Ginseng – Heilmittel der Traditionellen Chinesischen Medizin

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Ginseng PulverRoter Ginseng soll die Lebensenergie (Qi) stärken und hilft vielleicht auch gegen meine Frühjahrsmüdgkeit, die mich seit Tagen plagt. Zeit für einen Selbstversuch. Ich übergieße das Ginseng-Pulver mit heißem Wasser und trinke das gelbliche (und nicht rötliche) Getränk. Das Ergebnis: Ich fühle mich tatsächlich weniger schlapp.

Wirkung von Ginseng

Ginseng ist eine Heilwurzel, die in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gegen viele gesundheitliche Beschwerden angewendet wird. Daher stammt wohl auch die lateinische Bezeichnung Panax (pànax, griechisch) , deren Bedeutung Allheilmittel ist. Ginseng soll laut TCM unter anderem das Immunsystem stärken, gegen Konzentrationsschwäche, Stresssymptome und Müdigkeit helfen und sogar dem Alterungsprozess entgegenwirken. In mehreren medizinischen Untersuchungen wurde die Wirksamkeit erforscht. In einem Laborversuch mit Mäusen und menschlichen Lungenzellen hemmte der rote Ginseng Entzündungen und verlangsamte das Wachstum von Grippeviren. 2006 und 2007 wurden Studien an Krebspatienten durchgeführt, die weniger an Müdigkeit litten und eine bessere Lebensqualität aufwiesen. Allerdings sind die westlichen Mediziner sich uneins über die Effekte der Pflanze. Ginseng könne bei Infektionskrankheiten und Konzentrationsschwäche positiv wirken, aber keine Effekte bei Diabetes oder Herzproblemen aufzeigen. Ginseng ist kein Wundermittel für alle Krankheiten, aber es kann zur Vorbeugung und Linderung bestimmter Krankheiten durchaus seinen Beitrag leisten. Es kommt hierbei aber auf die Dosierung und der Anwendung an, denn zu viel Ginseng kann laut Versuchen auch Kopfschmerzen oder Bluthochdruck erzeugen, gerade bei älteren Menschen.

Weißer und roter Ginseng – Was sind die Unterschiede?

Man unterscheidet weißen und roten Ginseng, wobei die rote Färbung auf eine Konservierungsmethode durch Wasserdampf mit anschließender Trocknung des ursprünglich weißen Ginseng zurückzuführen ist. Der rote Ginseng hat eine längere Anbauzeit von mindestens sechs Jahren (daher rühren auch die hohen Preise für das Gewächs), ist länger haltbar und gilt als hochwertiger, da er mehr Ginsenoside, mehr Mineralien, Spurenelemente und Vitamine als der weiße unbehandelte Ginseng enthält. Bis zu 85 % des Ginseng wird in China angebaut, der Rest in Korea oder Japan. Mittlerweile wird er auch in Deutschland angepflanzt.

Die Ginseng-Wurzel, die optisch wie eine menschliche Gestalt aussieht, lässt sich vielseitig verarbeiten: als Tee, Pulver, Kapseln, in Suppe, als Seife oder als Ginseng-Schnaps.

Links über Ginseng:
http://www.journals.elsevier.com/journal-of-ginseng-research/recent-articles
http://www.koreatimes.co.kr/www/news/world/2016/03/182_201063.html
http://www.medizin-transparent.at/ginseng-die-wurzel-geistiger-fitness
http://www.br.de/radio/bayern2/wissen/radiowissen/ginseng-heilwurzel-pflanzenheilkunde-100.html

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