Buchrezension: CHINA 151 – das Reich der Mitte in 151 Momentaufnahmen

Cover China 151Das Buch CHINA 151 präsentiert die kuriosen Facetten Chinas in 151 spannenden Einzelgeschichten: ein Einblick in Chinas heutige Kultur und Lebenswelt für Anfänger und Fortgeschrittene.

Schon gewusst, dass in Peking die alten Männer bei Sommerhitze ihre nackten Bäuche zeigen, Zheng He als der „chinesische Kolumbus“ gilt, oder die Verehrung der Ahnen neuerdings auch im Internet möglich ist? Wer sich für China und seine Alltagskultur interessiert, erfährt hierzu mehr im neu erschienenen Buch der Journalisten Françoise Hauser und Volker Häring „CHINA 151“ – Das riesige Reich der Mitte in 151 Momentaufnahmen“.

 

Chinas Kultur von A bis Z

CHINA 151 präsentiert chinesische Kultur und Alltagssituationen häppchenweise in 151 kurzweiligen Geschichten – von A wie „Afrikaner“ über D wie „Dickbauch-Buddha“ bis Z wie „Zu viele Menschen“. Die Autoren haben ihre ganz persönlichen Eindrücke und Erfahrungen, die sie in China gesammelt haben, in pointierte Kurztexte verpackt und als alphabetische Entdeckungsreise entsprechend von A bis Z geordnet. Die Momentaufnahmen in Wort und Bild bieten aufschlussreiche Einblicke, die die chinesische Lebenswelt auf amüsante Weise näherbringen – und dies mit vielen interessanten Fakten und Hintergrundinfos.

Françoise Hauser  © CONBOOK Verlag

Autorin Françoise Hauser
Foto: © CONBOOK Verlag

Volker Häring

Autor Volker Häring
Foto: © CONBOOK Verlag

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Buch werden verschiedene Aspekte des chinesischen Alltagslebens aufgegriffen wie z. B.
Akupunktur, Taiji, Grüner Tee, das Spucken auf den Boden, Smog, Fahrräder oder chinesische Reisegewohnheiten oder historische Ereignisse. So erfährt der Leser u.a., dass die Große Mauer eigentlich gar nicht ihren Zweck erfüllte, heute schon mehr als ein Drittel aller Chinesen über
20 fettleibig sind, Chinesen auch mal im Pyjama in den Supermarkt gehen und dass man bei Zahlenkombinationen höllisch aufpassen muss (unbedingt die Zahl 4 vermeiden, denn sie klingt im Chinesischen wie das gesprochene Wort für Tod – nur gut, dass die Buchserie nicht 141 heißt!).

Hauser und Häring erzählen Anekdoten, beschreiben eigene Beobachtungen und vergleichen diese  auch mit westlichen Gewohnheiten. Dabei bleiben sie stets journalistisch objektiv, ohne zu bewerten oder sich über chinesische Sitten und Gebräuche lustig zu machen. Darüber hinaus scheuen sie sich auch nicht vor brisanten Themen wie Umweltverschmutzung, Tibet, Korruption, die Modernisierungsdebatte oder den desaströsen Abriss traditioneller Wohnbauten.

Fazit

CHINA 151 hat mir gut gefallen und eignet sich für China-Einsteiger. Aber auch China-Kenner werden das eine oder andere Aha-Erlebnis während der Lektüre haben oder auch neue Erkenntnisse gewinnen. Wer übrigens nach H wie „Hongkong“ Ausschau hält, wird erstaunlicherweise nicht fündig werden. Was CHINA 151 von den vielen anderen Büchern über China unterscheidet? Das Buch ist weder Reiseführer, Ratgeber, China-Knigge noch reiner Bildband. Es ist im positiven Sinn von allem ein bisschen. Ein schönes China-Buch zum Schmökern und Nachschlagen. Empfehlenswert!

Françoise Hauser/ Volker Häring: CHINA 151, Conbook Medien, 2014 (288 Seiten), 14,95 €

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