

Mehr Infos: https://www.emf-verlag.de/produkt/buddhabowls/

Neu: China-Restaurant New Garden am Kaiserdamm 89

BBuddha New Garden RestaurantNew Gardenerlin hat eine neue Adresse für chinesische Spezialitäten: Kürzlich eröffnete das China-Restaurant New Garden am Kaiserdamm 89 in Berlin-Charlottenburg. Ich habe es diese Woche ausprobiert und war positiv überrascht.

Die Speisenkarte bietet einen Rundumschlag von Speisen aus Kanton und Sichuan. Die Auswahl ist groß und umfasst beispieslweise Seetangsuppe, gebratenes Rindfleisch mit Schwarzebohnensoße, gebackenen Schwarzheilbutt nach Sichuan Art, Pekingente mit Gurke, Lauchzwiebeln und Pfannkuchen oder auch gedämpfte Jacobsmuscheln. Die Preise reichen von 7 Euro für vegetarische Gerichte über 9,50 bis 13 Euro für Fleischgerichte, Spezialgerichte sind etwas teurer. Wer sich nicht entscheiden kann, wählt ansonsten das Tagesbüffet oder den Businessteller.

New Garden Restaurant KaiserdammDas Gala-Büffet am Wochenende bietet eine große Auswahl an leckeren Vor-, Haupt- und Nachspeisen, sogar mit gebratener Ente und Hummerkrabben (regulär 13,90 Euro, im Dezember gibt es noch Sonderrabatt). Die Bedienung ist sehr freundlich und spricht Deutsch, Mandarin und Kantonesisch.

Mein Fazit: Gutes Preis-Leistungsverhältnis, gute Qualität, dezente Einrichtung und noch ein echter Geheimtipp. Da kann man auch gerne darüber hinwegsehen, dass die Webseite noch im Internet zu finden ist und in der Speisenkarte „Gebackene Teigtassen mit Schweinefleisch“, „Konblauch“ oder „Pfankuchen“ angeboten werden.  Irgendwie sympathisch.

Das Restaurant hat mich übrigens daran erinnert, dass meine Eltern auch ein China-Restaurant ganz in der Nähe besaßen. 1968 eröffnete das „Lotos House“ in der Bismarckstraße. Es war damals das 8. chinesische Restaurant in Berlin und bis zum Jahr 2000 das zweitälteste in der Stadt.

Rezept: Chinesischer Radi-Reismehlkuchen mit Garnelen und Pilzen

20160123_174706.jpgDie chinesische Küche ist sehr variantenreich und gesund. Heute stelle ich Euch ein Rezept vor, das herzhaft und schmackhaft ist und zudem eine Spezialkreation meiner Mutter: der Radi-Reismehlkuchen mit Garnelen und Pilzen.

Folgende Zutaten werden für einen „Kuchen“ benötigt:

  • 500 g weißer Radi
  • eine Handvoll getrocknete Hummerkrabben/Garnelen
  • ca. 10 getrocknete Shitake-Pilze
  • ca. 1/4 Stange Lauch
  • 200 g Reismehl
  • Sojasoße
  • 1/2 TL Salz
  • 2 TL Zucker
  • Pfeffer
  • Öl, z. B. Sonnenblumenöl
  • Zum Dämpfen: Dampfkochtopf oder einen Reiskocher mit Dampfaufsatz und Backpapier

Die Zubereitung Schritt für Schritt:

Die getrockneten Garnelen und Shitake-Pilze einen Tag vorher in kaltem Wasser einweichen lassen. Weicht man sie am selben Tag ein, dann sollte man gekochtes Wasser verwenden.
Wer übrigens keine Pilze mag, kann diese auch weglassen.

Die Pilze in Streifen schneiden. Den Radi raspeln. Den Lauch klein schneiden.
20160123_111043.jpg 20160123_114201.jpgPilze, Lauch und Garnelen kurz in Sonnenblumenöl anbraten und anschließend zum Abkühlen beiseite stellen.20160123_114436.jpg 20160123_114732.jpg

Den geraspelten Radi entwässern durch Ausdrücken. Das Radiwasser wird noch verwendet.20160123_115151.jpg

 

200 g Reismehl mit Salz, Zucker und Pfeffer vermengen. Unter Rühren das Radiwasser hinzugeben, bis eine flüssige Masse entsteht.20160123_115603.jpg

Jetzt den Radi und die angebratenen Pilze und Garnelen, den Lauch und etwas Sojasoße hinzufügen und gut alle Zutaten vermengen.

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Die Masse in den Dampfgartopf geben und oben mit etwas Öl bestreichen.20160123_120243.jpg

Wasser im Dampfgarkochtopf aufsetzen. Sind die Löcher im Topf/Aufsatz sehr groß, dann besser den Boden des Topfs mit Backpapier abdecken, damit nicht zu viel Dampf auf einmal aufsteigt.
Den Boden des Topfs ansonsten mit Öl bestreichen, damit die Masse nachher nicht anklebt. 20160123_120742.jpg

Ca. 40 Minuten dämpfen. Anschließend den Kuchen „umkippen“ und auskühlen lassen. 20160123_175142.jpg

Anschließend die Stücke in einer Pfanne mit etwas Öl anbraten. 20160123_174328.jpg
Guten Appetit! Weitere Rezepte findet ihr hier auf meinem Blog.

Rezept für kalte Tage: Gedämpftes Schweinefleisch mit chinesischem Salzgemüse

Schweinefleisch mit SalzgemüseWas soll man in der kalten Jahreszeit kochen? Mein heutiger Tipp ist unkompliziert und schnell zubereitet: gedämpftes Schweinefleisch mit Salzgemüse.
Viel Spaß beim Nachkochen!

  • Zutaten für gedämpftes Schweinefleisch mit chinesischem Salzgemüse:

Schweinefilet
Salzgemüse (aus der Dose)
Ingwer
1 Ei
Wasser
Kartoffelmehl
Pfeffer
Schuss Weinbrand

Salzgemüse

chinesisches Salzgemüse

Schweinfleisch und Salzgemüse

 

 

 

 

 

 

Das Schweinefilet, Salzgemüse und Ingwer klein schneiden und vermischen. Das Eiweiß, Kartoffelmehl und etwas Wasser hinzugeben. Am Schluss mit Pfeffer und einem Schuss Weinbrand würzen. Salzen ist nicht notwendig, denn das Salzgemüse verleiht dem Essen bereits die würzige Komponente.

Anschließend die Masse in eine Schale geben, das Eigelb obenauf hinzufügen und alles in einen Dampfgartopf geben. Wer einen Reiskocher mit Dampfaufsatz besitzt, kann – während der Reis kocht – das Schweinefleisch im darüber liegenden Aufsatz dämpfen. Durch das Salzgemüse ist das Gericht sehr schmackhaft. Es schmeckt besser, als es aussieht. Probiert es aus. Guten Appetit!

Schweinefleisch und Salgemüse im TopfSchweinefleisch mit Salzgemüse

 

Chinesisches Rezept: Gaozi einfach und schnell zubereiten

Gaozi chinesische Teigtaschen

Mich erstaunt immer wieder von Neuem, dass mein Blogbeitrag über die Reissuppe am häufigsten gelesen wird. Offensichtlich ist Kochen bzw. Essen ein Thema, das viele Menschen interessiert. Daher stelle ich Euch heute ein neues Rezept vor: Gaozi, kleine gefüllte Teigtaschen, die man einfach und schnell zubereiten kann – und das ohne zusätzliches Fett!

Eigentlich durch Zufall kam ich auf die Gaozi, als nämlich meine Mutter aufsprang und sagte: „Ach, heute mache ich Gaozi!“ Ich zückte sofort mein Smartphone, um den Herstellungsablauf von Anfang an akribisch zu dokumentieren. Das Rezept ist eine einfache Variante, die man je nach Geschmack und Kreativität mit verschiedenen Zutaten (Pilze, Gemüse) beliebig erweitern kann.

Also viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit!

REZEPT für Gaozi (chinesische gefüllte Teigtaschen)
ca. 80 Stück

Zutaten für den Teig:

ca. 1 kg Mehl
1/2 TL Salz
gekochtes Wasser

Zutaten für die Füllung:

ca. 800 g Fleisch, z. B. ein Mix aus Schweinefleischfilet, Hühnerbrust und/oder Garnelen
Salz, Pfeffer
Kartoffelmehl
Sojasoße (oder Maggi)
ein wenig Wasser
chinesischer Knoblauch-Schnittlauch (oder klassischer Schnittlauch)
Zuerst das Mehl in eine Schüssel geben, eine Mulde hineindrücken, Salz hinzufügen und heißes Wasser langsam in die Mitte gießen. Dabei mit der freien Hand das Mehl mit kreisenden Bewegungen zu einem zähen Teig vermengen. Am Schluss kräftig durchkneten. Der Teig sollte von der Konsistenz fester sein als ein Brotteig. Wenn man mit dem Daumen in den Teig drückt, sollte der Teig unten bleiben.

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Für die Füllung der Gaozi das Schweinefleisch und die Hühnerbrust kleinhacken und den Knoblauch-Schnittlauch schneiden, mit Salz, Pfeffer und Sojasoße würzen. Ein wenig Wasser hinzugeben, ein wenig Kartoffelmehl und dann alles gut durchmischen.

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Nun den Teig in kleine Portionen einteilen.

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Die Portionen nochmals längs rollen und in kleinere Stücke schneiden.

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Mit den Händen zu Kugeln rollen, dann mit der Handfläche auf der Arbeitsfläche flachdrücken und mit einem Nudelholz kreisförmig ausrollen.

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Mit der Füllung belegen, umklappen und den Rand mit den Fingern andrücken.

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Jetzt mit der Gabelspitze ein Muster am Rand eindrücken und die Teigtasche auf diese Weise „verschließen“.

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Voilà! So sehen die Gaozi in ungekochtem Zustand aus. Auf einer bemehlten Fläche anordnen und nun heißes Wasser in einem großen Kochtopf aufsetzen. Die Gaozi einige Minuten kochen, bis die Teigtaschen oben schwimmen.

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Anschließend kann man die Gaozi mit diversen Zutaten garnieren (ich habe beispielsweise frische Kresse genommen). Man kann auch Sojasoße, Ingwer oder Sesamöl hinzufügen oder die Gaozi mit  Suppe und roten Kernchen übergießen. Fertig!

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Klebreisklöße mit Mungbohnen

Wer bei chinesischen Verwandten zu Besuch eingeladen ist, bringt selbstverständlich Geschenke für den Gastgeber mit – gerne Obst, Süßigkeiten oder auch selbst Zubereitetes wie Klebreisklöße mit Mungbohnenfüllung.

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Der Klebereis wird mit 1/5 heißem und 1/5 kaltem Wasser vermischt. Die Klösschen werden dann mit geschälten, in Salzwasser weich gekochten Mungbohnen und klein gehackten Frühlungszwiebeln gefüllt und dann auf Papier gedämpft.

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Die Mungbohnen oben sind eigentlich nur die Samen.

Wenn man die ungeschälten,grünen Mungbohnen in Wasser keimen lässt, werden daraus übrigens Sojabohnensprossen.

Mondkuchen zum Mondfest am 19. September 2013

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Der Mond scheint heller und runder als sonst im ganzen Jahr – Ende September, am 15. Tag des achten Mondmonats des chinesischen Kalenders, feiern die Chinesen das traditionelle Mondfest unter freiem Himmel. Dieses Jahr fällt das Mondfest auf den 19. September.

Der Mond spielt schon in der chinesischen Mythologie eine bedeutende Rolle. Schließlich sorgt er für eine gute Ernte. Geehrt wird die Göttin des Mondes. So ist der zweit wichtigste Feiertag in China eine Kombination aus herbstlichem Erntedankfest und Familienfeier.

Und was darf auf keinen Fall fehlen? Mondkuchen. Sehr mächtig, klebrig und unglaublich süß, manchmal auch salzig. Eine Kalorienbombe, deren Geschmack schwer zu beschreiben ist. Es gibt Varianten mit Dattelbrei, Bohnenpaste, Fleisch oder einem Eigelb in der Mitte. Ursprünglich versteckte man angeblich Geheimbotschaften im Kuchen.

Mondkuchen backen ist schon recht aufwändig. Heutzutage geht man lieber in den nächsten Asiamarkt und kauft die runden Kuchen mit eingebackenen Glückssymbolen. Das lohnt sich schon allein wegen der hübschen farbigen Blechdosen. Also, schaut Euch heute den Mond ganz genau an und probiert ein Stück Mondkuchen – das bringt Glück!

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