Berlinale 2015: China im Wettbewerb mit „Gone With The Bullets“

Jiang Wen, Ge You

Yi bu zhi yao | Gone With The Bullets
Wettbewerb 2015, CHN/HKG/CHN 2014,            REGIE: Jiang Wen; Jiang Wen, Ge You
© Beijing Buyilehu Film & Culture Co.,Limited

Auf der 65. Berlinale vom 5. bis 15. Februar 2015 präsentieren die Besten der Filmbranche ihre cineastischen Highlights in der Hauptstadt und stellen sich der internationalen Konkurrenz. China geht mit „Gone With The Bullets“ ins Rennen um den Goldenen und die Silbernen Bären. Wer die begehrten Preise am Ende mit nach Hause nehmen darf, entscheidet am 14. Februar die Jury.

Und bitte! Die „Berlinale“ lädt erneut zum jährlichen internationalen Kino-Marathon nach Berlin ein. China ist mit vier Filmen bei den Internationalen Filmfestspielen vertreten. „Gone With The Bullets“ (Yi bu zhi yao; VR China / Hongkong, China, Mandarin) vom Regisseur Jiang Wen ist im Wettbewerbsprogramm zu sehen. Der Film spielt im Shanghai der 1920er Jahre.

Shu Qi

Shu Qi
© Fu Yun

Als eine Außenseiterin auf einem Schönheitswettbewerb gewinnt, der von einem Berufsschwindlerund einem Polizisten zur Geldwäsche initiiert wurde, hat dies tödliche Konsequenzen. Es ist der zweite Teil der sogenannten Bullet-Trilogie von Jiang Wen. Gezeigt wird das Werk vom 11. bis 12. Februar im Berlinale Palast, Friedrichstadt-Palast und im Haus der Berliner Festspiele.

Eine Kostprobe des Films ist hier zu sehen: Trailer Gone With The Bullets

Kinderfilme in der Sektion Generation und im Forum

Weitere Filme aus China sind „Fluss“ (Gtsngbo; Regisseur Sonthar Gyal, Tibetanisch) und „Der Weg zum Fluss“ (Jia Zai Shui Cao Feng Mao De Di Fang; Regisseur Li Ruijun, Uigurisch, Mandarin), die beide in der Sektion Generation Kplus laufen. „Fluss“ berichtet aus dem Leben eines kleinen tibetanischen Mädchens, das unter familiären Problemen leidet.

„Der Weg zum Fluss“ erzählt die Geschichte zweiter kleiner Uiguren-Brüder, die sich mit ihren Kamelen auf Wanderschaft zu ihren Eltern begeben. Wo einst die prächtige Seidenstraße war, ist das Flussbett ausgetrocknet, sie verlieren ein Kamel. Wassermangel, die Folgen des zivilisatorischen Fortschritts und die alte Kultur des Uigurenvolks, der turksprachigen Ethnie in China, werden in diesem Film ab 8 Jahren thematisiert.

In der Rubrik „Forum“ präsentiert sich der chinesisch-britische Film „K“ in Anlehnung an Kafkas „Schloss“. Der Landvermesser K die mongolische Steppe. Obwohl er am Horizont nicht auf ein Schloss trifft, sondern auf ein Dorf, so verliert er sich dort in einem Labyrinth der Vorsteher, Sekretäre und Beamten mit bürokratischer Willkür.

Prominente Jury

In der diesjährigen Jury geben unter anderen die Schauspieler Daniel Brühl und Audrey Tautou ihr Votum ab. Jury-Präsident ist der US-Regisseur Darren Aronofsky. Im Wettbewerb ringen 19 Filme um die Gunst der Juroren. Am 14. Februar werden dann die Preisträger im Berlinale-Palast bekannt gegeben. Darüber hinaus vergibt die Kinder-Jury im Haus der Kulturen der Welt die Gläsernen Bären in den Rubriken Generation Kplus und Generation 14plus. Am Sonntag zählt schließlich das Urteil des Publikums. Der Favorit wird am Sonntag mit dem Panorama-Publikumspreis ausgezeichnet. Insgesamt umfasst das Berlinaleprogramm ca. 400 Filme – sowohl Großproduktionen als auch Independentfilme.

Sieger 2014

2014 gewann der chinesische Film „Bai Ri Yan Huo“ (Schwarze Kohle, dünnes Eis) den Goldenen Bären. Unter dem Titel „Feuerwerk am hellichten Tage“ lief das preisgekrönte Werk nach dem Festival in den deutschen Kinos. Ob der chinesische Film auch in diesem Jahr Publikum und Jury überzeugt, bleibt abzuwarten.

Tickets kosten je nach Rubrik zwischen 10 und 13 Euro. Mehr Infos zum China-Programm der Berlinale gibt es auf der Webseite: Berlinale

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