Ratgeber für Gelassenheit: Das Lotusblütenprinzip

„Das Lotusblütenprinzip“ von Thomas Augspurger ist ein Ratgeberbuch für gestresste Berufstätige, die Lösungsstrategien für mehr Gelassenheit suchen und den Ärger im Büro so gering halten wollen wie möglich. Dabei soll das Prinzip der Lotusblüte helfen: Ärger abperlen lassen, aber auch Wichtiges aufnehmen.

Der Titel des Buches mag manchen Leser in die Irre führen. Nein, es geht nicht um einen auf asiatische Methoden aufbauenden Gelassenheitsratgeber, sondern um ein Kompendium an wissenschaftlichen Erkenntnissen der westlichen Welt, die das Lotusblütenprinzip als Ausgangpunkt für verschiedene mentalen und rhetorische Methoden ansetzt. Wie bei der Lotuspflanze sollen gute externe Einflüsse zum (beruflichen Überleben) durchgelassen und aufgenommen werden – schädliche Informationen hingegen sollen „abperlen“ wie auf der Oberfläche eines grünen Lotusblatts.

Der Leser erfährt nicht nur verschiedene Lösungen für Konfliktsituationen, sondern auch wie (Meta-)Kommunikation funktioniert, wie man gelassen verhandelt, Zeitfallen analysiert und sogar wie ein gelassener Umgang in Beziehungen gelingen kann. Wichtig sei es beispielsweise, Emotionen zu äußern, aktiv zuzuhören und zu überdenken, ob eine Konfontration überhaupt sinnvoll ist oder nur noch mehr Ärger hervorruft. Eventuell ist Zurückhaltung angebracht und ein Kompromiss „zieldienlicher“.

Der Autor erläutert seine Methoden mit vielen Beispielen, die jeder mit Sicherheit schon einmal im eigenen Büro selbst erfahren oder zumindest beobachtet hat. Ein im flüssigen Schreibstil verfasstes Buch, das für den Alltag einige nützliche Hinweise bietet.

Das Lotusblütenprinzip. Gelassenheit im Job durch den Abperl-Effekt, Haufe-Lexware, 2010, 2. Auflage, 192 Seiten

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2 Gedanken zu “Ratgeber für Gelassenheit: Das Lotusblütenprinzip

  1. Wie kommt der Autor zu dem Titel „Lotusblütenprinzip“? Vielleicht ebenso wie unser Installateur, der uns neue Waschbecken mit demselben Effekt verkauft hat, ohne jemals in seinem Leben eine Lotospflanze gesehen zu haben. Beide stehen mit diesem Wort nicht alleine da, wie eine kurze Suche im Web zeigt. Gemeint ist immer das frappante Abperlen von Wassertropfen von den glatten grünen Blättern der Pflanze, das mit den Blüten der Pflanze aber auch rein gar nichts zu tun hat. Das Hinzufügen des Wortes „Blüten“ macht jedoch offensichtlich den Begriff besonders edel und geheimnisvoll. Wie dem auch sei, die falsche Bezeichnung ist wohl unausrottbar. Wir können uns aber dennoch über den nützlichen Effekt als solchen freuen.

    • Hallo Peter, Lotusblattprinzip oder zumindest Lotuseffekt wäre tatsächlich im Zusammenhang mit Abperlen korrekter. Wir wissen, wie es gemeint ist. Danke für Deinen Kommentar.

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