Chinas Gastgeschenk – Ausstellung am Tag der offenen Tür im Bundeskanzleramt 2013

Wer hätte das gedacht: Der Tag der offenen Tür im Bundeskanzleramt überraschte mit einem musikalischen Fundstück aus China. In einer Vitrine im Foyer des Bundeskanzleramts habe ich heute ein bronzenes Glockenspiel entdeckt, das einst der chinesische Präsident Jiang Zemin dem damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder als Gastgeschenk offiziell überreicht hatte.

Als Jiang Zemins Deutschland vom 8. bis 12. April 2002 besuchte, brachte er im Gepäck ein kaiserliches Präsent mit, das offensichtlich für gute Töne in der zwischenstaatlichen Begegnung sorgen sollte. Gerhard Schröder war von 1998 bis 2005 Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland.

Wer das kostbare Gastgeschenk aus China sehen möchte, hat morgen noch Gelegenheit dazu. Des Weiteren sind die Bundesministerien, das Auswärtige Amt und das Bundespresseamt am Sonntag für die Öffentlichkeit zugänglich.

Mehr Informationen: Tag der offenen Tür der Bundesregierung am 24. und 25. August 2013 in Berlin

 Bronzenes Glockenspiel als Gastgeschenk für Bundeskanzler Gerhard Schröder von Staatspräsident Jiang Zemin

Schild bronzenes Glockenspiel

Fundstück: die 4 erleuchteten Buddhas

Die Erleuchtung Buddhas wurde bei diesem Fundstück wortwörtlich genommen und erhält von mir einen Extrapunkt in Sachen Kreativität und Kuriosität! Wie Buddhas Meinung dazu wäre? Er wäre sicherlich tolerant gewesen.

Ich habe mich sehr über das Kerzen-Geschenk-Set gefreut, aber irgend etwas sträubt sich in mir, Buddhas Kopf anzuzünden.

Meine Erleuchtung muss daher leider noch warten.

image

Fundstück: Leuchtende Solar-Seerose

Blätter, Blüte und Form gleichen einer zarten Seerose, sie benötigt kein Wasser, dafür aber die wärmenden Strahlen der Sonne: Die Solar-Seerose aus rosa Kunststoff mit wasserresistentem Plastikaufsatz ziert Gartenteiche und Vorgärten und leuchtet per Knopfdruck per Mini-Kerzen-Installation. Künstlich, kitschig, aber auch irgendwie schön.

Solar-Seerose

Eine Solar-Seerose, die…

Solar-Seerose leuchtet

…leuchtet.

Hier zum Vergleich das Original: weiße Seerose – elegante Blütenpracht zwischen grünen, glänzenden Blättern im Gartenteich. Seerosen gelten als die Königinnen der Teichpflanzen, sie wurden in China schon vor 2000 Jahren gezüchtet.

Weiße Seerose

Weiße Seerose

Seerosen

Winkekatze im neuen Look – der bayerische Winkelöwe

Zweimal hingucken lohnt sich. Wer hätte das gedacht:
Auch asiatische Produkte werden kopiert.

Was ist hier Original und was „Fälschung“?

Der Bayerische Winkelöwe ist ein gelungenes Beispiel für die Europäisierung
der chinesisch-japanischen Winkekatze. Viele Legenden ranken sich um
den Ursprung der Winkekatze, die japanischer Herkunft ist, sich aber auch
in China großer Beliebtheit erfreut.

Bayerischer Winkelöwe

Bayerischer Winkelöwe

Japanisch-chinesische Winkekatze

Japanisch-chinesische Winkekatze

Die Geschichte der Winkekatze „Maneki-neko“

In einer der Sagen wird davon berichtet, dass ein reicher japanischer Fürst auf einer Reise in der Nähe von Tokio an einem ärmlichen Tempel vorbeikam, vor dessen Eingangstür eine Katze saß, die einem Mönch gehörte. Da ein schreckliches Unwetter herrschte, suchte der Fürst Schutz unter einem Baum.
Als er sah, dass die Katze ihm mit der Pfote zuwinkte, folgte er ihrer Einladung und schritt zum Eingang des Tempels. Kurz darauf fuhr ein Blitz in den Baum, der an jener Stelle umstürzte, wo der Fürst sich noch vor wenigen Momenten befunden hatte.
Auf diese Weise rettete die Katze dem reichen Herrn das Leben. Der Fürst und der Mönch wurden daraufhin Freunde und der Tempel zur Familienweihstätte erklärt, was zukünftigen Wohlstand bedeutete.

Heutzutage sollen Winkekatzen (jap. Maneki-neko) dem Besitzer Glück und Reichtum bringen– ob in Japan, China oder in Deutschland.

Hebt die Katze die linke Pfote, so winkt sie Menschen herein, die Geld mit sich bringen, zum Beispiel Besucher, Kunden oder Gäste.
Mit der rechten Pfote winkt sie allgemein Glück und Wohlstand herbei.

Winkekatze "Maneki-neko"

Winkekatze „Maneki-neko“